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Pfadloses Land












Interessant, was Jiddu Krishnamurti noch so alles sagte.

http://wiki.anthroposophie.net/Jiddu_Krishnamurti
Zitat:

"Ich behaupte, dass die Wahrheit ein pfadloses Land ist und dass es keine Pfade gibt, die zu ihr hinführen - keine Religionen, keine Sekten. Das ist mein Standpunkt, den ich absolut und bedingunglos vertrete. Die Wahrheit ist grenzenlos, sie kann nicht konditioniert, sie kann nicht auf vorgegebenen Wegen erreicht und daher auch nicht organisiert werden. Deshalb sollten keine Organisationen gegründet werden, die die Menschen auf einen bestimmten Pfad führen oder nötigen. Wenn ihr das einmal verstanden habt, werdet ihr einsehen, dass es vollkommen unmöglich ist, einen Glauben zu organisieren. Der Glaube ist eine absolut individuelle Angelegenheit und man kann und darf ihn nicht in Organisationen pressen. Falls man es tut, wird er zu etwas Totem, Starrem; er wird zu Gier, zu einer Sekte, einer Religion, die anderen aufgezwungen wird. Die Wahrheit wird in Formen gepreßt und zu einem Konsumgut für die Schwachen, die nur eine momentane Unzufriedenheit spüren. Der Mensch kann die Wahrheit nicht zu sich herabziehen, sondern muß sich bemühen, zu ihr aufzusteigen. (...) Ich möchte keiner spirituellen Organisation, ganz gleich welcher Art, angehören, und ich bitte euch, das zu verstehen. Ich betone noch einmal, dass keine Organisation einen Menschen zur Spiritualität führen kann. Wenn eine Organisation zu diesem Zweck gegründet wird, so wird sie zu einer Krücke, die euch schwächt, zu einem Gefängnis. Solche Organisationen verkrüppeln das Individuum, hindern es daran zu wachsen und seine Einzigartigkeit zu leben, die ja darin liegt, dass es ganz alleine diese absolute, uneingeschränkte Wahrheit entdeckt. Das ist ein weiterer Grund dafür, dass ich mich - da ich der Präsident des Ordens bin - entschlossen habe, den Orden aufzulösen. Niemand hat mich zu dieser Entscheidung gedrängt oder überredet. Das ist keine großartige Tat, denn ich will keine Jünger oder Anhänger; ich meine das so, wie ich es sage. In dem Moment, in dem man beginnt, jemandem zu folgen, hört man auf, der Wahrheit zu folgen." (Jayakar, P. 1988, S. 86f). Doch erst nach 1947 begann Krishnamurtis breitangelegtes öffentliches Wirken, welches er mit unverminderter Kraft und den Bedürfnissen der sich wandelnden Zeit angepassten Themen bis zu seinem Tod fortsetzen sollte. Gab Krishnamurti in den frühen Jahren nach der Lösung von der theosophischen Gesellschaft viele Interviews und führte zahlreiche Diskussionen, so traten diese später zugunsten seiner Vortragstätigkeit in den Hintergrund.


Zitat:
"Um jenseits der Gewalt zu sein, darf ich sie nicht unterdrücken, sie nicht ablehnen, darf ich nicht sagen, 'Sie ist nun mal ein Teil von mir ... Ich muß auf sie schauen, ich muß sie erforschen, ich muß mit ihr vertraut werden, und das kann ich nicht, wenn ich sie verurteile oder rechtfertige" (Krishnamurti, J. 1985, S. 49). Krishnamurti verschließt damit auch gleichzeitig jeden Fluchtweg, wenn er zu Bedenken gibt, dass dieses Forschen nie auf der Ebene des Ichs, oder des Denkens liegen kann. Hierdurch würde der Konflikt gerade wieder erzeugt. So werden Ideen, Ideale, das Denken und das Ich im Zusammenspiel zum Ursprung der Konflikte und bedingen sich gegenseitig. Krishnamurtis Umgang, seine Betrachtung des Problems, der Konflikte, entzieht sich wiederum jeder intellektuellen, analytischen Methode:
Wolfgang Gsell: Es gibt nicht mehr zu tun

Nichts muss ich wissen. Nichts muss ich rechtfertigen. Nicht muss ich verleugnen. Nichts muss ich in hüb-
sche Argumente verpacken. Wenn ich damit aufhöre, den Raum mit dem Lärm meiner Worte, Gedanken,
Gesten zu füllen, dann verliert er seine akustischen Begrenzungen. Dann gibt es nichts mehr zu tun als den
Klängen zuzuhören, die dort zu entdecken sind, wo Stille herrscht. Jene Stille, in der der Mensch wieder die
Melodie der Schöpfung wahrzunehmen vermag, den ewigen Klang der Liebe, dem er sich verweigert und nicht
erkennt, dass diese Weigerung, dieses Entziehen, die Ursache all seines Leids, all seiner Not, all seiner Zwei-
fel und Konflikte ist.


http://www.google.de/search?hl=de&a.....che&meta=lr%3Dlang_de

›Einbruch in die Freiheit‹


Die Furcht ist eines der größten Lebensprobleme. Ein Mensch, der von Furcht ergriffen ist, lebt in Verwirrung, in Konflikt und muss daher gewalttätig, verkrampft und aggressiv sein. Er wagt es nicht, sich von seiner Denkschablone hinwegzubewegen – und das erzeugt Heuchelei. Solange wir nicht frei von Furcht sind, mögen wir den höchsten Berg erklimmen, Götter jeder Art erfinden – wir werden weiterhin in der Finsternis bleiben.

http://www.zeit.de/2007/23/Krishnamurti
Zitat:
Gibt es eine Möglichkeit, ohne Grund zu leben?
Denn in dem Moment, in dem Sie einen Grund haben, wird das Leben relativ.
Wenn ich einen Grund habe, Sie zu lieben - weil Sie mir Trost geben, psychisch und physisch, sexuell, moralisch -, dann ist es nicht Liebe.
Krishnamurti, Vollkommene Freiheit
Tja, und was sagt uns die Rezension ?

Zitat:

In meinen Augen ist Krishnamurti deshalb ein genialer Denker, weil er kein System anbietet, an dem sich der Suchende festhalten kann. Im Gegenteil: K zerstört die vielen Illusionen, an denen sich der Mensch festhält. Mit einer stilistischen Klarheit, die ihresgleichen sucht, legt er die Widersprüche frei, die dem menschlichen Denken immanent sind. Beim ersten Lesen könnte man verzweifeln: Vergebens sucht man nach einem Anhaltspunkt oder einem Wegweiser. K ist kein angenehmer Denker, schließlich zwingt er den aufmerksamen Leser, alle Denk- und Glaubenskonstrukte aufzugeben. Doch anders ist Freiheit nicht möglich, und letztendlich geht es nicht darum, Hoffnungen zu zerstören, sondern dem Menschen zu seinen eigentlichen Möglichkeiten zu verhelfen.
Nun zu dieser Ausgabe: Ich glaube, dass sie für Einsteiger nicht ganz geeignet ist. Ich konnte mit den gesammelten Aufsätzen am Anfang nicht viel anfangen. Es gibt andere Bücher, zum Beispiel "Freedom from the known" (Einbruch in die Freiheit, glaube ich, auf deutsch), die den Kern seiner Lehre klarer vermitteln. Deshalb nur vier Sterne. Doch der Band bietet eine breite Auswahl an Aufsätzen und Reden an. Fazit: Empfehlenswert, aber nicht als erster Überblick geeignet.


Zitat:

Nichts für Schnell-Leser, sondern ein Buch zum Studieren und Auffinden der eigenen mentalen Grenzen.
Krishnamurti entzaubert in erschreckend einfacher Sprache die selbstgefällige Macht des Denkens und zeigt, wie wir vor dem Wesestlichen fliehen. Kein bequemes Buch, aber eines, das die Kraft der Verwandlung in sich trägt





von amazon.
http://www.zitate-aphorismen.de/zitate/thema/Beziehung/1282
Wieder so ein Schöner Beitrag


Liebe Grüße!
Forum -> Spiegel- und Reflexionsforum III


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