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Erfahren wir nun immer mehr, wie sich das AT und NT aufgebaut haben und wie die politische Lage damals vor 2000 Jahren war ?
http://www.joerg-sieger.de/einleit/nt/01gesch/nt_e1.htm
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Hinführung
1. Warum Einleitung ins Neue Testament
2. Was will diese Einführung?
1. Warum Einleitung ins Neue Testament
Das Alte Testament erscheint vielen Christen als ein Buch mit sieben Siegeln. Die Berichte, Erzählungen und Geschichten scheinen verworren, die Ausdrucksweise und Sprache so fremd, dass man von vorneherein einsieht, dass dieses Buch so etwas wie eine Einführung, eine Erklärung, eine Verstehens-Hilfe braucht. Anders scheinen die vielen rätselhaften Schilderungen kaum verständlich zu sein.
Beim Neuen Testament sieht das anders aus. Da glaubt man schließlich zu wissen, um was es geht. Die Berichte der Evangelien sind immer noch allgemein bekannt und viele Gleichnisse gehören zur Allgemeinbildung. Und aus der Schule und - nicht zu vergessen - von den Festen des Jahreskreises her, glaubt man ganz gut über den zweiten Teil der Bibel informiert zu sein.
Ich wage zu behaupten, dass dem nicht so ist.
Wenn man ein klein wenig, die Diskussionen der Gegenwart verfolgt, dann wird sehr deutlich, dass allem Anschein nach auch das Neue Testament ein vielschichtiges Werk ist. Es bedarf auch zum Verständnis dieser Schriften einiger Vorkenntnisse und Informationen.
So ist es etwa wichtig zu wissen, in welcher Situation jemand einen Brief geschrieben hat, um erfassen zu können, was der Inhalt dieses Briefes sagen will.
Hinzu kommt, dass viele der neutestamentlichen Briefe ursprünglich kaum so ausgesehen haben können, wie sie uns heute vorliegen. Wie etwa soll man sich erklären, dass Paulus in einem seiner Briefe schreibt, dass es vollkommen egal sei, ob man jetzt Götzenopferfleisch isst oder nicht, obschon er nur wenige Zeilen zuvor in genau demselben Brief geschrieben hat, dass er in Ewigkeit kein Götzenopferfleich essen möchte, wenn jemand Anstoß daran nehmen sollte. Solche Unstimmigkeiten werfen zumindest die Frage auf, ob hier nicht vielleicht Spuren späterer Bearbeitungen der Briefe vorliegen. |
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Dies sind bereits Fragen, die darauf hinweisen, dass zumindest die Briefe des Neuen Testamentes keine glatten Dokumente sind. Um sie wirklich annähernd verstehen zu können, muss man sie eingehender betrachten.
Aber nicht nur die Briefliteratur im Neuen Testament wirft eine Fülle von Fragen auf. Auch die Evangelien, die für jedermann doch so klar zu sein scheinen, stellen uns vor eine große Zahl von Problemen. Probleme, die einer Klärung bedürfen, wenn man wirklich verstehen möchte, was diese Literaturgattung tatsächlich will.
Denn eines will sie mit Sicherheit nicht: Wir haben es bei den Texten des Neuen Testamentes nicht einfach mit Geschichtsschreibung zu tun. Die Deutung der Texte als Geschichtsbücher ist eine der Wurzeln vielfältiger Irrtümer der Vergangenheit.
Viel zu häufig wurden diese Schriften ja einfach als protokollarische Berichte über historische Ereignisse missverstanden. Was aber machen wir dann mit der Fülle von abweichenden Darstellungen, die uns zum Beispiel schon die einzelnen Evangelien bieten? Wollten diese Texte einfach - wie ein Zeitungsbericht - festhalten, was damals geschehen ist, dann würden sie sich selbst disqualifizieren. |
http://www.joerg-sieger.de/einleit/nt/01gesch/nt_e1.htm
1. Ein verbreitetes Phänomen
Zu dem bisher gesagten kam, dass wir uns in einem Zeitalter befinden, in dem es beinahe chic war, sich aus den Städten zurückzuziehen und eine Erneuerung auf dem Land bzw. in der Wüste zu suchen. Die Städte entsprachen ja nicht nur in Israel nicht mehr dem Ideal vom reinen, ursprünglichen Leben.
Ein ganz ähnliches Phänomen lässt sich in der gleichen Zeit ja auch im römischen Bereich beobachten. Reiche Römer suchten eine Alternative zum Stadtleben und mühten sich um eine idealisierte Rückkehr zu "väterlichen Gebräuchen". Sie zogen sich ins Landleben rund um das Landhaus, die römische "Villa", zurück.
Wir haben es hier also vermutlich mit einer allgemeinen Erscheinung der damaligen Zeit zu tun, einem allgemeinen Brauch, einer Art Mode. Man suchte die wohltuende Verbindung mit der idealisierten alten Zeit außerhalb der Städte.
Nur ließ sich solch ein Rückzug aus dem mit Skepsis betrachteten Stadtleben in Palästina nicht so einfach und bequem bewerkstelligen wie in der Umgebung des antiken Roms. Verließ man die palästinischen Städte, so landete man oftmals unweigerlich in der Wüste, oder besser in einer steinigen, unwirtlichen Einöde. So sind die Aussteigergruppierungen in Palästina auch stärker von einem asketischen Geist geprägt, als diejenigen, die wir aus dem wohligen Klima Italiens kennen.
Nach Bedarf selbst lesen.
quelle:
http://www.google.de/search?q=die+p....._de&start=10&sa=N
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