|
|
|
Lieber Isa,
danke für deinen Beitrag.
Ich hatte meinen Beitrag als Ergänzung zu dem gesehen, was ich vorher geschrieben hatte. Und dort habe ich klar die Liebe als Grundlage unseres Handelns herausgestellt. Als einzigen Maßstab im Leben. Als wahren Maßstab. Dann müssen wir auch nicht mehr richten; es ist, wie du sagst.
Nur eine kleine Anmerkung möchte ich hinzufügen, sozusagen einen winzigen, deshalb aber nicht unbedeutenden Hinweis.
"Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun"
Hallo Positiv,
ich gehe davon aus, daß der Glaube des Menschen auch seine Überzeugung sein muß. Sonst würde alles doch bei der geringsten Beanspruchung wie ein Kartenhaus zusammenfallen.
Wenn ich also von meinem Glauben überzeugt bin, dann ist das doch nicht der Beweis, daß dies kein Glaube ist.
Mein Glaube an Gott ist in dieser Beschreibung schon enthalten. Und hat nichts mit menschlicher Logik und Moral und Vernuft zu tun. Sondern widerspricht dem sogar ausdrücklich:
"Denn wenn das Herz uns auch verurteilt - Gott ist größer als unser Herz und er weiß alles".
Verstehst du den Widerspruch, der sich nur mit Glauben überwinden läßt.
Und diese Überwindung stellt sich selbst in Frage.
Das ist doch irr.
Und doch so wunderbar, daß ich weine könnte.
Da sagt jemand, daß wenn ich selbst mich verurteilen muß, für das was ich getan habe oder tue, daß Gott mir seine Hand öffnet.
Wenn ich mich selbst verurteilen muß, dann heißt das doch, daß ich im Herzen selbst überzeugt sein muß, unwiderbringlich von Gott abgefallen zu sein, ohne jegliche Hoffnung auf Erlösung und Heil in Gott.
Unwiderbringlich.
Denn wäre es nicht unwiderbringlich, dann müßte mein Herz mich nicht verurteilen. Aber genau das ist hier geschrieben.
Es ist eine Dimension, die so gewaltig ist, wenn man sich darauf einläßt, so unfassbar und doch wunderbar.
Und dennoch kein Freibrief.
Vielleicht am besten zu verstehen in Kombination mit 2Tim 2,12f
... wenn wir ihn verleugnen, wird auch er uns verleugnen.
Wenn wir untreu sind, bleibt er doch treu,
denn er kann sich nicht selbst verleugnen.
Und selbst dieser Vers stellt wieder nur eine Teil dar.
|
|
|
|
Hallo lieber Galater
| Zitat: |
| ich gehe davon aus, daß der Glaube des Menschen auch seine Überzeugung sein muß. Sonst würde alles doch bei der geringsten Beanspruchung wie ein Kartenhaus zusammenfallen. |
Ist das nicht längst zur unschönen Relaität geworden?
Für den Rest Deines Postings muß ich mir mehr Zeit nehmen...
Gruß
|
|
|
|
Hallo Galater!
Mhmmm……. Ich muss Lachen wenn ich Deinen Beitrag an Positiv und mich lese. Ich muss lachen, weil mein Herz mit Glück gefüllt wird, welches mich mit einer Zufriedenheit ausfüllt, die göttlich ist. Ich kann nur sagen,.... JA!
Du sprichst mir aus der Seele und obwohl Du Christ bist und ich Muslim habe ich das Gefühl, das Du ein Teil von mir bist und ich ein Teil von Dir. Das ist für mich der Gottesbeweis über das scheinbar Weltliche religiöse hinaus.
Positiv wird dies wohl kaum verstehen. Leider! Oder es als Spinnerei abtun.
Ich werde die Diskussion weiter mit Interesse verfolgen.
LG Isa
|
|
|
|
@ISa
| Zitat: |
Positiv wird dies wohl kaum verstehen. Leider! Oder es als Spinnerei abtun.
|
Welch blühende Phantasie. Vorurteile baust Du aber keine auf..., oder irre ich?
|
|
|
|
Hallo positiv!
Wie ich schon sagte, ich kann an Dir nur wachsen. Und Reibungen müssen ja nicht immer Negative Auswirkungen haben, hoffe ich zu mindestens. Ich stecke Dich in eine scheinbare Schublade, um mich im eigentlichen Sinne selbst aus meiner eigenen rauszuholen. Und was meine Vorurteile Dir gegenüber betrifft. Sie entsprechen auch nur einer rhetorischen Illusion. Mir ist sehr wohl bewusst, dass hinter Deiner polemischen Art des Schreibens viel mehr steckt. Nur das dahinter Zeigst Du kaum. Denn wenn man sich Offenbart oder auf Deutsch die Hosen runter lässt wird man angreifbar. Ich kann hier im Forum nur ein Teil Deiner Selbst sehen. Und würde ich Dich darauf reduzieren, wäre ich schon eine Arme gestalt. Natürlich kann man sehr viel aus Texten und Zeilen herauslesen aber dies bleibt im Auge des Betrachters höchst Subjektiv. Das ist wohl auch das sehr große Problem der Heiligen Schriften. Da sollte man sich immer selbst die Frage stellen ob das eigene "Ich" eine Konstante für etwas Objektives darstellen kann.
Conditio sine qua non.
In diesem Sinne,
LG Isa
|
|
|