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Verdorbenes Getreide












Es war zu einer Zeit, als Gott noch unter den Menschen weilte, ihnen zuhörte und ihnen bei ihren Problemen half. Die Menschen kamen, bei Tag und bei Nacht, sein Haus war belagert von Menschen die sich beschweren wollten. Eine Mutter beschimpfte ihn und bat dann inständig er möge ihren Sohn wieder lebendig machen, ein anderer warf ihm eine Handvoll verdorbenen Getreides ins Gesicht und verlangte er möge es wieder wie neu machen und so ging das mehrere Jahre lang.
Eines Tages in füf Minuten Pause zwischen zwei Beschwerden, fragte Gott, völlig erschöpft und entkräftet, seinen vertrautesten Engel um Rat: Was soll ich machen? Die Menschen kommen und beschweren sich und ich habe gar keine Zeit mehr mich auszuruhen und meine Schöpfung zu genießen. Was kannst du mir raten?" Der Engel dachte einen Moment lang nach, lächelte dann wissend und antwortete Gott: "Versteck dich doch einfach." "Das ist leichter gesagt als getan", jammerte Gott, "sie sind ja schon überall." Wieder dachte der Engel angestrengt nach. "Dann", sagte er schließlich, "versteck dich an dem Ort, wo die Menschen zuletzt nach dir suchen würden. Versteck dich in ihren Herzen." Auch Gott sann eine Weile über diese Idee nach, und je länger er darüber nachdachte, desto besser fand er den Vorschlag.
Und als der nächste Mensch mit einer Beschwerde das Haus betrat, wurde er von dem Engel freundlich begrüßt und mit der Information zu den Menschen geschickt, Gotthabe sich versteckt, und wer immer etwas von im wolle müsse beten oder lange genug nach ihm suchen. Und sie suchen bis heute!

Diese Geschichte stammt aus Indien und ich fand sie sehr interessant. Ich weiß nicht genau wo ich sie her habe, ich glaube meine Mutter hat sie mir einmal erzählt als ich traurig war und absolut nicht wusste bei wem ich Trost suchen sollte.
Lg, Branwen
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