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Glaube an einen Gott - ein menschlicher Trugschluß?












Nun, wer sich zu einem Glauben bekennt, bekennt sich doch auch zu den Dogmen.
Ein Dogma ist doch nichts anderes als ein Glaubensgrundsatz.
Wenn ich mich zum Christentum bekenne, steht es mir nicht mehr frei, über den Sinn und Unsinn
der 10 Gebote zu entscheiden, ich habe sie einfach zu befolgen.
Wenn ich Katholik bin und mich verlässt meine Frau, darf ich keine neue Beziehung eingehen, das wäre Ehebruch.
Von der Eucharistie sind solche Menschen ausgeschlossen.
Da kann der Einzelne sich noch so sehr aufbäumen,
diese Menschen leben fortan im Zustand der schweren Sünde (im katholischen Sinn).
Diese Menschen fühlen sich sicher pudelwohl in ihrer Haut.
Das ist sicher nicht bequem. Aber ich meinte das "bequem" eher als ein Zurückgreifen auf vorgefertigte Grundsätze.
Als Atheist mit einem moralischen Anspruch muß man das Rad stets neu erfinden, es "ist nicht einfach so", weil es immer schon so war und das dann ja auch bestimmt seine Richtigkeit hat.
Und man muß sich immer rechtferigen vor dem unnachgiebigsten Richter, den es gibt: Sich selbst.
Kein "Gott ist Liebe, er verzeiht", kann mir dann aus der Patsche helfen.
Die Suppe, die ich mir einbrocke, löffel ich auch wieder aus.

Astrella
Vielleicht sollten wir hier mal feststellen, was ein Dogma überhaupt ist:
Ich verstehe das so: es gibt zwei Arten von Dogmen

1. Jene, die wirklich in der Thora,der Bibel, dem Koran und dem Kitáb-i-Áqdas stehen
2. Jene, die die Geistlichkeit uns aufgelegt hat- wie zB die Jungfräuchlichkeit der Maria oder das eben diese in den Himmel aufgefahren ist.

Ok, Gläubige können sich vielleicht nicht aussuchen, ob sie den Dogmen der ersten Gruppe glauben oder nicht- da sie in ihren heiligen Schriften stehen sollte sie es glauben, aber ich werde jetzt kein schlechterer Bahai vor Gott, wenn ich mich nicht mit allem bedingungslos abfinden kann!

Und ich bin ganz sicher der Meinung, dass mir jeder Geistliche den Rücken runter rutschen kann, wenn er von mir will, dass ich von Menschenhand gemachte Dogmen einfach so akzeptiere!


Zitat:
Aber ich meinte das "bequem" eher als ein Zurückgreifen auf vorgefertigte Grundsätze.

Bis du auf dies Forsätze zurückgreifen kannst, Astrella, hast du einen langen Weg des Nachdenkens und der Selbstfindung hinter dir, was sicher nicht so angenehm und leicht ist..

Und auch bei Gläubigen Menschen- denkst du, wir leben nach dem Motto: " ja ich kann eh machen, was iich will, weil Gott vergibt mir sowieso?"
Das ist nicht der Sinn des Glaubens und auch nicht die Motivation dahinter- genauso wie ihr löffeln wir unsere Suppe selbst aus!

LG
@Astrella

In den Punkten stimme ich Dir zu. Hier mußt halt mit Sicherheit offener, ehrlicher und nicht so verlogen mit Dir selber umgehen, da kein Versteck hinter einer höheren Instanz erfolgt... und möglich ist.

Gruß
Hallo Nori,

Deine Ansichten über Dogmen kann ich nicht teilen. Wo trifft es nicht zu, dass Dogmen von Menschenhand geschaffen wurden, um Nachdrück zu einer menschlich fundierten Glaubensaussage zu treffen? - Also eine Aussage, die mit Sicherheit nicht von einer rein "göttlichen" Aussage stammen kann....

Ich lasse mich überraschen!

Liebe Grüße alwin
Hallo Alwin!

Leider trifft es nur zu oft zu, dass solche Dogmen zur Verfestigung menschlicher Schlüße geschafft werden- siehe die katholische Kirche, aber darüber rede ich ja gar nicht...
Das, was du ansprichst, fällt unter die zweite Gruppe meiner "Dogmendefinition", mit der ich mich nicht abfinden kann.

LG Nori
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