|
|
|
Hi HCL,
ich glaub ich kann nachempfinden, wie Du dich zur Zeit fühlst. Ich hatte auch mal so eine "Phase" in der ich mich nur noch wie ein Hamster im Tretrad gefühlt habe.
Ich abe damals mit dem Gedanken gespielt, mir das Leben zu nehmen, nicht, weil ich akut unglücklich und verzweifelt war, sodern MÜDE. Unendlich müde und des Lebens regelrecht überdrüssig. Ich habe meinen Plan nur nicht umgesetzt, weil ich (trotz meiner Überzeugung, nach dem Tod sei alles zu Ende) mir eben auch darüber nicht ganz sicher war/bin.
Und ich hab mir gedacht, wenn ich mir jetzt das Leben nehme, das setzt ein Gott mir zur Strafe bestimmt auf eine Endlosschleife, genauso wie "und täglich grüsst das Murmeltier" und ich muss alles nochmal von Vorne durchmachen....
Inzwischen sehe ich mein Leben natürlich anders, nicht weil ich zu irgendeinem Glauben oder dergleichen gefunden habe, aber ich habe versucht, mir nach dieser Depression (und etwas anderes ist es leider nicht) einen Platz im Leben zu suchen, habe viel Scheisse gebaut, habe alles Mögliche ausprobiert und habe jetzt "meinen" ganz persönlichen Sinn des Lebens, meine Bestimmung gefunden.
Heute bin ich dankbar für ein Leben.
Damals war ich es nicht, ich hätte mir es damals auch gar nicht vorstellen können, um ehrlich zu sein.
Astrella
|
|
|