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Ein Team von 45 Übersetzerinnen und Übersetzern arbeitet zurzeit an einer deutschen Bibel in "gerechter Sprache". Diese solle keine Frauen diskriminierenden Formulierungen mehr enthalten, sagt die Frankfurter Pfarrerin Hanne Köhler. Die ersten in diesem Jahr erstellten Stücke werden derzeit in der Praxis erprobt. An dem Projekt arbeiten die Theologieprofessoren Luise Schottroff, Frank Crüsemann und Jürgen Ebach mit.
Bislang sei "Gott" in Bibelübersetzungen fast immer männlich angeredet worden als Vater, Herr oder Schöpfer, kritisiert Köhler. Sie ist die von der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau beauftragte Projektleiterin. Dagegen gebe es in der Bibel auch weibliche Gottesbilder wie Mutter, Weisheit oder Geisteskraft.
Mit der neuen Übersetzung solle die Vielfalt der Bilder aufgedeckt werden. Statt "Vater unser im Himmel" könne es nach dem Vorbild der Übersetzung des Evangelischen Kirchentags von 1999 heißen: "Gott, für uns wie Vater und Mutter im Himmel". Frauen sollen nach Köhlers Angaben in Bibeltexten nicht mehr verschwiegen werden. Die Gefolgschaft Jesu werde mit "Jüngerinnen und Jünger Jesu" übersetzt.
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