Unter Anderen und doch alleine


Hey, mein name ist Anna

Zuerst:
Ich hab nen Minderwertigkeitskomplex

Nu zu meinem Problem:

Ich fühle mich immer alleine, nicht wenn ich unter Freunden bin und mit ihnen Spaß habe, dann kann icha uch ausgelassen sein.
Aber meist ist es so, dass da etwas ist, das mir sagt, dass da etwas falsch ist oder der Schein trügt, das mir befiehlt immer auf der Hut zu sein und acht zu geben um ja nicht verletzt zu werden (ich denke das is der komplex)

Aber das eigentliche problem is, wenn man mich tröstet, oder in den Arm nimmt, dann bin ich trotzdem alleine.

Meine Ma brachte es auf den Punkt als sie mir erklärte wie ich mich als Kleinkind verhalten habe:

Normales Kind:
Hat zB Angst, kommt angelaufen, in Mamas Arme und lässt sich trösten
Ich:
Hat zb Angst, kommt angelaufen, in Mamas Arme und wird getröstet, allerdings kommt keiner an mich ran, schon in dem alter nicht.

Meine Ma hat so schön gesagt "Du lagst in meinem Armen und warst trotzdem alleine"

Und das habe ich nun auch so festgestellt...
Ich weiß, oder kann es mir vorstellen (oder ist es der wunsch?) wie es sich anfühlen sollte wenn man mich tröstet oder ind en Arm nimmt, einfach meine Nähe sucht (zB als ich mit meinem Freund zusammen war)
Aber es fühlte sich immer iwie... nicht so an wie es sollte, und zwar immer, ich denke dann immer schön, toll und danke, ist lieb von euch, dass ihr mich trösten wollt, aber im endeffekt wäre es auch (für mein Wohlbefinden jetzt) egal ob der nun da ist oder nicht.

Nu hat mein Freund schluss gemacht und ich ahbe lange geweint und kam mir wirklich verlasse vor und alles (war mein erster freund) und naja am nächsten Morgen hab ich nix gegessen und bin nach dem Aufstehen gleich wieder ins Bett und hab geweint, irgentwann kam meine Mutter rein, hat sich neben mich gesetzt und versucht mich zu trösten.

Wie oben schon gesagt hätte sie aber auch einfach wegbleiben können, es hat sich für mich gefühlsmäßig nichts verändert, denn ich war noch immer alleine -.-

Mir kommt es so vor, als hätte ich alles ws ich bin, selber gemacht, also wirklich alles. Natürlich haben mich Dinge, Situationen und Menschen geprägt, aber im grunde war ich es die damit fertig werden musste, also es konnte mir nie einer helfen so wie ich es von anderen kenne, die sagen "Es geht mir besser wenn... und geteiltes Leid ist halbes Leid...
Das trifft auf mich einfach nicht zu und das belastet mich...

Ich habe außerdem eine heftige Angst dass ich Beziehungsunfähig bin (aufgrund meiner Minderwertigkeitskomplexe), aber das is ne andere Sache...


Ich hoffe jemand kann mr mitteilen was er erlebt hat oder einfach sagen dass er mich versteht...

LG Anna
Liebe Anna,

ich kenne dieses Gefühl.
Man findet es zwar schön und lieb, wenn jemand einen trösten will..
Doch eigentlich spürt man keine Erleichterung...

Ich habe einen Thread geschrieben "1 Schicksalsschlag nach dem anderen"...

Du bist nicht alleine, und man kann nicht beziehungsunfähig sein...find ich...

Der Richtige Mann für dich, wird dich so akzeptierne und er wird als einziger wissen, wie man mit dir umgeht und wie man dich richtig behandelt!

Ich weiß, dass dieser Spruch "Geteiltes Leid ist halbes Leid" bei dir nicht wirklich Erleichterung hervorruft..

Aber vll der Gedanke, dass du Menschen hast, die dir zuhören...und versuchen, dich zu verstehen...

Liebe Grüße, Lalyha
Liebe Anna,

ich versteh ganz gut das, was du erlebst, sogar ich kenne es so gut mehr als mich selbst.
ich erlebe fast dasselbe und das hat mein leben total verändert und mich manchmal zu einem menschen verwandelt, der nase von allen anderen voll hat und weg wollte.....versucht jedes mal es zu tun, klappt aber nicht manchmal tröstet ihn jemand am meisten keiner.....ab und zu denke ich dass ich nicht zu meiner familie gehöre, weil ich einfach nichts mit ihnen tun habe. Unter freunde : ich hab so viele freunde, so viele bekannte....usw aber jedes mal wenn ich jeder einzelne beobachte find ich dass ich ganz und völlig anders bin.....ich bin z.Z. 21 jahre alt und habe nie eine freundin gehabt<----dieses Problem da, wenn er weiter besteht, wird mein untergang verursachen.
das ist wie zusammengefasst oder mit kleinere beispiele betont .
ich versuche die ganze zeit mich davon abzulenken, dass ich riesige komplexe habe; und mein leben von alleine gehn lassen....
wer weiss "Vielleicht verändert sich alles und all die schmerzen Vergangenheit werden" das ist die Hoffnung, woran ich glaube.
Normalerweise ich sollte dir schreiben, um dir zu helfen wie du damit auskommst; aber stattdessen erzähle ich mein problem. entschuldigung, ich mindestens nachdem ich das hier geschrieben habe fühle ich mich mindestens bisschen besser.

liebe Grüsse

Marou
Hallo Anna,

Deinen Schilderungen zufolge könnte es sein, dass Du autistische Züge in Dir trägst. Das könnte behutsam behandelt werden von einem/einer Spezialisten.

Wenn ein Mensch autistisch veranlagt ist, bleibt er innerlich auf Distanz, d.h. die Gefühle erreichen ihn nicht. Damals war man noch nicht soweit, dass man das wusste, sonst hätte Deine Ma eher darauf achten können.

Auch als Erwachsene kann man etwas tun http://www.autismus-online.de/

Jade
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Vor lauter Steinen über die man stolpert, verliert man den Blick für die Felsen in der Ferne. Lievre
Hallo Anna.

Wie bist Du getröstet worden?
Wichtig ist, dass Trost nicht mit Ermutigung verwechselt werden darf.
Denn wenn Trost gleichzeitig auch Ermutigung sein soll, so bekommt der Trauernde den Eindruck, dass seine Trauer falsch sei.

Ein anderer wichtiger Punkt ist, dass wer nie gelitten hat, auch nicht weiss, wie man tröstet.

Von deiner Seite aus, solltest Du auch dein Herz öffnen, um Trost auch
empfangen zu können.
Irgend etwas blockiert Dich. Wie sieht es sonst mit deinen Gefühlen aus?
Kannst Du wirklich echt lieben und Liebe empfangen.
Kannst Du weinen oder musst Du die Tränen schon fast aus dir heraus pressen?
Irgendwo musst Du eine Schwelle haben die Du nicht überschreiten kannst.

Ich bin auch kein Psychologe - es sind eben nur mal so schnell meine
Gedanken die in mir aufkamen, als ich Deinen Beitrag las.

Mit Grüssen Gralsbote
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„Tiere sind meine Freunde, und ich esse meine Freunde nicht.“

George Bernard Shaw