Foren-Übersicht
Login | Registrieren | Forum | Suche | Impressum

Bleibende Schäden an Sprunggelenk und Wirbelsäule












Hallo alle miteinander
Ich weiß eigentlich gar nicht so richtig wie ich anfangen soll... bin jemand der von solchen Sachen nie so richtig etwas gehalten hat, bis heute. Es läßt mich einfach nicht mehr los!

Ich bin 41 Jahre alt, glücklich verheiratet und hab noch keine Kinder. Vor 1 1/2 Jahren hatte ich einen schweren Berufsunfall, dessen Verletzungen noch nicht zu Ende behandelt sind. Ich werde bleibende Schäden an meinen Sprunggelenken und der Wirbelsäule zurück behalten. Mein Vater verstarb nach einer schweren Krankheit im März 1999 an einem Gehirntumor. Mein Vater war Offizier bei der Luftwaffe. Obwohl er nicht mein richtiger Vater war, was ich aber erst nach seinem Tod von meiner Mutter erfahren hatte, hat er mich über die Jahre geprägt... mich zu einem guten Menschen erzogen. Was mir das Leben dadurch nicht immer leicht gemacht hat.
Meine Mutter ist jetzt erst dabei den Tod meines Vaters zu verarbeiten und nach und nach los zu lassen.

5 Jahre vor seiner Krankheit hatten wir eine sehr häftige Auseinandersetzung. Ich war damals verliebt und mein Vater meinte es wäre nicht die richtige Frau, sie würde mich nur ausnutzen.
Es sind noch andere Dinge vorgefallen die mich und meinen Vater auseinandergebracht hatten... ich war einfach blind vor Liebe.
Er stellte mich vor die Wahl, wenn ich diese Frau nicht verlassen würde wäre ich nicht mehr sein Sohn. Ich hatte zu meiner dahmaligen Freundin gehalten und mein Vater meinte ich hätte meine Wahl getroffen. Sagte mir aber gleichzeitig das er es gut finde das ich zu ihr halte.
Nun ja... es kam wie es kommen musste, mein Vater hatte in allem Recht behalten, diese Frau hatte mich fast zu grunde gerichtet.
Das Verhältnis zwischen mir und meinem Vater war nie mehr das Selbe wie vorher.

Als meine Mutter mir sagte das mein Vater erkrankte hat es den Boden unter meinen Füßen weggezogen! Wir hatten davor nie mehr miteinander gesprochen.
Ich besuchte ihn im Krankenhaus. Mein Vater hatte mich erkannt, war aber nicht mehr der selbe Mensch... gezeichnet von seiner Krankheit. Bin vor ihm stark geblieben. Er konnte nicht einmal seine Tasse Tee halten, ich mußte seine Brote mit Wurst in kleine Happen schneiden... mein Vater hatte nicht mehr die Kraft mit dem Messer die Schnitte zu scheiden. Hab ihm gesagt das wird schon wieder, er meinte nur darauf er hätte keine Angst vor dem Tod. Ich sagte ihm ich das ich am nächsten Tag wieder komme, verabschiedete mich und ging aus seinem Zimmer. Lief zum Fahrstuhl und brach dort unter Tränen zusammen.
In der Nacht als mein Vater von seinem Leiden erlöst wurde, hatte ich einen Traum. Ich war 10 Jaher alt, war beim Frühstücken als mein Vater in Unieform zu mir kam sich mit mir sehr lange unterhielt mich umarmte und sich verabschiedete. Ich wachte auf und obwohl die Heizung an war und die fenster geschlossen wurde es auf einmal sehr kalt. Ich schaute auf die Uhr um zu sehen wie lange ich noch schlafen kann, weil ich sehr früh aus den Federn mußte. Es war Punkt 23 Uhr. Am nächsten Morgen rief mich meine Mutter an und sagte mir das mein Vater um 23 Uhr im Krankenhaus verstorben ist.
8 Jahre später, gestern spät Nachts gab es ein heftiges Gewitter. Während des Gewitters,es war 01.30 Uhr, klingelte ständig das Telefon. Ich nahm ab. Es wahr nur das Freizeichen zu hören und auf dem Display stand Verbindung nicht möglich. Dies wiederholte sich bis zu 8 mal, bis es mir reichte und ich die Akkus raus nahm und das Telefon ruhe gab. Obwohl ich mit meiner Frau sehr müde ins Bett gegangen bin verlief die Nacht sehr unruhig... wir wachten oft auf. Mein Puls raste als hätte ich eine Kanne Espresso auf einmal getrunken. Ich hatte das Gefühl als wäre außer meiner Frau noch jemand im Schlafzimmer. Es war ein Gefühl das mich einfach nicht einschlafen lassen wollte. Das Komische war das meine Frau genau das gleiche Gefühl hatte. Ich dachte unweigerlich an meinen Vater... es hatte mich einfach nicht mehr los gelassen. Irgendwann schlief ich doch ein und hatte einen Traum.
Meine Frau, meine Schwester im Traum 6 Jahre alt ( Heute 30 Jahre ) und ich. Es war die Wohnung in der sich mein Vater damals im Traum von mir verabschiedet hatte. Meine Schwester kam ganz aufgeregt ins Wohnzimmer wo ich mich mit meiner Frau aufhielt und rief Papa ist im Schlafzimmer. Wir trauten unseren Ohren nicht, da wir doch auch im Traum wußten das mein Vater tot ist. Meine Frau war sehr ängstlich und mir war auch nicht sehr wohl bei dem Gedanken das mein Vater oder wer auch immer im Schlafzimmer war. Wir liefen um zu schauen wer dort wirklich war und ob meine Schwester vieleicht nur geträumt hatte. Ich lief ins Schlafzimmer und sah dort meinen Vater im Bett liegen... so wie ich ihn zu letzt im Krankenhaus gesehen hatte. Seine Augen wahren abwehsend und doch fragend... wie geht es dir? Ich fragte ihn aufgeregt wo er war, wo er herkommt. Meine Angst wandelte sich in Freude und Neugier um. Mein Vater sagte etwas was ich nicht verstand, seine Augen wurden dabei klarer und er sah mich jetzt richtig an. Ich erzählte das es mir gut gehe und als ich ihm sagte das ich geheiratet hatte...meine Frau vorstellte und unsere Verlobungs.-und Trauringe an unseren Händen zeigte, lächelte er...er legte seine Hand in meinen Nacken und lächelte. Er sagte nichts, aber dieses sanfte zufriedene Lächeln... endlich die Antwort zu bekommen die seinen fragenden Augen mir stellten, ließen meinen Vater wieder so Aussehen wie ich ihn kannte als er noch gesund war. Ich erklärte ihm das ich einen schweren Arbeitsunfall hatte, aber das alles o.k. ist, das ich grosses Glück hatte. Er lächelte als wenn er von allem wußte. Doch ehe ich alles weiter erklären konnte klingelte der Handywecker von meiner Frau und riß mich aus meinem Traum.
Ich erzälte alles meiner Frau. Sie bekam eine Gänsehaut am ganzem Körper und schaute mich wie in meinem Traum mit weit aufgerissenen Augen an. Sie schickte mir später eine SMS in der stand: Manchmal entwickeln wir Menschen ein Feingefühl zu phenomenalen Dingen. Vieleicht war es tatsächlich dein Vater. Er wollte bei dir sein! Und jetzt ist er aufgeklärt und beruhigt! Schlaf noch ein bischen mein Schatz in Liebe deine Joanna!
Forum -> Spiegel- und Reflexionsforum III


Ähnliche Themen
Körperliche Schäden
Gebrochene Wirbelsäule