Eugen Roth - Zitate : = erkennen wir uns wieder ?


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Realismus

Ein Mensch erhofft sich leis' und still,

dass er einst das kriegt, was er will,

bis er dann dann doch dem Wahn erliegt

und schliesslich das will, was er kriegt!


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Allzu eifrig

Ein Mensch sagt - und ist stolz darauf -

er geh in seinen Pflichten auf.

Bald aber nicht mehr ganz so munter,

geht er in seinen Pflichten unter.


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Methaphysisches

Ein Mensch erträumt, was er wohl täte,

wenn wieder er die Welt beträte.

dürft er zum zweiten Male leben,

wie wollt er nach dem Guten streben

Und streng vermeiden alles Schlimme!

Da ruft ihm zu die innre Stimme:

"Hör auf mit solchem Blödsinn, ja?!

Du bist zum zwölften Mal schon da!"


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Wandlung

Ein Mensch führt, jung sich auf wie toll:

er sieht die Welt, wie sein soll.

Doch lernt auch er nach kurzer Frist,

die Welt zu sehen, wie sie ist.

Als Greis er noch den Traum sich gönnt,

die Welt zu sehen, wie sie sein könnt.


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Nachdenkliche Geschichte

Ein Mensch hält Krieg und Not und Graus,

kurzum ein Hundeleben aus,

und all das, sagt er, zu verhindern,

dass Gleiches drohe seinen Kindern.

Besagte Kinder werden später

erwachsne Menschen, selber Väter

und halten Krieg und Not und Graus....

Wer denken kann, der lernt daraus.


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Ein Mensch hat eines Tags bedacht

was er im Leben falsch gemacht

und fleht genarrt von Selbstvorwürfen

Gut machen wieder es zu dürfen

die Fee die zur Verfügung steht

wenn sich's wie hier ums Ändern dreht

erlaubt ihm drum auch augenblicks

die Richtigstellung des Geschicks,

Der Mensch besorgt dies außerst gründlich

merzt alles aus was dumm und sündlich

doch spürt er daß der saubren Seele

ihr innerlichstes Wesen fehle und scheusslich

gehts ihm auf die Nerven

er hat sich nichts mehr vorzuwerfen

und niemals wird er wieder jung

im Schatten der Erinnerung.

Dummheiten fühlt er, gibts auf Erden

nur zu dem Zweck gemacht zu werden.


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Leben - Lieben -
Gemeinsam - Einsam -
Stille - Sterben - . . .
Hallo Wekaes -

das erste hat mich an ein Gedicht von Wilhelm Busch erinnert -
der sieht da einen anderen Aspekt

Wonach du sehnlich ausgeschaut,
es wurde dir beschieden.
Nun bist du froh und jubelst laut:
"Jetzt hab' ich endlich Frieden!"
Ach Freundchen, werde nicht so wild,
bezähme deine Zunge -
ein jeder Wunsch, wenn er erfüllt,
kriegt augenblicklich Junge...
Hallo Wu -

herzlichen Dank für den von Dir dazu eingestellten Aspekt
von Wilhelm Busch - er hat ja irgendwie wirklich recht ...

Doch dazu auch gern noch dies von ihm :


Gründer

Geschäftig sind die Menschenkinder,
Die große Zunft von kleinen Meistern,
Als Mitbegründer, Miterfinder
Sich diese Welt zurecht zu kleistern.

Nur leider kann man sich nicht einen,
Wie man das Ding am besten mache.
Das Bauen mit belebten Steinen
Ist eine höchst verzwickte Sache.

Welch ein Gedränge und Getriebe
Von Lieb und Haß bei Nacht und Tage,
Und unaufhörlich setzt es Hiebe,
Und unaufhörlich tönt die Klage.

Gottlob! es gibt auch stille Leute,
Die meiden dies Gewühl und hassen's
Und bauen auf der andern Seite
Sich eine Welt des Unterlassens.


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Leben - Lieben -
Gemeinsam - Einsam -
Stille - Sterben - . . .
Statt an die Welt zu stoßen, an der das Ich zerschellt, dringt man in das

Selbst ein, das sich mit dem Weltgeschehen verbunden fühlt."


http://missionmensch.blogspot.com/2010_04_01_archive.html
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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
Wie wahr das ist.