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Nach christlicher Lehre hat die Jungfrau Maria ihren Sohn Jesus Christus durch den Heiligen Geist empfangen. Der Heilige Geist wird in Bezug auf neutestamentliche Beschreibungen durch eine Taube, Wind oder durch Flammen symbolisiert. Im griechischen Neuen Testament erscheint der Begriff „Heiliger Geist“ (Hagion Pneuma) knapp 100 mal. Lukas hebt hervor, dass Jesus Lästerungen gegen sich selbst nicht als im selben Maße bedeutsam ansah wie solche gegen den Heiligen Geist (Lukas 12,10 LUT). Nach der Himmelfahrt Jesu wird der Heilige Geist als der von Jesus angekündigte Tröster zu Pfingsten in Gestalt feuriger Zungen auf die Jünger ausgegossen, die daraufhin in verschiedenen Sprachen predigen können (Apostelgeschichte 2,1-13 LUT). In den neutestamentlichen Briefen ist auch von verschiedenen anderen Gaben des Geistes die Rede.
Der Heilige Geist im Christentum ist eine der drei Personen oder Hypostasen Gottes (siehe Dreifaltigkeit: Gott-Vater, Gott-Sohn, Gott-Heiliger-Geist) und wird auch als dritte Person des Dreieinigen bzw. Dreifaltigen Gottes bezeichnet. Heilig ist im Sinne von göttlich gebraucht. In den Konfessionen ist die Sichtweise über den Heiligen Geist unterschiedlich und wird von Nicht-Trinitariern nicht mit der dritten Person nummeriert. Der Heilige Geist wird jedoch in allen Konfessionen als solcher akzeptiert.
Es kommt immer drauf an, was du glaubst
Sehn wir es mal was die Bibel dazu sagt.
Als erstes stellen wir fest, daß das Wort Dreieinigkeit nirgends in der Bibel vorkommt. Es wurde als religiöser Begriff in der christlichen Theologie erst nach dem Konzil von Nicäa (325 n. Chr.) allgemein gebräuchlich, mehr als 200 Jahre nach der Abfassung der letzten Bücher der Bibel. Geht man also von der Bibel aus, so war dieser Begriff zur Zeit Jesu Christi unbekannt. Diese Tatsache ist unseren heutigen Theologen klar.
Man mag fragen, warum hochgebildete Theologen in der Frage der Dreieinigkeit eine Lehre vertreten, von der sie wissen, daß sie sich biblisch nicht beweisen läßt. Im Gegensatz zu den Christen der Urgemeinde, deren Glaubenssätze sich auf die Heilige Schrift, das Zeugnis Jesu und das der Apostel gründeten, setzt sich die Theologie bei der Dreieinigkeitslehre einfach über das Neue Testament hinweg, wie man bei aufrichtigen Theologieprofessoren nachlesen kann.
Anerkannte einflußreiche Theologen erklären also freimütig, daß von Kirchen- und Konzilsvätern, von Reformatoren und von heutigen Theologen etablierte Dogmen Gültigkeit haben – auch wenn sie nicht in der Bibel stehen und ausschließlich menschliche Überlegungen und Schlußfolgerungen sind. Mit diesem offenen Geständnis dürfte verständlich werden, warum das heutige Christentum in seinen Lehren so anders ist als das des Neuen Testamentes.
Die eigentliche Grundlage für den christlichen Glauben – die Bibel – ermahnt uns, menschliche Überlegungen und Schlußfolgerungen als Quelle der geistlichen Erkenntnis abzulehnen. Das Neue Testament warnt Christen immer wieder vor Menschenlehre, vor vermeintlicher menschlicher Klugheit und Weisheit. An diese Warnung hielt sich die Gemeinde zur Zeit Jesu und der von ihm eingesetzten Apostel.
Der heilige Geist – die Kraft Gottes
Statt eine bestimmte Person zu sein, wird der heilige Geist in der Bibel als göttliche Kraft offenbart.
Die Heilige Schrift beschreibt den heiligen Geist als die Kraft Gottes (Sacharja 4,6; Micha 3, . Paulus schrieb Timotheus, daß der heilige Geist ein Geist „der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit“ ist (2. Timotheus 1,7; alle Hervorhebungen durch uns).
Lukas hält fest, daß Jesus sein Predigeramt „in der Kraft des Geistes“ aufnahm (Lukas 4,14). Seinen Jüngern sagte Jesus Christus bezüglich des Geistes, den sie nach seinem Tod erhalten sollten: „Ihr werdet die Kraft des heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird“ (Apostelgeschichte 1, .
Petrus berichtet, „wie Gott Jesus von Nazareth gesalbt hat mit heiligem Geist und Kraft; der [Jesus] ist umhergezogen und hat Gutes getan und alle gesund gemacht, die in der Gewalt des Teufels waren, denn Gott war mit ihm“ (Apostelgeschichte 10,3 . An dieser Stelle steht der heilige Geist in Verbindung mit der Kraft, durch die Gott mit Jesus war – die Kraft, durch die Jesus große Wunder in der Zeit seines irdischen Wirkens tat. Der heilige Geist ist die Gegenwart der Kraft Gottes, die in seinen Knechten wirkt.
Es war der Wunsch des Apostels Paulus, daß die Gemeindemitglieder zu Rom „immer reicher ... an Hoffnung durch die Kraft des heiligen Geistes“ würden in derselben Weise, wie Jesus Christus durch Paulus „in der Kraft von Zeichen und Wundern und in der Kraft des Geistes Gottes“ gewirkt hatte (Römer 15,13. 19).
usw.
| Zitat: |
Somit ist mit der "heilige Geist" die eigene Seele gemeint?
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Wenn man den Atem Gottes so mit als Heiligen Geist, also Gottes Kraft vergleicht, dann ja, dann könnte man es so nennen.
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