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Trend












Hallo Martin H.,

Zitat:
Sehr gut Mark, (klingt nach N. D. Walsh)!

m-boettger, das Folgende kann ich nicht ganz nachvollziehen.
Zitat:
Was meinst du eigentlich mit Gottesverwirklicht? Rein logisch dürfte dieser Trend mit wachsendem Abstand zu seiner Erschaffung (von irgend jemandem vor langer Zeit) eher rückläufig sein.

Wann war die Erschaffung?
Wie entwickeln sich Seelen? Tendenziell rückläufig, warum?


Seelen entwickeln sich nicht rückläufig sondern vortschrittlich.

Ich will das mal ganz abstrakt darstellen:

Vor ein paar hunderttausend Jahre lief einer unserer Vorfahren (vom Drang zu überleben getrieben) durch die Wildnis um einen guten Feuerstein zu finden. Er ergriff ihn und formte ein klasse Werkzeug daraus um Tiere zu jagen und Nahrung zu gewinnen. Dabei half ihm niemand anderes, und er war sich deshalb seiner Kräfte und Fähigkeiten sehr bewußt. Nicht zu letzt machten diese seine Position in seiner Gesellschaft aus.
Da war also keine Gott, weder überirdisch noch selbsterschaffen, der ihn dabei beeinflusste.

Nun wurde der Mensch mit den Jahren immer klüger und begabter, und er begriff plötzlich, dass trotz seines Wissens Dinge existieren, welche er weder nachempfinden noch begreifen konnte. Etwa so, als würde man einem Steinzeitmenschen ein Feuerzeug reichen.

Anfangs löste dies respekt, später ehrfurcht und schließlich den Glauben an etwas überirdisches aus. Gott war geschaffen - in dem Moment, als der Mensch an ihn glauben wollte.

Und heute?

Naja heute kann man so ziemlich alles erklären, sogar warum man manches nicht erklären kann. Diejenigen, die das nachvollziehen werden sich schwer tun an einen Gott zu glauben oder an seine Liebe.
Bleiben also die, welche den Glauben vor die Logik stellen. (ACHTUNG: Will hier niemanden als Dumm hinstellen! Ich versuche dies objektiv zu betrachten!)
Und darin sehe ich im eigentlichen die Rückläufigkeit. Wenn sich der Mensch, bezogen auf seine bisherige Entwicklung, auch geistig immer weiter entwickelt, so muß er feststellen, dass ein Glaube an etwas nur die folge fehlenden Wissens ist.
Es ist ja schließlich auch so, dass man nicht weis ob es Gott gibt sondern, dass man an ihn glaubt, ihn mit etwas verbindet, ihm Dinge zugesteht, welche man selbst nicht vollbringen kann.

Sind eigentlich Handwerker auch Götter? Oder Automeschaniker? Oder Ärzte? Oder Piloten? .....

Ich weis, man kann weder Gott noch all seine Bezüge beweisen, genauso wenig wie die Liebe zur eigenen Mutter. Beides ist im Grunde eine Frage der Vernunft.

Und an dieser Stelle möchte ich eines festhalten:

Wenn es vernünftig ist an Gott zu glauben, um mit den damit verbundenen Regularien ein bischen mehr Miteinander unter die Menschen zu bringen, dann will ich auch glauben. An ihn, seine Liebe und seine guten Vorsätze. Bisher habe ich aber dafür noch keine Überzeugung gefunden, denn auch mit einem Glauben kamen die Menschen bisher nicht weiter als ohne. Leider Im Prinzip ist der Ansatz ja mehr als richtig.
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