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Sakina für alle.
Die Mißverständnise fangen schon viel früher an.
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Der Leserbrief von Wolfgang Illauer, der das Interview des obersten Repräsentanten des Islam in der Türkei zur Sure 9,5 zitiert, zeigt unfreiwillig auch ein häufig nicht hinreichend beachtetes Problem auf, das den Dialog mit dem Islam gefährlich erschweren kann. Wolfgang Illauer zitiert diesen Koranvers mit den Worten „… dann tötet die Heiden“. Die 1960 vom Reclam-Verlag unverändert neu herausgegebene und nach dem Vorwort „anerkannte und viel benutzte vertrauenswürdige Übersetzung“ von Max Hennings spricht nicht von „Heiden“, sondern von „Götzendienern“. Und Prof. Dr. Adel Theodor Khoury, Münster, übersetzt 1987 unter Mitwirkung von Muhammed Salim Abdullah, Soest, und unterstützt durch ein sehr positives Geleitwort des Generalsekretärs des Islamischen Weltkongresses, Dr. Inamullah Khan, das entsprechende arabische Wort mit „Polytheisten“, wobei er sich nach seiner eigenen Aussage „so eng wie möglich an das arabische Original“ hält, „bei mehreren möglichen Deutungen der islamischen Tradition den Vorzug einräumt“ und „den deutschen Muslimen ein höchstmögliches Maß an Textsicherheit“ geben will.
Dennoch: Auf welche Übersetzung kann sich denn nun ein deutscher Muslim oder ein nicht muslimischer Deutscher in der Diskussion stützen? Denn zwischen den drei wiedergegebenen Übersetzungen liegen Welten.
Dr. Helmut Darmstadt, Bochum |
mffggg gnostik
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