Foren-Übersicht
Impressum | Login | Registrieren | Forum | Suche

Geschichte der Bibelübersetzung












Ich glaube nicht das Arabisch die ursprüngliche Übersetzung von der Bibel war. Soviel wie ich weis war es Latein. Von Latein in Deutsch übersetzt.

Geschichte der Bibelübersetzung

Die Bibel ist das meistübersetzte Buch der Geschichte. Sie hat großen Einfluss auf die Moralvorstellungen der Kulturen des Abendlandes genommen, und über diese auf die Moralvorstellungen der ganzen Welt. Als Heilige Schrift der Juden und Christen genießt sie auch heute noch eine weltweite Wertschätzung, wodurch immer neue Übersetzungen notwendig werden. Dieser Artikel beschäftigt sich mit der mehr als zweitausendjährigen Geschichte der Bibelübersetzung.

Übersetzungen in vorchristlicher Zeit
Seit dem 7. Jahrhundert v. Chr. entstanden die Targumim (hebräisch: Übersetzungen), die ersten Übersetzungen ins Aramäische, das nach dem babylonischen Exil zur Alltagssprache der Juden geworden war. Die Targumim waren Teilübersetzungen, die nicht als vollwertiger Ersatz des hebräischen Textes galten, sondern nur bei dessen Studium helfen sollten.
Die Übersetzung der hebräischen Schriften ins Altgriechische fand ab dem 4. Jahrhundert v. Chr. durch jüdische Gelehrte statt. Diese Übersetzung wurde im Westen später unter dem lateinischen Namen Septuaginta bekannt. Sie war für griechisch sprechende Juden des hellenistischen Ägyptens bestimmt. Die christlichen Apostel bedienten sich später dieser Bibelübersetzung bei ihrer Missionsarbeit in den griechisch sprechenden Gebieten. Im Neuen Testament finden sich einige Zitate daraus. Die Griechisch-Orthodoxe und die Zyprisch-Orthodoxe Kirche verwenden diese Bibelübersetzung bis heute, ergänzt um das griechische Neue Testament.

19. Jahrhundert
Bereits im 19. Jahrhundert wurde ein erneuter Ruf nach leser- und verständnisorientierter Bibelsprache laut. 1819 erschien die Bibelübersetzung von Johann Friedrich von Meyer („Bibel-Meyer“), der sich um eine sprachliche Modernisierung bemühte, ohne den Charakter der Lutherbibel aufzugeben. Im Zuge der Erweckungsbewegung nahm die Erstellung der Elberfelder Bibel (1855 NT bzw. 1871 AT) Gestalt an, bei der die Wörtlichkeit der Übersetzung Vorrang vor sprachlicher Schönheit hatte.


20. Jahrhundert
Zahlreiche Übersetzungsprojekte mehr oder minder seriöser Natur wurden im 20. Jahrhundert realisiert.

Die Miniaturbibel (1905) von Franz Eugen Schlachter, an Luther-Bibel, aber auch die alte Zürcher Bibel angelehnt, ist die Urfassung der Schlachter-Bibel.

1914 übersetzt Konstantin Rösch (katholisch) das NT neu.

Das Konkordante Neue Testament (KNT) legte 1939 Adolph Ernst Knoch vor.

Die katholische Einheitsübersetzung ist die 1962-1980 erstellte einheitliche Übersetzung für den römisch-katholischen Gottesdienst. Sie wurde von katholischen Theologen unter zeitweiliger evangelischer Beteiligung erarbeitet.

Die Jörg-Zink-Bibel, eine Übertragung in modernes Deutsch, legte der Übersetzer 1966 (NT) vor, die vollständige Bibel kam 1998 heraus.

Die Gute-Nachricht-Bibel (1968; rev. 1997) ist ein sich selbst als kommunikative Übersetzung verstehendes Projekt an der Sprache des Journalismus orientierter Übersetzer.

Das Münchener Neue Testament (ab ca. 1970) sucht die Vermeidung „gängiger“ Übersetzungen, wobei es Kompromisse eingeht, um „die Anstößigkeit des Textes nicht zu überziehen“. Es hält an der Priorität des Textes fest und verfolgt den Grundsatz: „So griechisch wie möglich, so deutsch wie nötig“.

Die Geschriebene (DaBhaR-Übersetzung) ist eine konkordante Bibelübersetzung von Fritz Henning Baader 1975-1990.

Auch Hoffnung für Alle versteht sich als kommunikative Bibelübersetzung, die mehr Wert auf inhaltliche Verständlichkeit als auf Worttreue legt. (NT 1982, AT 1996)

Ds Nöie Teschtamänt Bärndütsch (Ü.: Hans und Ruth Bietenhard, 1984) gibt den Text in berndeutschem Dialekt wieder.

Seit 1988 erscheint die Neue Genfer Übersetzung (NGÜ), die eine natürliche und zeitgemäße Sprache nutzt und auf dem Prinzip der funktional-äquivalenten Übersetzung fußt.

1989 erregte das Das Neue Testament. Übersetzt von Fridolin Stier Aufsehen durch seine ungewöhnliche drastische, geradezu an der Sprachgewalt der Buberschen AT-Übersetzung orientierten Sprache.

Neben zahlreichen elektronischen Bibelprogrammen bietet seit 1999 MyBible (für Windows) einen kostenlosen Überblick über verschiedene Bibelübersetzungen. Die Volksbibel 2000 ist ein freeware Bibelprogramm für Microsoft Windows, Mac OS und Linux.

Zu den umstrittenen Bibelprojekten zählen das Wienerische Da Jesus und seine Hawara (1971), von Wolfgang Teuschl, Der große Boss, die Volxbibel (2005) und die Bibel in gerechter Sprache (2006) .

Seit 2005 arbeitet die Deutsche Bibelgesellschaft an der so genannten BasisBibel. Diese Bibelübersetzung zeichnet sich dadurch aus, dass sie besonders urtextnah, leicht verständlich (kein Satz länger als sechzehn Worte) und interaktiv aufbereitet ist. Die eigentliche Ausgabe ist die elektronische, bei der zusätzliche Informationen direkt mit dem Bibeltext verlinkt sind. Geplant ist, das Neue Testament bis 2010 fertig übersetzt zu haben. Weitere Informationen unter basisb.de.
Forum -> Spiegel- und Reflexionsforum IV


Ähnliche Themen
Arabische Bibelübersetzung
Die biblische Geschichte des Fußball
Welche Bibelübersetzung nutz ihr?
Suche Geschichte
Die Geschichte der Kabbala
Geschichte von meiner Cousine
Traurige Geschichte mit Cousine
Geschichte der Päpste
Geschichte des Lebens auf der Erde
Die Araber und ihre Geschichte