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Der Prozess Jesu aus Sicht des Jüdischen Rechts












Ich frage mich oft, was passierte in der Zeit Jesu wirklich, was geschah und welche Hintergründe spielten eine Rolle ?

http://www.juedisches-recht.de/rechtsgeschichte-jesu-prozess.html
Zitat:

Vorbemerkung

Juden haben sich mit der Geschichte Jesu kaum beschäftigt, obschon sie größtes Interesse an ihr haben sollten. Schließlich wurden Juden viele Jahrhunderte um Jesu willen verfolgt. Es gab hierfür vielerlei Gründe, die an dieser Stelle nicht erörtert werden können. Auf einen der Gründe soll hier kurz eingegangen werden. Die Verfolgungen der Juden hatten in der Regel zwei Ausgangspunkte: Es waren einerseits theologische, politische und wirtschaftliche Interessen, die Anlass und Antrieb für die Verfolgungen gaben, wobei diese entsprechend vom kirchlichen, politischen oder wirtschaftlichen Establishment ausgingen. Andererseits spielte das Vorurteil des christlichen Volkes, genährt und flankiert vom erwähnten Establishment, eine entscheidende Rolle bei den einzelnen großen Verfolgungsereignissen (Pogrome etc.), wie auch bei der fortwährenden Diskriminierung der Juden im so genannten Alltagsleben in den christlichen Ländern. Die Kreuzigung Jesu beeinflusste zwar wie kaum ein anderes das Schicksal der Juden in den vergangenen zweitausend Jahren, die gegen sie erhobenen Vorwürfe wurde für sie jedoch kein Gegenstand der Forschung. Und in der Tat, was gab es da zu forschen? Für Juden war der Fall Jesus klar, nicht sie haben ihn gekreuzigt sondern die Römer und auch nicht sie haben die Kreuzigung veranlasst.
Wie hängt das alles zusammen und welche Gesetze gab es, welche Sitten, welche Gebräuche, wie dachten Juden vor 2000 Jahren und weshalb gerade ist es Jesus, der so aus dem Rahmen fiel ?

Zitat:
Nach dem Gesagten steht fest, dass der Sanhedrin in den vierzig Jahren vor der Zerstörung des Tempels tatsächlich die Kapitalgerichtsbarkeit ausübte. Er behielt während dieser Zeit seinen Sitz im Tempelbezirk und ging nicht ins Exil, weder in irgendwelche Kaufhallen oder sonst irgendwo hin.

Es drängt sich die Frage auf, warum die jüdische Überlieferung davon spricht, dass die Kapitalgerichtsbarkeit um das Jahr 30 aufgehört hat. Es drängt sich geradezu auf, dass dieser Zeitpunkt mit der Kreuzigung Jesu zusammenhängt, die auf jenes Jahr datiert wurde. Vermutlich ist es eine Verteidigung gegenüber den Schuldvorwürfen seitens der Evangelien. Scheinbar reichte es nicht aus, die Darstellungen in den Evangelien als unwahr zurückzuweisen, statt dessen dachte man wohl, eine Überlieferung, die zur Sprache brächte, dass die jüdischen Gerichte zur Zeit der Kreuzigung Jesu gar keine Kapitalgerichtsbarkeit mehr ausübten, könnte ein plausibles und akzeptables Argument zu ihrer Verteidigung darstellen.

Zusammenfassend ist anzunehmen, dass der Sanhedrin alle jemals nach jüdischem Recht innegehabten Befugnisse hinsichtlich der Behandlung von Kapitalverbrechen behalten hatte. Entsprechend gab es keinerlei Zuständigkeitsprobleme, die hätten verhindern können, dass er Jesus auf jede mit diesem Recht in Einklang stehende Weise den Prozess machte, sofern vom Gesetz her ein Verbrechen vorlag. Es ist mangels historischer Quellen auch nicht nachweisbar, dass dem Sanhedrin seitens der römischen Verwaltung oder durch römisches Gesetz irgendein Teil seiner nach jüdischem Recht ausgeübten Gerichtsbarkeit entzogen worden war (vgl. P. Winter: On the trial of Jesus, S. 10, S. 154; H. Mantel: Studies in the History of the Sanhedrin, S. 254 ff.).

Entnommen aus quelle:
http://www.google.de/search?hl=de&a.....che&meta=lr%3Dlang_de

Zitat:
http://www.stanet.ch/sabbatschule/kg/kg03.html

1. DAS RÖMISCHE WELTREICH UM DIE ZEIT JESU


C. Das Judentum


Die Geschichte der alten Kirche
1. Das palästinensische Judentum


Geschichtlich betrachtet ist das Christentum auf dem Boden des Judentums gewachsen. Natürlich ist das Christentum etwas anderes als das Judentum, aber seine Wurzeln liegen hier. Darum ist die Kenntnis der jüdischen Geschichte zur Zeit Jesu unerlässlich zum Verständnis des christlichen Glaubens.


Die Erwähnung der Zeloten nötigt uns an dieser Stelle, einen Blick auf die religiös-politischen Parteien zu werfen:

In der Zeit der Makkabäerkämpfe um 170 v. Chr. entstand die Partei der Saduzzäer und der Pharisäer. Die Saduzzäer bildeten nur eine kleine Gruppe, die sich aus der wohlhabenden Oberschicht rekrutierte. Sie waren offen für fremde religiöse und kulturelle Einflüsse, arbeiteten mit der römischen Besatzung zusammen und verwarfen gewisse Teile und Lehren des Alten Testamentes. Darum hatten sie auch nur wenig Sympathien beim Volk.

und vieles mehr.
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