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Enttäuschung













bei wem findest Du den Fehler zuerst: ?
Bei Dir selbst
50%
 50%  [ 7 ]
beim anderen
14%
 14%  [ 2 ]
bei Gott
14%
 14%  [ 2 ]
es gibt keine Fehler
21%
 21%  [ 3 ]
Stimmen insgesamt : 14

Also es gibt schon auch geschickte Betrüger Martin, das kannst Du nicht leugnen.
@VanTast
Zitat:
Also es gibt schon auch geschickte Betrüger Martin, das kannst Du nicht leugnen.

Danke, mit denen habe ich schon zu genüge Erfahrung gemacht.
Dennoch bleibe ich dabei: Jeder Enttäuschung ging eine Täuschung voraus.
Sicherlich haben wir das Bedürfnis, unseren Mitmenschen zu vertrauen.
Ich denke aber, dass wir mehr und mehr lernen, auch den Betrug, der uns Widerfuhr im Resultat gutzuheißen. (Soll nicht heißen, dass ich das bereits kann!)
Wir werden lernen, auch dies als einen Weg zur höchsten Glückseligkeit zu erkennen.
Wir werden aufgeben, an der falschen Stelle nach Sicherheiten zu suchen.
Wir werden das gewinnen, um das uns niemand mehr betrügen kann: die Bedingungslose Liebe
Ich bin da geneigt, anzunehmen, dass, wen ich das erreichen will, was Du hier sagst, ich einfach alles verschenken muss und von gar nichts leben als vielleicht der täglichen Krume Brot, die mir irgendwelche materiellen Leute geben welche noch nicht "so weit" sind.
Man merkt schon, dass darin vermutlich auch eine Täuschung liegt.
Dazu kommen mir Franz von Assisi und Niklaus von Flüeh in den Sinn, beide haben alles aufgegeben, aber auch die Menschen denen sie nahe standen vor den Kopf gestossen.

Da hab ichs gut: Mir steht fast niemand nahe....
Nein VanTast, hierzu brauchen wir auch kein Asket zu werden, es reicht nur eine veränderte Sichtweise, die sich dann verselbständigen wird.
Also ich schließe mich Hana und Lisken an:
Enttäuschung entsteht meist deswegen, weil Erwartungen an einen gestellt werden, oft auch welche, von denen man gar nichts weiß!

Das Beispiel mit dem Geburtstag war super, genauso könnte man es ausweiten auf Valtenisntag, Muttertag etc...
Aber geht es nicht auch um Erwartungen, von denen wir keine Ahnung haben?
Nur mal ein Beispiel von meiner Seite: ich habe meinen Eltern vor mittlerweile 2 Monaten, wenn nicht länger, gesagt, dass ich vor habe, aus der Kirche auszutreten und Bahai zu werden. Sie konnten das zuerst überhaupt nicht fassen, haben mich angeschrien und was weiß ich was an den Kopf geworfen, bis ich sie beruhigen konnte, dass ich diesen Schritt nicht gleich morgen machen werde.. Aber dennoch, im Nachhinein denke ich, waren sie enttäuscht, weil sie- als gebildete, nicht gläubige, naturwissenschaftliche Menschen- nie angenommen hätten, dass eines ihrer Kinder so blöd ist und einen Gott braucht! Und wenn es schon einen Gott braucht, warum kann es dann nicht bei der eigenen Religion bleiben, ist eh alles das gleiche!... was ich sagen will ist, dass ich von dieser versteckten Erwartung, genauso "weltoffen" und "normal" und " modern" zu sein, wie sie nichts wusste und sie dennoch Entäuscht habe, indem ich total anders bin als sie und der Rest der Familie.

Und solche Erwartungen kann man ja nicht sehen, nicht kennen und dennoch sucht man die Schuld bei sich, fragt sich, warum man denn anders ist und nicht so sein kann, wie der Rest?
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