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Der gute Baum trägt gute Früchte












Liebe Freunde
„Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte bringen, und ein schlechter Baum, keine guten.“ Daher „An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.“

Über den tieferen Sinn des Gleichnisses von Jesus habe ich mir schon oft so meine Gedanken gemacht. Wahrscheinlich machen wir Menschen gerne den Versuch, unsere eigene Religion für die gute, und die der Anderen für die schlechtere zu halten. Damit können wir aber nicht wirklich zufrieden sein. Denn Jedem ist doch klar, dass alle Religionen so ihre schwachen Stellen oder ihre dunklen und unrühmlichen Stellen in der Vergangenheit oder in der Gegenwart haben. Daraus regibt sich dann natürlich die berechtigte Frage, welche Religion ist nun wirklich die bessere. Man denkt dann „na ja vielleicht ist die eigene zumindest noch das geringere Übel.“
Wieder ein Gedanke, der nicht wirklich glücklich macht.

Dann dacht ich, dass es Jesus ja wie wir wissen nicht darum ging eine neue Religion zu schaffen, sondern die für ihn einzige und ewige wieder neu aufzurichten. Meiner Meinung nach ging es dann Muhammad, dem Bab und auch Bahà’u’llàh um genau das selbe wie Jesus und den Propheten vor ihm.

So betrachtet ergibt das Gleichnis einen untrüglichen Maßstab, aber nicht für eine einzelne Religion sondern über alle Grenzen hinweg will er sagen, dass eine schlechte Frucht nicht vom Baume Gottes, sondern von einem anderen stammt und eine gute Frucht tatsächlich dem echten göttlichen und ewigen Baum zugeschrieben werden muss. Daher sollte es uns nicht verwundern wenn wir in jeder Religion auf den göttlichen Baum treffen. Erst recht wenn er uns so überrascht wie der Dieb in der Nacht und auch dann, wenn wir zuvor noch nie davon gehört haben.

Alles Liebe
hi,

ich betrachte redewendungen als eine metapher. wenn man ähnlich klingende wörter in diese redewendungen einsetzt ergibt es eine meta-bedeutung:

"Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte bringen...“

die wörter ein bischen umgestellt ergibt dieser satz:
"ein guter T/R/aum kann keine schl-echte-n Furcht bringen"

was ist "gut"? umgekehrt gelesen "tug"... tugend


also kann ich für mich diese redewendung folgendermassen interpretieren:

wer reinen herzens ist (tugend: ehrlich mit sich und anderen) kennt keine furcht an keinem ort (raum, traum)


macht das sinn?


alles liebe
éthan
aus holofeeling (buch 3)

"Dann gibt es da aber auch noch Widersprüche, die aufgrund völlig unterschiedlicher Weltsichten auftreten können, dies ist z.B. oft zwischen Naturwissenschaftlern oder Anhängern unterschiedlicher Religionen und Glaubenssystemen der Fall, aber auch zwischen der Naturwissenschaft und der Mythologie selbst. In diesem Fall solltest Du mit allen Dir zu Verfügung stehenden Kräften nach einer möglichen Synthese suchen - und diese ist immer Möglich, glaube es mir, denn meine Schöpfung ist eine harmonische Einheit und aus dieser Einheit entspringen alle Dir vorgelegten Erscheinungen. Das bedeutet, daß Du alles sogar mathematisch verbinden kannst - vorausgesetzt Du verfügst über die dazu nötige göttliche Intelligenz. Eine These, die man selbst nicht einsehen, bzw. mit seiner eigenen These nicht in „Einklang“ zu bringen vermag, als „verkehrt“ abzutun, oder gar verbal anzugreifen, zeugt nicht gerade von wirklicher Intelligenz. Zwangsläufig ist daher auch jede These, die ein arroganter Besserwisser vertritt, immer die unintelligenteste und primitivste These! Versuche Dein trügerisches „Unterscheidungswissen“ in Deinem Bewußtsein als die eigene Quelle aller Deiner Konflikte zu entlarven. Nach einer Weile, wenn Deine Bemühungen Früchte tragen, werden alle Gegensätze, Innen wie Außen, ganz von selbst in EINS zusammenfallen. Dir wird es dann wie einen Stummen ergehen, der einen „wunderbaren Traum“ erleben durfte. Du allein kennst ihn „in Dir selbst“! Plötzlich bricht in Dir meine ewige Stille und aus ihr quillt das wirkliche Leben für Dich hervor. Du selbst bist es dann, der den Himmel in Erstaunen zu versetzen vermag und die Erde erschüttert. Deine eigene Wahrheit offenbart sich Dir immer nur selbst in Deinem eigenen Ja und Nein - in Deinem eigenen Glauben."
Lieber Robinson,
Zitat:
Mt 7,15 Hütet euch aber vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reissende Wölfe. 16 An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Liest man etwa von Dornen eine Traube oder von Disteln Feigen? 17 So bringt jeder gute Baum gute Früchte, aber der faule Baum bringt schlechte Früchte. 18 Ein guter Baum kann nicht schlechte Früchte bringen, noch ein fauler Baum gute Früchte. 19 Jeder Baum, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. 20 Deshalb, an ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. 21 Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist. 22 Viele werden an jenem Tage zu mir sagen: Herr, Herr! Haben wir nicht durch deinen Namen geweissagt und durch deinen Namen Dämonen ausgetrieben und durch deinen Namen viele Wunderwerke getan? 23 Und dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch niemals gekannt. Weicht von mir, ihr Übeltäter!

ich verwende diese Stelle recht häufig, und ich sehe sie wohl ganz ähnlich
wie Du - ich glaube nicht, dass sie sich auf einen Vergleich von Religionen
bezieht; Jesus hatte wohl seine eigenen Nachfolger im Sinn, oder Menschen
wie Simon magus oder Ananias - aber warum sollten seine Worte für andere
Religionen nicht gelten? Ist es nicht immer so, dass [mit einer gewissen
Bandbreite ] aus schlechten Absichten eben auch nur Schlechtes folgt?
Und ich kenne keine Religion, die schlechte Absichten unmöglich machen
würde...
Lieber Robinson,

schön ist es in diesem Zusammenhang, die Frucht selbst zu betrachten. Abdu'l-Baha sagt an einer Stelle, daß die Liebe Gottes die Frucht eines jeden Baumes sein sollte. Wächst die liebe zu Gott, ist der Baum gut:

Zitat:
Jede Art von Erkenntnis, jede Wissenschaft ist wie ein Baum: Ist seine Frucht die Liebe zu Gott, so ist es ein gesegneter Baum; wo nicht, ist dieser Baum vertrocknetes Holz und nährt nur das Feuer.
(Abdu'l-Baha, BRIEFE UND BOTSCHAFTEN)

Wenn also das Ergebnis einer Wissenschaft größere Gemeinschaft, Liebe und Verständnis ist, dann ist es gut. Ist das Ergebnis aber Haß und Entfremdung, dann taugt der ganze Baum, für das Feuer, will sagen bringt uns nicht wirklich weiter.

Dabei spielt es keinerlei Rolle, welcher Religion der Urheber dieser Lehre oder Wissenschaft angehört. Es ist eine Frage des Herzens.

Alles Liebe von Yojo
Forum -> Baha'i-Religion


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