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@ Krüppel
Ich weiß nicht, was bei Dir alles schiefgelaufen ist. Du klingst verzweifelt und resigniert...
Resignieren möchte ich auch jeden Tag aufs Neue. Man fragt sich, wozu das alles. Jeden Tag aufs Neue einen aussichtslosen Kampf gegen Windmühlen führen zu müssen, für jedes gelöste Problem mindestens zwei neue am Hals zu haben, trotz aller Bemühungen keinen Schritt weiter zu kommen, etc. Ich frage mich, was das soll. Aber ich bin weniger verzweifelt als vielmehr wütend. Und wenn es "da oben" so etwas wie einen Gott geben sollte, wovon ich leider immer noch ausgehe, dann will ich mit ihm nichts, aber auch gar nichts mehr zu tun haben! Aber nicht zuletzt deswegen habe ich nicht die Absicht, mich unterkriegen zu lassen! Auch wenn ich von diesem Leben eigentlich die Schn... voll habe, nehme ich es auf mich. Denn wenn es einen Gott gibt, dann gönne ich ihm den Triumph nicht, mich kleingekriegt zu haben. Ich halte durch bis zum bitteren Ende! Bevor ich aufgebe, muß er mich schon selbst aus dem Rennen werfen.
Ich beanspruche nur für mich das Recht, mich einem Weiterleben nach dem Tod zu verweigern. Aber da ich nicht abschätzen kann, wie realistisch diese Forderung von mir ist, ist das ein weiterer Grund für mich, diesen Zeitpunkt so weit in die Zukunft wie nur möglich zu wünschen. Die Aussicht auf ein ein Weiterleben nach dem Tod schreckt mich einfach nur noch ab.
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