Kein wirkliches Glück und kein Fortschritt ohne Geistigkeit


linde hat folgendes geschrieben:
In den Bahá'í-Schriften steht an einer Stelle

>Glaube ist bewusstes Wissen.......<


Ist mir jetzt nicht auf Anhieb klar. Wie verstehst du denn diesen Satz?

LG Burkl
Sinnlich beginnt der Mensch, dann denkt er, endlich glaubt er. Börne
linde hat folgendes geschrieben:
Sinnlich beginnt der Mensch, dann denkt er, endlich glaubt er. Börne


Ach so. Also Glauben ist sozusagen die höchste Form des Wissens? Würdest du das so teilen in Bezug auf das vorige Bahai-Zitat?

Ich nenne das "Glaubensgewissheit", d.h. für mich die innere Sicherheit, dass es Gott wirklich gibt und dass er auf einen schaut und dass ich ihm nicht gleichgültig bin, sondern dass er mich liebt und will, dass es mir gut geht.
Sinnlich beginnt derMensch, dann denkt er, endlich glaubt er. Börne

Alles wankt wo der Glaube fehlt
Schiller

Alle Epochen, in welchen der Glaube herrscht...sind glänzend, herzerhebend und fruchtbar für Mitwelt und Nachwelt. Alle Epochen dagegen, in welchen der Unglauben einen kümmerlichen Sieg behauptet, verschwinden vor der Nachwelt, weil sich niemand gern mit Erkenntnis des Unfruchtbaren abquälen will.
Goethe

Das Wissen all weiß nichts, und nur der Glaube weiß.
Rückert
@linde

Wirklich sehr wahre und gute Zitate. Danke dafür!

LG Burkl
Die Stille ist das Unsichtbare Königreich der Seele .

Der Glaube ist die ewige QUELLE der Weisheit .

Die Liebe ist der göttliche Funken des Lebens .

Walter Vogt


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Ich lasse alles los was nicht Liebe ist . Für alles was
ich tun will ist Zeit und Raum vorhanden !
Louise L. Hay

Suche nichts-finde alles !
Dr.Frank Kinslow

Wir erleben mehr als wir begreifen .
(Mystisches Erleben , Intuitives Verstehen) !
Hans-Peter Dürr
Wie kann ein Mensch etwas für einen Tatsache halten, das die Wissenschaft als unmöglich erwiesen hat? Glaubt er entgegen Seiner Vernunft, so ist dies eher unwissender Aberglaube als Glaube. Die wahren Prinzipien aller Religionen stimmen mit den Lehren der Wissenschaft überein.

(Abdu'l-Baha, ANSPRACHEN IN PARIS)
linde hat folgendes geschrieben:
Wie kann ein Mensch etwas für einen Tatsache halten, das die Wissenschaft als unmöglich erwiesen hat? Glaubt er entgegen Seiner Vernunft, so ist dies eher unwissender Aberglaube als Glaube. Die wahren Prinzipien aller Religionen stimmen mit den Lehren der Wissenschaft überein.

(Abdu'l-Baha, ANSPRACHEN IN PARIS)


Nach dieser Aussage gibt es keine anderen unsichtbaren Welten als die von der Wissenchaft beweisbaren.

Also auch keine jenseitigen, von der Wissenschaft nicht beweisbaren Wirklichkeiten, demzufolge es auch keine Seele gibt, die im Jenseits
die Vollendung vornehmen kann.

Demzufolge ist die Wesenheit Gottes anzweifelbar, weil nicht materiell erkennbar.

Wie erklärst Du jetzt Gott, liebe Linde ?

lg ikarus
_________________
Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
hallo Linde,

wie schon oft gesagt, Zitate werden meist aus dem Zusammenhang gerissen und bekommen dann eine ihnen eigentlich nicht zugedachte Bedeutung.

Schillers Zitat stammt aus Wallenstein Tod aus dem Gespräch von Max mit Octavio:

Max zu Octavio: Oh, hättest du von Menschen besser stets
gedacht, du hättes besser auch gehandelt!
Fluchwürd'ger Argwohn! Unglücksel'ger Zweifel!
Es ist ihm Festes nichts und Unverrücktes,
und alles wanket, wo der Glaube fehlt.

Octavio: Und trau ich deinem Herzen auch, wird's immer
in deiner Macht auch stehen, ihm zu folgen?

Max: Du hast des Herzens Stimme nicht bezwungen,
so wenig wird der Herzog es vermögen.

Octavio: Oh, Max, ich seh dich niemals wiederkehren!

Es ist ein Gespräch zwischen Vater und Sohn, bei dem Max seinem Vater Octavio vorwirft, durch Octavios Verhalten (krummer Weg) sei der Herzog "in der Schlechten Garn gefallen ". Es geht also um Intrigen und den damit verbundenen Argwohn und Zweifel, der keinen Glauben an W e r t e zulässt. Schiller meint hier sicher nicht den Glauben an Gott.

Zum Zitat von Börne habe ich leider nichts gefunden, in welchem Kontext er das gesagt hat
Aber hier mal ein anderes von ihm:
Eine Geliebte ist Milch, eine Braut Butter, eine Frau Käse.

Goethes Zitat wird oft gebracht. Auf der Seitehttp://www.zeit.de/reden/bildung_un.....ur/bellevue_muschg_200217
wird es mal im Zusammenhang mit Toleranz dargestellt. Aber auch dieser Satz steht dort:
Zitat:
"Wer an nichts glaubt, verzweifelt an sich selbst", schrieb der 29jährige Goethes im Februar 1774 an eine Brieffreundin, aber auch das Widerwort des alten Mannes gehört in seinen Katechismus: "Trost ist ein absurdes Wort / Wer nicht verzweifeln kann, der muß nicht leben."


Zu dem Spruch von Rückert "Das Wissen all weiß nichts, und nur der Glaube weiß."
habe ich leicht einen Gegenspruch gefunden:http://kalender-365.de/sms-sprueche/wissen.php "Das Wissen ist ein Quell, der unversieglich quillt, den nie der Durst erschöpft und der den Durst nie stillt.(Friedrich Rückert)."
Wahrscheinlich war Rückert doch eher durstig.

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!