bevor du sterben willst, lebe! klaus lange


Bevor du sterben willst, lebe!
oder "Herz, was sagst du mir?"
In diesem Zusammenhang (Familienaufstellung) fällt mir das Buch "Bevor du sterben willst, lebe!" von Klaus Lange ein. Es ist eine Therapieform, in dem man mit inneren Zuständen spricht und dadurch ebenfalls eine seelische Heilung erreicht. Es war eines der Bücher aus dem Jahre 1991 (nach dem Austritt aus der Scientologykirche und den Streitigkeiten mit dem Vater), das mir "zufällig" in die Hände fiel. Ich hatte ein merkwürdiges Gefühl als ich das Buch an der Kasse bezahlte, da in mir der Gedanke war "Was wird die Kassiererin von mir denken, wenn ich mir ein Buch über das Sterben kaufe!" - merkwürdiger Gedanke! ... und was soll ich sagen, der Weg in den geistigen Tod ist eines der belebensten Momente!
Ein Beispiel aus dem Buch.
Zur Hoffnungslosigkeit und zum inneren Tod kommen

Eine Frau (F) kommt zu mir und schildert die großen Probleme mit ihrem Mann. Sie empfindet ihn als kühl und häufig abwei­send. Immer wieder gibt es Streitigkeiten und Auseinanderset­zungen. Sie hat alles versucht, ihn zu erreichen. Jetzt ist sie ent­täuscht und verzweifelt und meint, daß sie die Beziehung nicht verbessern kann. Sie liebt ihren Mann immer noch, ist aber ziem­lich hoffnungslos, was die Ehe angeht. Ich (I) begleite sie durch eine innere Erfahrung, in der sie sich spürt und laut mit sich und mit mir spricht. Dies ist ein Ausschnitt:
I: Wie fühlen Sie sich jetzt?
F: Ich bin ganz unruhig.
I: Können Sie Ihre Unruhe laut und direkt ansprechen und vielleicht sagen: Unruhe, ich spüre dich?
F: Unruhe, ich spüre dich. Ich mag dich nicht.
I: Wo ist sie denn besonders deutlich?
F: Mein Bauch ist richtig nervös, und ich spüre auch Unruhe im Brust­raum. Ich habe einen Knoten im Hals.
I: Können Sie auch dem Knoten sagen, daß Sie ihn spüren?
F: Knoten, ich spüre dich. Du machst mir angst.
I: Was könnte mit dem Knoten geschehen?
F: Er könnte größer werden und mich vielleicht ersticken. (Sie windet sich und verzieht ihr Gesicht.) O Gott, ich werde jetzt ganz traurig. Es ist furchtbar.
I: Lassen Sie Ihre Trauer doch zu, so weit es Ihnen möglich ist. Ihre Si­tuation ist ja traurig. Und wenn Sie wollen, sagen Sie Ihrer Trauer, daß Sie sie zulassen.
F: (Sie schluckt mehrfach und sagt erstickt:) Trauer ... (Dann weint sie heftig und laut.).
I: (Nach einer Weile:) Können Sie Ihre Trauer so ertragen, dann sagen Sie es ihr.
F: (Sie schluchzt.) Trauer, du fühlst dich gar nicht so schlecht an.
Ich konnte überhaupt nicht mehr weinen. Und jetzt schäme ich mich vor Ihnen.
I: Ich kann Ihre Trauer gut ertragen, da ich meine eigene kenne und mag. Ich freue mich immer über Gefühle, auch wenn es Ihnen nicht so gut damit geht. Wie fühlt sich der Kloß im Hals an?
F: (Erstaunt:) Der ist fast weg.
I: Was empfinden Sie denn jetzt, wenn Sie an Ihre schwierige Ehe den­ken?
F: Da werde ich gleich wieder traurig. Ich bin ganz hilflos. Was habe ich schon alles versucht. (Sie weint wieder.)
I: Dann sagen Sie doch auch Ihrer Hilflosigkeit, daß Sie sie spüren.
F: Hilflosigkeit, ich mag dich nicht. Ich kann nichts mehr tun.
I: Wie fühlen Sie sich, wenn Sie merken, daß Sie alles versucht haben und nichts mehr tun können?
F: Ich bin verzweifelt und hoffnungslos. Ich weiß überhaupt nicht, wie es weitergehen soll. Es ist alles so furchtbar.
I: Wenn Sie wollen, sprechen Sie doch auch Ihre Hoffnungslosigkeit an.
F: Hoffnungslosigkeit, ich kann nicht mehr, und manchmal will ich auch gar nicht mehr.
I: Haben Sie schon daran gedacht zu sterben?
F: (Sie weint laut.) Ja, ich habe schon oft daran gedacht. Ich schäme mich jetzt, denn eigentlich müßte ich doch leben können. Ich bin nicht krank, und wir haben auch alles. Aber ich bin so verzweifelt.
I: Wollen Sie auch den Tod ansprechen und ihm sagen, daß Sie oft Sehnsucht nach ihm haben?
F: (Erschreckt:) Das macht mir aber richtig angst. Ich will doch nicht sterben. Vor allem jetzt noch nicht.
I: Ihr Körper liegt hier ganz sicher. Dem wird nichts geschehen. Der Tod, nach dem Sie Sehnsucht haben, ist etwas Inneres. Ich würde Sie nicht ermutigen, wenn es gefährlich wäre. Sie könnten Ihrer Sehnsucht nach diesem Tod ohne weiteres folgen.
F: Gut, ich probiere es. (Zögernd:) Tod, ich habe in letzter Zeit oft an dich gedacht. Und manchmal hatte ich ganz große Sehnsucht nach dir. (Sie weint.)
I: Wie stellen Sie sich den Tod vor? Wie sieht er aus?
F: Er ist groß und dunkel. Ein bißchen bedrohlich.
I: Sagen Sie ihm doch, wie Sie sich bei seinem Anblick fühlen.
F: Tod, du bist mir fremd, und du machst mir auch angst.
I: Wie verhält er sich, wenn Sie so zu ihm sprechen?
F: Er kommt näher. Er wird deutlicher.
I: Können Sie ihm entgegengehen?
F: Ich gehe jetzt auf ihn zu. Er wirkt ziemlich groß. Jetzt ist er nicht mehr so bedrohlich.
I: Können Sie ihn berühren?
F: Na ja, so ganz vertraue ich ihm nicht. Aber ich probiere es aus. (Zum Tod:) Tod, ich berühre dich jetzt.
I: Wie fühlt er sich an?
F: Ich spüre seinen dunklen Umhang. Der fühlt sich ganz weich und warm an. Ich glaube, der Tod hat einen richtigen Totenschädel. (Erstaunt:) Er wirkt aber ganz freundlich. (Zum Tod:) Tod, ich habe plötzlich keine Angst mehr vor dir. Du
wirkst wie ein Freund.
I: Wie fühlen Sie sich, wenn Sie das merken?
F: Ich bin völlig erleichtert. (Sie spricht begeistert.) Das ist richtig schön. Ich bin ganz ruhig, und der Tod tut mir nichts. Das hätte ich nie erwartet. Wer ist er bloß?
I: Sie können ihn besser kennenlernen. Wenn Sie wollen, können Sie sich ihm jetzt anvertrauen oder gar ausliefern. Sie könnten sagen: Tod, ich vertraue mich dir an.
F: Na, so ganz ruhig bin ich nicht, wenn ich daran denke. Aber ich will auch das versuchen. (Zögernd:) Tod, ich versuche, mich dir anzuvertrauen.
I: Und jetzt lassen Sie geschehen, was geschieht. Wenn es unerträglich wird, können Sie stopp! sagen und es abbrechen.
F: (Sie ist eine Weile ganz ruhig.) Er umhüllt mich mit seinem dunklen, weichen, warmen Mantel. Ich sehe nichts mehr.
Ich fühle mich total geborgen. Dabei hatte ich doch sonst immer so viel Angst vor der Dunkelheit. Der Tod ist ganz still. Es ist wunderbar.
I: Jetzt erfüllt sich Ihre Todessehnsucht. Sie lernen den inneren Tod kennen. Um den geht es. (Nach einer Pause.) Wenn Sie wollen, lassen Sie sich von ihm dahin bringen, wohin er Sie bringen möchte.
F: Jetzt umfaßt er mich. Er ist gar nicht knochig. Er fühlt sich auch weich und warm an. Und das ist der Tod? (Sie bleibt eine Weile ganz still.) Und jetzt trägt er mich. Wir schwe­ben in einer warmen Dunkelheit. Es ist so leicht. Es fühlt sich so weit und frei an. Das hätte ich nie geglaubt. Ich kann es eigentlich immer noch nicht glauben. Es ist so schön. (Sie weint leise.)
I: Sie müssen nichts mehr tun. Sie werden von innen getragen. Die Leichtigkeit, Weite und Freiheit sind Zustände Ihrer Seele. Sie kön­nen sie genießen. Sie sind ganz in sich selbst. Freut sich Ihr Tod, daß Sie sich ihm anvertrauen?
F: Er lacht und ist auch glücklich.
I: Können Sie Ihrer Todessehnsucht danken, daß Sie sie zu diesem Tod gebracht hat?
F: Ja, aus vollem Herzen danke ich dir, Todessehnsucht. Du hast mich an die richtige Stelle gebracht.
I: Wie fühlen Sie sich jetzt?
F: Ich bin immer noch beim Tod. Es ist immer noch weich und warm und weit und leicht.
Es ist wunderbar. So kann es bleiben.
I: Spüren Sie, daß Sie sich sehr unangenehmen Themen und Gefühlen geöffnet haben und daß es Ihnen jetzt gutgeht. Sie müssen sich in Zukunft vor Ihrem eigenen Inneren nicht mehr so schützen. Und Sie müssen nicht erst Ihren physischen Körper verlieren, um mit diesem Tod zu leben. Wenn Sie in Zukunft die Todessehnsucht berührt, können Sie ihr nach innen folgen.
Wenn Sie möchten, bitten Sie Ihren Tod um ein Zeichen, mit dem er Sie auch im Alltag manchmal daran erinnert, daß er in Ihnen
ist.
F: Tod, gib mir ein Zeichen. Mein Oberkörper und mein Herz werden ganz warm. Das fühlt sich gut an.
I: Das werden Sie in Zukunft sicher öfter einmal spüren. Dann können Sie sagen: Innerer Tod, ich spüre dich. Komme mit in mein Leben. Und vielleicht erleben Sie dann mitten im Getümmel des Alltages ei­nen Augenblick der Ruhe und der Weite.
Und wenn Sie möchten, können Sie abends in den Armen Ihres in­neren Todes einschlafen. Das schenkt Ihnen die Ruhe und Freiheit, die Sie auf der Erde le­bensfähiger machen. Sie können dann besser mit sich leben und auch mit anderen Men­schen. Sie sind dann nicht mehr ganz so abhängig von deren Verhal­ten, weil Sie wissen, daß die Geborgenheit und die Freiheit in Ihnen selbst sind.

http://www.klaus-lange-hamburg.de/

Reise zum inneren Tod

seiner Gegenwart und erlebt vielleicht etwas ganz anderes als vorher.
Die erste Reise ist stiller und - am Anfang - auch einfacher. Die zweite Reise enthält mehr Dramatik und vielleicht auch eine größere Bedrohung.
Im folgenden schreibe ich zwei »Reisen nach innen« so auf, wie ich sie sonst in einer Gruppe sprechen würde. Wer möchte, kann diese Texte oder ähnliche auf Kassette sprechen.
Dabei empfehle ich, langsam und getragen zu reden, auch wenn das am Anfang eigenartig klingt. Nach den meisten Sätzen sollte man eine mehr oder weniger lange Pause (angedeutet durch Punkte ...) machen, in der man später innerlich wahrneh­men kann, was in einem geschieht, und in der man mit sich spre­chen und zu sich hinhören kann. Wenn jemand weiß, daß er da­für viel Zeit braucht, sollte er die Pausen dementsprechend län­ger machen.
Vor dem Abhören der Kassette sollte man es sich gemütlich machen, sich also zum Beispiel hinlegen und sich warm zudek-ken.
Wenn man zuhört und mitgeht, erlebt man sich selbst und macht seine eigenen inneren Erfahrungen. Dabei muß man nicht versuchen, Bilder zu sehen, wenn sie nicht deutlich werden. Man kann sich einfach vorstellen oder einbilden, wie es sein könnte. Dabei reichen Gedanken aus, es müssen keine bildhaften Ein­drücke entstehen. Man ist immer bei sich, auch wenn man wild drauflos phantasiert.
Wenn jemand beim Abhören der Kassette etwas ganz anderes erlebt, kommt das auch von innen. Und wer einschläft, ist auch bei sich. Wer anschließend enttäuscht ist, kann seine Enttäu­schung ansprechen, und wer zufrieden und erholt ist, kann seiner Zufriedenheit und Erholung sagen, daß er sie mag.
Es ist überflüssig, während der Erfahrung oder danach die Einzelheiten verstehen zu müssen. Man hat seine Erfahrung ge­macht, und das hat seine Wirkung.
Hört man sich die Reise öfter an, ist man jedesmal wieder in
Erste Reise zum inneren Tod
Spüre dich, wie du jetzt bist. ...
Du mußt nicht versuchen, ruhig zu werden oder dich zu entspan­nen.
Wenn du aufgeregt bist, lasse es zu, und wenn du möchtest, sprich deine Aufregung an.
Du könntest sagen: »Aufregung, ich spüre dich«, aber auch: »Aufregung, du bist mir unangenehm.« ... Du bist in dir.
Spüre aber auch, wenn du dich wohl fühlst, und sprich es innerlich an. ...
Dabei mußt du nicht verstehen, was in dir geschieht. Du mußt auch nichts ändern, was dir nicht angenehm ist. ... Und jetzt breitest du dich mehr in deiner Bewußtheit aus. Spüre, wie du dich jetzt fühlst. ...
Bemerke, ob du gerade denkst oder ob dein Kopf ruhig ist. ... Vertiefe den inneren Kontakt, indem du ansprichst, was du spürst.
Dabei mußt du keineswegs alles annehmen. Du könntest auch sa­gen: »Ich mag dich nicht«, oder: »Ich habe wenig Vertrauen zu dir.« ... Du kannst deine Gedanken ansprechen und ihnen sagen: »Ich spüre euch.« ...
Wie fühlt sich jetzt dein Körper an? ...
Du kannst deinem Körper sagen, wie du dich mit ihm fühlst. ... Du kannst das ansprechen, was in ihm deutlich ist. ... Das kann auch Unangenehmes sein wie eine Spannung oder ein Schmerz. ...
So spürst du dich gleichzeitig in deinen Gefühlen, deinen Gedanken und deinem Körper. ...
Du erlebst dich in einem größeren Bewußtseinszustand. ... Und jetzt begibst du dich in eine weite Landschaft mit einem offe­nen Himmel darüber. Du kannst über die Landschaft bis zum Hori­zont sehen. ...
Der Eindruck dieser weiten Landschaft kann einfach in dir entste­hen. ...
Du kannst sie dir aber auch vorstellen oder dich an eine weite Land­schaft erinnern. ... Wie sieht die Landschaft aus? ... Wie fühlst du dich in ihr? ... Ist sie dir vertraut oder fremd? ...
Du kannst der Landschaft sagen, wie du dich in ihr fühlst. ... Spüre, daß du in dir bist. Das ist keine äußere Landschaft, auch wenn sie vielleicht so aussieht.
Wie sieht der Himmel über der Landschaft aus? Ist er hell oder dun­kel, offen oder verhangen? ... Du kannst auch dem Himmel sagen, wie du dich unter ihm fühlst.
Du siehst über die Landschaft hinweg und spürst dich, wie du jetzt bist. Sprich wieder an, was du in dir wahrnimmst: Gefühle, Gedan­ken und deinen Körper. ...
Nun siehst du oder stellst dir vor, daß am Horizont der Landschaft eine Bewegung zu erkennen ist. Es nähert sich eine Gestalt. Es ist der Tod.
Wie fühlst du dich, wenn du jetzt weißt, daß dir der Tod näher­kommt? ...
Bist du neugierig, oder macht es dir angst? ... Sprich deine Gefühle an, auch wenn sie nicht angenehm sind. ... Der Tod kommt schnell näher. Er wird deutlicher, oder du stellst ihn dir deutlicher vor. ... Wie sieht er aus?
Hell oder dunkel? Klein oder groß? ... Spüre, was in dir geschieht. ...
Und jetzt ist dir der Tod ziemlich nahe. Du kannst Einzelheiten er­kennen oder sie dir vorstellen. ...
Wirkt er freundlich oder distanziert oder bedrohlich? ... Du kannst ihm sagen, wie du dich bei seinem Anblick fühlst. Dabei kannst du ganz ehrlich sein.
Du könntest auch sagen: »Tod, du machst mir angst«, oder: »Tod,
ich habe kein Vertrauen zu dir.« ...
Er bleibt vor dir stehen.
Du kannst ihn betrachten und dich dabei spüren. ...
Wenn du diesen Tod noch nicht kennst, frage ihn, ob er in dir ist.
Wie fühlst du dich, wenn du ahnst oder weißt, daß es nur um dich
geht und nicht um die Begegnung mit einer äußeren Gestalt? ...
Wie verhält sich der Tod? Möchte er dir etwas sagen? ...
Du kannst ihm zuhören, du kannst mit ihm sprechen. ...
Wenn es so ist, kannst du deinem Tod sagen: »Tod, ich hatte schon
Sehnsucht nach dir.« ...
Wie verhält er sich jetzt? ...
Wie fühlst du dich? ...
Wenn du möchtest, gehe zu ihm hin und berühre ihn.
Spüre, wie er sich anfühlt. Ist er warm oder kühl, weich oder hart?
Wie verhält er sich, wenn du ihm so nahe bist oder ihn berührst? ... Und jetzt kannst du ihm sagen: »Tod, ich vertraue mich dir an. Bringe mich dahin, wohin du mich schon immer bringen wolltest.«
Wenn du jetzt Angst hast, bitte sie, mit dir zu kommen. ... Und dann kann dich der Tod berühren oder dich an die Hand neh­men. ...
Denke daran, daß dein physischer Körper ganz sicher ist und daß du dich deinem eigenen Inneren anvertraust. Du läßt geschehen, was geschieht. ...
Sollte es dir ganz unerträglich werden, kannst du stopp! sagen und es abbrechen. ... Was macht der Tod mit dir? ... Wo bringt er dich hin? ...
Du kannst auch zulassen, daß sich das Gefühl für deinen Körper verändert oder vermindert. Vielleicht spürst du ihn überhaupt nicht mehr. ...
Er kann nicht verlorengehen, und er wird auch keinen Schaden nehmen.
Du könntest mit deinem Tod schweben oder fliegen. ... Du könntest dich ganz und gar auflösen. ...
Lasse es geschehen, soweit es dir möglich ist. ... Nimm Gedanken und Gefühle wahr, wenn sie aufkommen. Sie ge­hören dazu. ... Du mußt nichts mehr tun. ...
Du mußt nicht verstehen, was mit dir geschieht. ... Wie sieht der Tod jetzt aus? Wie verhält er sich? Freut er sich, daß du dich ihm anvertraust? ... Es ist möglich, daß du in ganz unbekannte und vielleicht auch zu­nächst bedrohliche Zustände kommst.
Es sind alles Zustände deiner eigenen Seele. Du könntest sie zulas­sen. ...
Laß geschehen, was geschieht. ...
Wenn dir dein Zustand angenehm ist, genieße ihn. Er kommt von innen. Jetzt erfüllt sich deine Sehnsucht nach dem Tode. ... Du hast dich ihm in dir anvertraut. ...
Du mußt nichts mehr tun. ... Spüre, was geschieht. ...
Auch wenn nichts mehr geschieht, bist du immer noch in dir. ... Vielleicht sind da Weite und Unbegrenztheit. Vielleicht ist da Stille. Alles gehört zu dir. Es sind Zustände deiner Seele. ...
(Eine Pause, so lange man sie sich wünscht.) Spüre dich, wie du jetzt bist. ...
Mache dich mit diesen Zuständen vertraut, auch um sie später wie­derzufinden. ...
Sie gehen nicht verloren, wenn du sie nicht mehr spürst. Sie waren immer in dir und werden immer dasein. Der innere Tod kann dir helfen, sie wiederzufinden. Wie fühlt sich der Tod jetzt an? ... Wie sieht er aus? ...
Möchte er dir etwas sagen zu dem, was mit dir geschehen ist? ... Der Tod kann bei dir bleiben, und du kannst dich ganz langsam wie­der mehr deinem Wachbewußtsein zuwenden. ... Spüre, daß du die ganze Zeit auch in deinem physischen Körper warst, der jetzt wieder deutlicher wird. ...
Merke, daß dein Körper dich nicht hindert, ganz in deine Seele ein­zutauchen, in dein inneres »Jenseits«. ...
Spüre, daß er auch keinen Schaden nimmt, wenn du ihn zwischen­durch nicht mehr wahrnimmst. ...
Dein Wachbewußtsein kommt langsam wieder mehr in den Vorder­grund. ...
Du spürst dich auf der Unterlage in diesem Raum. ... Du bemerkst, wie du dich jetzt fühlst. ...
Dein Tod ist immer noch bei dir, wenn du möchtest. Du kannst ihn sehen oder dich von ihm berühren lassen. Und wenn du möchtest, kannst du ihn fragen, ob er dir ein deutliches Zeichen gibt, mit dem er dich - auch im Alltag - daran erinnern kann, daß er da ist und daß du mit ihm leben kannst. ...
Wenn dir der Name (innerer) Tod nicht so angenehm ist, kannst du ihn auch fragen, wie du ihn nennen sollst. ... Und jetzt bist du wieder im Wachbewußtsein. Du kannst ein bißchen tiefer in deinen Körper hineinatmen, du kannst ihn ein bißchen bewegen. ...
Und wenn du willst, öffnest du deine Augen und orientierst dich wieder in der äußeren Welt, in der du auch lebst und viele Erfahrun­gen mit dir machst. ...
Der Tod kann dich immer noch berühren. ... Wenn du dich jetzt an den Zustand erinnerst, in den dich der Tod eben gebracht hat, bist du wieder in ihm. Dazu mußt du die Wach­ebene nicht verlassen. ... Spüre, wie du dich jetzt fühlst. ... Wenn es dir angenehm ist, genieße es und sprich es innerlich an. ...

Reisebericht zum Tod
29.03.2005 Gestern habe ich ein "Reise zum Tod" gemacht. Als sich mir der Tod näherte hatte ich ein unwohliges Gefühl. Ich sagte dem Tod, dass ich ihn nicht mag. Woraufhin er anhielt. Ich stellte mir den Tod als den Sensenmann vor (allerdings ohne Sense): er war im Prinzip nur ein Gewand mit einer Kapuze. Er hatte kein Gesicht. Ich versuchte dennoch in sein Gesicht zu schauen und erblickte nichts als dunkle tiefe Leere. Ich ging in diese Leere hinein und verschloß die Kapuze, so, dass ich vollständig im Mantel (des Todes) mich befand. Es war total dunkel, aber unendlich weit. Dann ließ ich den Tod mit mir machen, was er wollte. Ich hatte das Gefühl zu schweben in Raum- und Zeitlosigkeit. Dann fühlte ich aus der Gegend meines phys. Herzens ein Pochen, eine flackerndes Vibrieren... wie bei einer Kerzenflamme, die flackert...nur das ich es spüren konnte. Es war ein sehr angenehmes Gefühl.
Eine interessante - und gut nachvollziehbare - Zugangsweise...

Wer aber den Tod ausschließlich negativ besetzt hat, wird dafür
wohl einen Therapeuten/Lehrer/Führer/Meister o.ä. brauchen...
Oh je -
habe ich zuerst gedacht beim Aufruf dieses Artikels, wie entsetzlich lang.

Aber nun habe ich ihn doch schon zweimal gelesen und muss wirklich sagen, er spricht mich an und bewegt mich auch sehr tief.

Warum? Nun, ich war selbst schon zweimal dem Tode nah, allerdings aus freien Stücken weil ich es so wollte - das war aber noch zu Zeiten, als die Angst vor dem Tod vorherrschte und dadurch konnte ich wohl zurückgeholt werden.

Nun aber, nach dem Studium dieses Artikels, muss ich für mich sagen: So hast Du Dir das auch vorgestellt - so einfach, so klar - und so wahr! DAS nimmt tatsächlich die totale Angst und ich gebe zu, ich bin nah am Wasser gebaut, lasse es aber nie über den Kloß im Hals hinwegkommen - bei diesem Artikel konnte ich aber nicht anders als es wirklich laufen zu lassen.

Ja, auch ich halte so vieles einfach nicht mehr aus, bin aber auch nicht der Mensch, der auf andere zugeht um zu reden. Ich vergrabe mich mit meinen Gefühlen, Ängsten und allem Negativen - so daß es zeitweise wirklich zur Todessehnsucht kommt, zu diesem immerwährenden stillen Frieden ... Und das ohne Bauchgrummeln weil es etwa unangenehm wäre, nein es ist schon eine gewisse Sympathie mit dem Tod feststellbar, zumindest für mich, weil ich glaube, keine Angst mehr vor ihm zu haben, da ich mich mit der Thematik wohl genügend auseinandergesetzt habe.

Und doch zeigt dieser Artikel mir, wie schön es sein kann, sich noch intensiver damit auseinanderzusetzen ...

VIELEN DANK DAFÜR !!! (und bitte mehr davon, wenn möglich)
_________________
Leben - Lieben -
Gemeinsam - Einsam -
Stille - Sterben - . . .
hi!

ich freue mich dir durch meine worte und beispiele beim durch-bruch ein wenig zu dir selbst geholfen zu haben.

ich weiß, dass der weg zu mir selbst durch meine gefühle und gedanken führt. äußere bücher und menschen können mich innerlich berühren, aber die aufmerksamkeit und die spirituelle arbeit muss nach innen erfolgen. zu mir selbst.

auf deinem weg zu dir selbst findest du all die abenteuer, schätze, erkenntnisse, aha-effekte, gefühle und zustände.

ich habe auf meiner homepage einge der techniken beschrieben, die mir geholfen haben mich mir selbst näher zu kommen.... der intuitiven kraft, der leere, dem nichts, dem tot oder dem gott... es gibt viele bezeichnungen dafür... und immer der eine geist, der sich selbst im raum-zeit manifestiert... selbst in den wörtern stecken so viele weisheiten:

g-ei-st

g steht für gott
gott legt ein "ei" und erfährt die geburt "raum-zeitlich" (space/time)

gott : g o t t ... t o t
t : steht für ein spiegelwelt (eine t-raum) bestehend aus dualitäten... selbst das "t" symbolisiert als bild die dual welterscheinung.

go-tt: engl. go = gehen ... heisst soviel wie gehe durch die t-räume

es gibt kein "tot", wie wir es gemeinhin glauben, dass dann alles vorbei ist und nichts mehr exisitert.... wir menschen, so glaube ich ,sind ständig im wachsen... wir kommen in neue (9) welten hinein...

kannst du dich an den zustand des embrio-seins erinnern? dazu habe ich auf meiner hp eine schöne geschichte

unter "genossenes" die geschichte vom "Gespräch im Mutterbauch"


alles liebe
éthan




Juwel

Nichts ist trennbar von dem Anderen.
Alles steht in einem Verhältnis zueinander, meist in unsichtbaren Verbindungen.
Will ich erkennen, so darf ich es nicht heraustrennen. Das wäre so, als ob dem
Juwel ein Schliff dann fehlt und schon wäre er unvollkommen.


Nichts scheint heller als Dein SEIN,
ein Juwel einzigartig,
in seiner Form,
in seinem Wesen,
in seinem Schliff, der ihn prägte,
denn auch ein Juwel unterliegt
der Veränderung seiner Umwelt,
wird geformt...
doch einzig in seiner Klarheit,
erhebst Du Dich von allen Zwängen,
erkennst Dich SELBST
in Deinem Spiegelbild,
insofern Du Dich tatsächlich
selbst darin betrachtest,
dann ist dies der Augenblick des Erkennens,
des Glücks, was Dich durchströmen wird,
wie ein Fluss das Tal,
der seinen Weg kennt und das Ziel,
dann wirst Du fließend dahinwandern,
nicht mehr nötig zu kämpfen,
denn Du wirst Deinen eigenen Strom gefunden haben,
der Dich trägt über all die Dinge,
die Dich zweifeln ließen,
Du wirst in allen Farben leuchten,
durch Dein eigenes Licht,
erzeugt von innerer Zufriedenheit und
nichts wird mehr so sein wie es war
...nein NICHTS...
alles wird schöner - erkennbar für Dich-
keine Verklärtheit mehr,
Du wirst die innere Wärme spüren,
die Deinen Stromfluss durch das Sonnenlicht erwärmt,
Dich umgibt wie einen schützenden Mantel
gegenüber der kalten Aussenwelt und
dies ist der Zeitpunkt an dem Du Dir bewusst werden wirst,
was ich Dir sagen möchte mit diesem Satz,
der kein Ende zu nehmen scheint...
dann wirst Du ein Juwel sein,
der heller scheint, als all die ungeformten Steine
zwischen denen Du liegst und es bedarf dann nur einen einzigen Blick,
um zu erkennen, welche SCHÖNHEIT Dich umgibt...
und so wanderst du fliessend dahin,
weiter durch das Tal,
trägst den Regen, den Sturm, aber auch den Sonnenschein in DIR
und am Ende angekommen,
erkennst Du,
dass all der weite Weg,
der nun hinter Dir liegt,
nur das nötige lernen war,
für DEINEN neuen Anfang,
für die GEBURT DEINER SELBST!