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Ich wollte erst zitieren aber ich glaube es ist besser ohne:
Ich denke, wir reden nicht ganz vom Gleichen:
Die Kultivierung der Einsprachigkeit erlaubt nur bei intensiver Schulung das Gesamtverständnis dieser eigenen Sprache.
So verstehen schon die Geschlechter einander im selben Sprachraum nur bedingt.
Wenn jemand eine andere Sprache dazu lernt, versteht er fast auf natürliche Weise auch die eigene Sprache besser, denn er wird zum Beispiel genötigt, inwiefern welches Synonym der Übersetzung welchem Synonym der eigenen Sprache entspricht.
Daraus kann eine Klarheit des mengentheoretischen Weltbildes entstehen. So beispielsweise ist ein Schrank in Englisch ein Shaft
während eine ....schaft in Deutsch zu englisch eher ein ...ship also ein Schiff ist.
Das sagt mir: Zu Deutsch ist die Feind- Freund- Partner- Gemein- -schaft eben etwas das man abschließen kann und beiseite stellen, zu englisch ist das aber ein Schiff! Da muss man erst anlegen und aussteigen, so man denn Land findet und das ist ein grundlegend anderes Verständnis der ....schaften.
Verstehst Du?
So kommt man auch eher dazu, sich zu überlegen, was eigentlich eine Beziehung für einen darstellt, eine Elternschaft, Bruderschaft (sei sie natürlich oder vereinbart {z.B. die weiße Bruderschaft})
Wenn ich keine andere Sprache lerne und nur Deutsch brabbel, kann ich ein Leben Lang Wörter wie Schlüssel für bestimmte Verhalten beim Gegenüber benützen und habe nicht mal eine Ahnung, warum sie funktionieren.
Das geht auch weit in die Psychologie hinein, unabhängig davon, welche Sprache ich dazu benutze oder lernen will.
Manchmal staunt man, wofür andere Sprache Wörter haben das wir umschreiben müssen und wo es umgekehrt ist.
Das zeigt ja auch, worüber man im entsprechenden Sprachraum differenzierter spricht.
UND DENKT eben auch, denn Sprache ist wiedergegebenes Denken, oder sehe ich das falsch?
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