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Nun, wer sich zu einem Glauben bekennt, bekennt sich doch auch zu den Dogmen.
Ein Dogma ist doch nichts anderes als ein Glaubensgrundsatz.
Wenn ich mich zum Christentum bekenne, steht es mir nicht mehr frei, über den Sinn und Unsinn
der 10 Gebote zu entscheiden, ich habe sie einfach zu befolgen.
Wenn ich Katholik bin und mich verlässt meine Frau, darf ich keine neue Beziehung eingehen, das wäre Ehebruch.
Von der Eucharistie sind solche Menschen ausgeschlossen.
Da kann der Einzelne sich noch so sehr aufbäumen,
diese Menschen leben fortan im Zustand der schweren Sünde (im katholischen Sinn).
Diese Menschen fühlen sich sicher pudelwohl in ihrer Haut.
Das ist sicher nicht bequem. Aber ich meinte das "bequem" eher als ein Zurückgreifen auf vorgefertigte Grundsätze.
Als Atheist mit einem moralischen Anspruch muß man das Rad stets neu erfinden, es "ist nicht einfach so", weil es immer schon so war und das dann ja auch bestimmt seine Richtigkeit hat.
Und man muß sich immer rechtferigen vor dem unnachgiebigsten Richter, den es gibt: Sich selbst.
Kein "Gott ist Liebe, er verzeiht", kann mir dann aus der Patsche helfen.
Die Suppe, die ich mir einbrocke, löffel ich auch wieder aus.
Astrella
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