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Glaube an einen Gott - ein menschlicher Trugschluß?












Hallo Unien,

brauchst Du eine von Dir selber ernannte übergeordnete Stelle (als Authoritätseinheit), um Dir Fehler zu verzeihen? Das kommt mir wieder so vor, als ob sich der Mensch nicht aus seiner Kindheit abgenabelt hat. Auch ein Kind läuft zu seinen Eltern, wenn es nicht zurecht kommt.

Da kommt dann für mich wieder die Frage der Eigenverantwortung auf...

Gruß alwin
Hi,

Als Nichtgläubiger (es ist ein unpassendes Wort, irgendwie impliziert es das Fehlen des Glaubens, aber dieses Fehlen wird von so einem Menschen ja gar nicht als Defizit empfunden) muß man sich einfach mehr Gedanken über bestimme Verhaltensweisen machen.
Es gibt kein "Dogma", was mir vorschreibt, was gut und was nicht gut ist, sondern ich muß selbst entscheiden. Und ich muß es ausschließlich vor mir selbst vertreten mit allen Konsequenzen, kein " fünf Mal Rosenkranz und einmal bereuen" und dann ist die Sache aus der Welt.
Es ist in vielerlei Hinsicht unbequemer, nicht zu glauben, finde ich.
Ich persönlich brauche neben meinem Gewissen, und das habe ich auch als Atheist, kein anderes Über-Ich.

Astrella
@alwin ... nein ich brauche sie nicht, diese übergeordnete Instanz. Aber ich würde es mir manchmal schön wünschen .... sowas wie einen Gott zu haben, der einem all die Fehler verzeiht. Aber ich glaube nicht daran. Von daher muss ich damit selbst irgendwie klar kommen.

Ich kann hier nur Astrella zustimmen .... ich finde es machmal sehr schwer zu entscheiden was richtig und was falsch ist oder was ein guten Kompromiss darstellt. Ich für mich habe für mein Leben Hilfe in dem evolutionären Humanismus und der Philosophie gefunden.

Ich habe zum Beispiel mich vor kurzem mich mit unser Katze beschäftigt. Komischerweise lässt sie sich nicht am Rücken graulen aber sonst überall. Dann bin ich auf die Idee gekommen sie mit einem Stock am Rücken zu graulen und dann kann sie ja de Stock kratzen und beißen. Nach fünt Minuten kam in mir die Frage auf, was mir das Recht gibt, diese Katze am Rücken graulen zu dürfen. Oft wird dann von manchen gesagt .... die Katze oder der Hund lernt das schon .... ich habe mich dann dafür entschieden sie einfach so sein zu lassen wie sie ist. Dann wird sie eben nicht am Rücken gegrault.

'Das mag vielleicht nur ein einfaches Beispiel sein, aber es ist ein Beispiel.

Ich möchte jetzt auch nicht vom hundertsten ins tausendste kommen .... von daher belasse ich es hiermit erstmal..

Liebe Grüsse
Unien
Hallo zusammen!

Also ich finde, man kann nicht sagen, ob es "bequemer" ist gläubig zu sein oder ob es "bequemer" ist, es nicht zu sein.
Ich habe einige Jahre hinter mir, in denen ich alles andere als gläubig war, aber ich kann dennoch nicht von mir behaupten, dass mein Leben durch das Erkennen von Gott einfacher wurde.
Es wurde reicher, aber nicht einfacher- wir müssen hier ja unterscheiden zwischen den Leuten, die Dogmen einfach hinnehmen, ohne dass sie darüber nachdenken und zwischen denen, die sich sehr wohl Gedanken darüber machen.
Die zweite Gruppe hat es eigentlich nicht leichter, als jene Menschen, die sich nicht an Dogmen halten. Weil sie jedes mal überlegen müssen, ob das für sie nun richtig ist oder nicht und ob sie überhaupt das "Recht" haben, darüber nachzudenken, wenn die Vorschriften von Gott kommen...
Aber ich kann dennoch nicht einfach meinen Verstand abschalten und alles hinnehmen!

Glaube beinhaltet ja nicht bedingungslosen Gehorsam und Abschalten des Denkens!

LG
Da muss ich dir sehr recht geben Nori ....
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