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Freiheit des Denkens












Hallo Alawin!

Zitat:
Die Freiheit des Denkens (und insbesondere des Denken könnens), ist das in unserem Leben nicht eine große Verantwortung?


Natürlich ist die Möglichkeit, Denken zu können eine riesige Verantwotung aber aus ihr resultiert doch auch die Chance des Menschen, Gott zu erkennen, oder nicht?
Was der Mensch aus dieser Erkenntnis macht und welcher Religion er sich anschließt resultiert ebenfalls aus unserer Fähigkeit zu denken.

Klar ist es leider so, dass wir Menschen Gott und die Religion all zu oft dazu missbrauchen, andere Gemeinschaften zu unterdrücken und zu verfolgen. Allerdings ist es nicht das Gottesbild, welches den Menschen dazu führt, wie du sagst,
Zitat:
Aus diesem Grunde ist dieses gemachte (vermenschlichte) Gottesbild in meiner Sicht völlig irrational. Es kann nicht Bestandteil dieser Schöpfung sein, weil es zu einer Verblendung führt, die wiederum solche Verbrechen an der Umwelt hervorrufen.


sondern ich denke, es ist die falsche Interpretation, die der Mensch in die heiligen Schriften legt. Es existieren natürlich UNterschiede betreffend das Gottesbild zwischen den Religionen, welches die Menschen als Grund ansehen, dass die Religionen alle von einem anderen Gott stammen und daher nur eine wahr sein kann und die Gemeinschaften sich dann bekämpfen.
Aber ich denke, wenn wir ehrlich sind, dann ist das Unsinn, denn Gott ist vielseitig und wieso sollte er nicht den Christen ein anderes Bild von sich offenbaren als den Muslimen und dennoch immer der Eine, der Einzige Gott bleiben?

Soviel mal dazu, aber zu dem Teil habe ich noch was Schönes gefunden, denn du sagst:
Zitat:
Warum soll es oberhalb der Linie des Menschen nicht noch weitere Stufen geben? Nur, weil wir sie nicht erfassen können?


Mit diesem Thema setzte sich auch Abdu´l Bahá, der Sohn Bahá´u´lláhs, des Stifters der Bahá´i-Religion auseinander und er sagte dazu folgendes:

Zitat:
Wir müssen ihnen folgendermaßen erwidern: Wie große Fortschritte das Mineral auch machen mag, es kann die Pflanzenwelt nicht verstehen. Aber dieser Mangel an Verständnis beweist nicht etwa, daß die Pflanze nicht besteht. Zu einem wie hohen Grade sich die Pflanze auch entfaltet haben mag, sie bleibt doch unfähig, die Tierwelt zu begreifen. Dieses Nichtwissen ist kein Beweis dafür, daß es kein Tier gibt. Wie hoch sich das Tier auch entwickelt haben mag, es kann sich weder den Verstand des Menschen vorstellen, noch die Natur seiner Seele erfassen. Doch beweist das wiederum nicht, daß der Mensch keinen Verstand oder keine Seele hätte. Es beweist nur, daß jede Daseinsform außerstande ist, eine höhere Form als die eigene zu begreifen. Diese Blume mag sich eines Wesens von der Art des Menschen nicht bewußt werden, aber die Tatsache ihrer Unwissenheit ist kein Hemmnis für das vorhandensein der Menschheit.


Und genauso verhält es sich auch mit uns Menschen: nur weil wir nicht vermögen, Gott zu erfassen, heißt es nicht, dass es Gott nicht gibt.

LG und ich hoff, du kannst was damit anfangen!
Forum -> Spiegel- und Reflexionsforum I


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