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Die UNO und ihre schwierige Mission im Kongo












Die Dokumentation auf arte zeigte, wie schwierig das Stiften des Friedens in solchen Ländern ist. Mit welcher Behutsamkeit dort vorgegangen werden muß, um nicht einen Flächenbrand ausbreiten zu lassen.

http://www.looki.de/tv/der_preis_fu.....rch=In+aller+Freundschaft
Zitat:


Im September 2003 ist die Demokratische Republik Kongo nach einem Bürgerkrieg, der drei Millionen Tote gefordert hat, ein Trümmerhaufen. Warlords kontrollieren die verschiedenen Volksgruppen in den unterschiedlichen Regionen. Massaker und Gräueltaten sind an der Tagesordnung. Und doch beginnt das Land den schmerzlichen Prozess der Aussöhnung. Eine Friedensmission der UNO in der Region soll dazu beitragen, dass das Land nicht die gleiche Entwicklung nimmt wie das Nachbarland Ruanda. Die UNO-Mitarbeiter vor Ort, die ihre Rolle und ihre Effizienz angesichts solcher Konflikte in der Welt beweisen müssen, die Frauen und Männer, die von New York aus die Mission leiten und Entscheidungen treffen, übernehmen eine heikle Aufgabe. Sie müssen überzeugen, kämpfen, Strategien ausdenken, Finanzquellen finden, zuhören und mit einer Wirklichkeit fertig werden, die sie nicht immer ganz erfassen. Der Dokumentarfilm verfolgt - im Sitz der UNO in New York ebenso wie vor Ort im Kongo - aus nächster Nähe Diskussionen und Entscheidungen rund um die Blauhelmmission. Er endet, als die Auseinandersetzungen weitgehend beendet sind, eine provisorische Regierung im Kongo an der Macht ist und der Countdown zu den für 2005 vorgesehenen Parlamentswahlen beginnt.
http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/Kongo/handy.html

Zitat:
Reiches Land, armes Land
Kongo: Der Friedensprozess kommt nur langsam voran

Im Folgenden dokumentieren wir Auszüge aus einem Hintergrundbericht über die Bedeutung der Bodenschätze für den Bürgerkrieg im Kongo. Der vollständige Artikel erschein am 4. April 2002 in der Schweizer Wochenzeitung WoZ. Von Ruth Weiss

...
Nächstes Mal, wenn wir unser ach so praktisches Mobiltelefon benutzen, sollten wir uns daran erinnern, dass es an einem Krieg mitschuldig ist – am Krieg in der Demokratischen Republik Kongo (DRK), dem früheren Zaire. Vielerlei Rebellengruppen kämpfen seit den neunziger Jahren gegen das Regime in der Hauptstadt Kinshasa. Zweifellos wurde dieser Krieg dadurch verlängert, dass Kongo über Bodenschätze verfügt, zu denen auch Coltan (Columbo-Tantal) gehört – ein bis vor kurzem unverzichtbarer Bestandteil von Mobiltelefonen. Dieser Reichtum weckte die Profitgier von vielen, auch in den Nachbarländern. So kommt es, dass viele Staaten in der Region in den Konflikt verstrickt sind. So stehen Angola, Namibia und Simbabwe der Regierung von Joseph Kabila bei. Die Nachbarn im Osten dagegen – Burundi, Ruanda und Uganda – unterstützen verschiedene Rebellengruppen. Jedes der beteiligten Länder hat seine eigenen Interessen: So wollen etwa die Regimes von Angola und Ruanda verhindern, dass die Demokratische Republik Kongo zum Rückzugsort für ihre Feinde wird, also für die Unita-Rebellen aus Angola beziehungsweise für die früheren, in den Genozid verwickelten ruandischen Streitkräfte. Daneben verfolgen die verschiedenen Hauptakteure wie auch ihre Hintermänner eigene materielle Interessen. Im Rahmen eines Friedensprozesses wurde Mitte Februar 2001 in der sambischen Hauptstadt Lusaka ein Friedensabkommen erzielt, doch die Umsetzung ist harzig und kommt nicht voran. Nur mit Mühe wurde der so genannte «interkongolesische Dialog» im Februar dieses Jahres im südafrikanischen Ferienresort Sun City aufgenommen. Mehrfach mussten die Verhandlungen unterbrochen werden, an denen die Regierung der DRK, bewaffnete Rebellengruppen, die politische Opposition und VertreterInnen der Zivilgesellschaft teilnehmen – nicht aber die am Konflikt beteiligten Nachbarländer. ...

Die Kämpfe der vergangenen Monate drehten sich um die Kontrolle des Handels mit den lukrativen Rohstoffvorkommen Ostkongos, vor allem Gold und eben Coltan. ... Der Konflikt zwischen der Mayi-Mayi-Miliz, die von Präsident Kabila mit Hilfe aus Simbabwe aufgebaut wurde, der Ugandischen Volksverteidigungsarmee (UPDF) und der Bewegung zur Befreiung des Kongo (MLC) und auch die Einmischung der ruandischen Armee betraf immer die Kontrolle der Ostprovinz. Die CRD-ML, eine Splittergruppe der von Ruanda unterstützten Kongolesischen Sammlung für Demokratie (CRD), hat dabei mit Hilfe Ugandas einen grossen Teil der Ostprovinz wiedererobert, in dem sich auch die Goldminen von Kilo-Moto befinden. Andere Gruppen bemühen sich um Zugang zu den Coltan-Reserven, was heftige Kämpfe unter ihnen ausgelöst hat.


quelle:
http://www.google.de/search?hl=de&a.....che&meta=lr%3Dlang_de
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