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Die Täuschung hana, lag darin, dass Du meintest, Du könnest ihm helfen?
Er sah keinen Sinn mehr im Leben, nicht wegen Dir nehme ich an.
Die Enttäuschung lag darin, zu erkennen dass Du nicht helfen konntest und das ist eine Erkenntnis, welche beleidigt, denn sie zeigt, dass wir Mitmenschen allesamt impotent waren beim Versuch, einem Menschen der sich das Leben nahm die Freude am Leben wieder zu eröffnen.
Oder ihm eine Aufgabe zu geben dass er ein Pflichtgefühl entwickelt und deswegen bleibt.
Oder ihm das Gefühl zu geben dass er geliebt wird. Aber das ist viel zu spät, vermutlich.
Es gibt hier einen anderen Thread über das Thema Suizid, aber es ist dennoch verwandt, denn die Tatsache, dass jemand stirbt ist für alle, die um ihn gelebt haben eine Erniedrigung, weil keiner in der Lage war dieses Leben zu verlängern.
Und die Menschen die sich Vorwürfe machen deswegen sind in der Überzahl, die wenigsten können es einfach ad acta legen, auch wenn der Tod auf natürliche Weise kommt.
Aber, hana, das ist nun zwei Jahre her, ich finde es gut, dass Du darüber austauschst und wenn Dich diese eingebildete Schuld belastet, solltest Du mit jemandem reden, der gelernt hat mit solchen Krisen umzugehen und Dich zu begleiten bei der Bewältigung.
Kann sein dass das nicht gratis wird, aber ich denke es ist eine Investition die dringender ist als das Zahlen der Steuerrechnung.
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