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Hallo Martin H.,
ich habe sehr lange über deinen Beitrag nachdenken müssen. Er macht mich wirklich nachdenklich.
Aber folgende Fragen stellen sich mir (und in folge dir):
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| Schwäche entsteht dann, wenn wir unsere tiefere Wirklichkeit vergessen. Wenn wir vergessen, dass wir in Gott sind (Grundgedanke der Advaita-Philosophie) und „aus Gott bestehen“. |
Schwäche entsteht dann, wenn wir uns unsererer Vernunft nicht mehr bedienen. Diese Vernunft schließt z.B. die Unterscheidung zwischen Recht und Unrecht im menschlichen Sinn ein. Aber Vernunft ist auch ausschließlich menschlich. Wie ist dies vereinbar? (siehe weiter unten)
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Wir leben als eine Verkörperung des Göttlichen und erkennen unser Sein als ein Grenzenloses Wesen, dass beliebig viele (scheinbare) Individualitäten in sich einschließt.
Unsere Träume sind angefüllt mit Liebe, denn Gott spricht zu uns.
Aber auch diese Zwiesprache wird enden, denn sie Beruht immer noch auf der Illusion der Trennung!
Am Ende ist da nicht mehr eine Beziehung: Mensch-Gott oder Mensch-Mensch, sondern alles ist wieder Eins: das „Eine ohne ein Zweites“, die Totalität.
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Ich nehme mal an du meinst die Suche nach dem Sinn des Lebens.
Meine Anwort aus deiner Aussage lautet: Wir (die Menschen und alle sich selbst bewußten Wesen) sind alles und ein Teil von allem. Also grob gesprochen nicht mehr als eine glückliche Formation von Elementarteilchen in einem chaotischen Universum, welches sich nur dadurch bildet indem wir es beschreiben. Schlußendlich also einfach nur ein Teil vom allem was existiert. Dies kann ich durchaus nachvollziehen und halte es für naturwissenschaftlich und historisch (in jeder Form) richtig.
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Wieso haben wir Gott überhaupt verlassen?
1. Weil Gott sich selbst erfahren will.
2. Weil wir uns selbst erfahren wollen.
Zwischen 1. und 2. gibt es nur einen Unterschied:
Die Illusion der Trennung von Gott.
Dann erfahren wir uns selbst, als das was wir wirklich sind, so ist die Illusion überwunden und da ist nur noch das „Eine ohne ein Zweites“: Gott! |
Es gibt die Trennung, und doch gibt es keine?
Es gibt sie! Sie ist überall! Es gibt nichts ohne einen Gegenpart - darauf hast du selber hingewiesen. Und tatsächlich gibt es im uns (Menschen) bekannten, greifbaren und (geschweige denn) erfahrbaren Umfeld kein Ding ohne ein zweites - außer man "denkt" sich eines.
Ich nehme mal an, dass ein kollektives Vertrauen in eine Gemeinsamkeit deutlich angenehmer zu handhaben ist als die chaotische Menge, welche rein logisch (0 und 1, Gott oder nicht) ihrer selbst und ihrer Umwelt bewußt ist, denn sie erklärt alles, auch Gott.
Wie gesagt, ich habe wirklich lange über deinem Beitrag gesessen und gerätselt. Aber eine Frage manifestiert sich langsam nach all diesen Aussagen in diesem Forum:
Gäbe es Gott, wenn wir ihn nicht definieren würden? Und in Folge: Ist die Frage nach Gottes Liebe, also einer Zuwendung nach menschlichem Eermessen, überhaupt sinnvoll?
Gruß
m-boettger
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