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Wirtszellen












Salam Martin,

Zitat:
Dein Denkfehler liegt darin, dass ein Stück des Erbgutes, dass Viren gelegentlich von den Wirtszellen mitkopieren in Viren keinen entsprechenden Rezeptoren antrifft, als dass es dort ähnliches wie im Wirt bewirken könnte. Viren beschleunigten die Evolution.


Du spielst hier scheinbar darauf an, dass Teile des Genoms, mit dem das Virus nix anfangen kann, durch Zufall mitkopiert werden, welche natürlich beim Virus selbst keine Konsequenz haben, aber bei einem anderen Wirt zur Ausbildung von Merkmalen führen könnten, wenn ich es richtig verstehe? Bei Bakterien halte ich das für möglich, aber bei komplexeren Eukaryonten muss das sehr unwahrscheinlich sein. Es müsste das gesamte kodierende Gen und auch noch Spleissstellen, Verzweigungspunkte und Promotoren vorhanden sein. So ein komplexes Merkmal wie Flügel könnte so nicht weitergegeben werden, da wir auch noch das Problem haben, dass die Gene für das gesamte Merkmal auf verschiedenen Chromosomen lokalisiert sind. Es sind also eher kleinere Dinge, wie zum Beispiel Initiationsfaktoren für den Zellzyklus, einige Proteine oder Rezeptoren, die so verändert werden können. Die Wahrscheinlichkeit, dass alle Gene für ein komplexeres Merkmal weitergegeben werden können ist quasi 0, wenn wir noch bedenken, dass diese Merkmale ja nur durch einen ,Irrtum" vom Virus abgeschrieben werden. Ich kenne auch nur Beispiele, wo das Einführen von Virusgenom negative Konsequenzen hat. Kannst du ein Beispiel nennen, was in der Realität beobachtet wurde?
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