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ich hab einen Traum, den ich alle Naselang einmal träume. Und zwar renne ich durch einen Wald, es muss wohl herbst oder frühling sein, denn auf dem Boden liegt eine Menge trockenes Laub und die Bäume haben noch keine Blätter, die Sonne scheint durch die Äste, der Wald ist auch nicht sehr dicht.
Ich renne, so schnel ich kann, ich kann mich keuchen hören (bin ziemlich unsportlich) und weiß, dass ich unbedingt weiterrennen muss. Ich mache eine Linkskurve, eine sanfte und merke jetzt erst, wovor ich wegrenne: einem Wildschwein, irgendwie sieht es fast immer so aus wie die Wildschine bei Asterix und Obelix, nur realer. Jedenfalls kommt es immer näher, und ich werde immer panischer. Ich kriege keine Luft mehr und fange an zu stolpern. Ich lauf gerade eine lange linkskurve, die so von Büschen zugewachsen ist, dass man die Biegung nicht einsehen kann. Ich renne immer um das Gestrüpp umzu, und sehe mich vor einer Weggabelung. Auf der einen Seite, der rechte Weg, sind zwei berittene Polizisten, die mich aber gar nicht beachten, die Pferde gehen im schritt, tänzeln leicht, so wie sie es auf Paraden immer tun... ich entscheide mich jedenfalls für den linken Weg, das Wildschweinhab ich fast vergessen. Der wg endet in einer langen Graden, das merke ich aber gar nicht, sondern renne immer weiter. Irgendwann merke ich dann, dass zehn meter hinter mir der Weg in einem Abgrund mündete und dass ich eigentlich abstürzen müsste, was dann auch passiert. Und ich wache jedesmal auf, wenn ich im Dunkel des Abgrundes versinke, denn einen Boden hat er irgendwie nicht. Jedenfalls sitze ich senkrecht und schwer atmend im Bett, wenn ich aufwache, so als wäre ich tatsächlich gerannt. Der Ablauf ist immer gleich, und es ist auch immer ein Wildschwein. Es ist, als würde ich mitten in den Traum hineinfallen und instinktiv wissen, dass mich ein Wildschwein verfolgt.
Kann mir bitte bitte irgendjemand sagen, was ich davon halten soll? Ich hab den Traum jetzt mindestens 20 Mal geträumt und habe keine Ahnung, was er mir sagen will...so langsam bekomme ich richtig angst vor dem Einschlafen, mein Freund hält mich mittlerweile wohl auch für verrückt, genau wie alle anderen, denen ich ihn bisher erzählt hab.
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Hallo Branwen,
Noch einmal voraus: Der Traum stellt Dich als Ganzes dar. Darin sind Tiere Deine animalische Seite, die Triebe, worunter von Sexualität über Hunger, Durst, Macht und Besitz bis zu einem Trieb nach Wissen alles gehört.
Respektspersonen sind Dein Gewissen und Wissen um das was Du als gut ansiehst.
Ordnungshüter wie Polizei sind Deine Disziplin und Selbstbeherrschung.
in kursiv habe ich alles an Zitaten gesetzt, was nicht zur eigentlichen Traumhandlung gehört.
in darkblue Texte aus deutung.com/
| Branwen hat folgendes geschrieben: |
| ich hab einen Traum, den ich alle Naselang einmal Träume. Und zwar renne ich durch einen Wald, es muss wohl herbst oder frühling sein, denn auf dem Boden liegt eine Menge trockenes Laub und die Bäume haben noch keine Blätter, die Sonne scheint durch die Äste, der Wald ist auch nicht sehr dicht. |
Wald: http://www.deutung.com/ Der Wald kann harmlos oder gefährlich sein. Hier sind alle Sexual- und Mahnfaktoren beisammen.
[color=darkblue]Sehen Sie Wald, trifft wohl der Ausspruch zu, dass Sie den Wald voller Bäume nicht erkennen.
Du hast aber den klaren Durchblick, bis zur Linkskurve, und links liegt (sofern Du Rechtshänder bist): Die linke Seite ist die weniger dominante, eher passive Seite. Sie steht oft für alles Dunkle, Zwielichtige und für jene Teile der Persönlichkeit, die Sie zu unterdrücken versuchen. Sie symbolisiert instinktives Verhalten und hat mit Moralvorstellungen nichts zu schaffen.
Ihr natürlicher Bereich ist der Ausdruck und die Empfänglichkeit, daher kann alles, was im Traum auf der linken Seite erscheint, ein Symbol der Unterstützung sein.
Schmerz auf der linken Seite wird als Sensibilität gedeutet.
Die linke Seite steht in Beziehung zur Vergangenheit und bringt weibliche Eigenschaften zum Ausdruck. Können Sie sich nicht zwischen links und rechts entscheiden, dann heißt dies, dass Sie sich nicht zwischen Trieb und Instinkt entscheiden können.
Oder aber es handelt sich um einen Konflikt zwischen Logik und Intuition. [/color]
| Branwen hat folgendes geschrieben: |
| Ich renne, so schnel ich kann, ich kann mich keuchen hören (bin ziemlich unsportlich) und weiß, dass ich unbedingt weiterrennen muss. |
alle rhythmischen Bewegungen wie Laufen, rennen sägen (von Hand) Bohren sowieso, Nageln auch haben einen Bezug zur Sexualität. Die Eile habe ich darum extra gesucht:
Sind Sie selbst in Eile, dann bereiten Sie sich auch den Druck. Eile kann auf verschiedene Weise in den Träumen auftauchen. Oft weist sie auf innere Unruhe, Unsicherheit und Nervosität hin.
Eilig ins Theater oder zu einem Bankett gehen weist manchmal darauf hin, dass Sie für ein (oft erotisches) Abenteuer offen sind, das Sie sich bei einer Verabredung erhoffen
| Branwen hat folgendes geschrieben: |
| Ich mache eine Linkskurve, eine sanfte und merke jetzt erst, wovor ich wegrenne: einem Wildschwein, |
wie gesagt, Deine Ansicht von deinen Trieben stellt die Bache oder der Eber dar:
Es will Sie vor Rücksichtslosigkeit warnen.
Natürlich verweist dieses Tier auch auf die eigenen ungebändigten Triebkräfte und Energien, die in den zwischenmenschlichen Beziehungen gelegentlich Kummer bereiten können.
| Branwen hat folgendes geschrieben: |
| irgendwie sieht es fast immer so aus wie die Wildschine bei Asterix und Obelix, nur realer. Jedenfalls kommt es immer näher, und ich werde immer panischer. Ich kriege keine Luft mehr und fange an zu stolpern. Ich lauf gerade eine lange linkskurve, die so von Büschen zugewachsen ist, dass man die Biegung nicht einsehen kann. |
Also, Deine animalischen Kräfte bringen Dich ins Stolpern.
Du siehst nicht wo es weitergeht, wenn Du Deiner Verliebtheit folgst. Das macht Dir sehr Sorgen.
| Branwen hat folgendes geschrieben: |
| Ich renne immer um das Gestrüpp umzu, und sehe mich vor einer Weggabelung. |
Eine Entscheidung steht an:
Eine Kreuzung verweist im Traum auf eine Wahl, die Sie zwischen zwei Wegen treffen sollen. Möglicherweise ist das Traumsymbol auch ein Hinweis darauf, dass zwei Gegensätze im Alltagsleben aufeinander treffen, Sie in der Folge etwas Entscheidendes verändern müssen und dann Ihren Weg konzentrierter fortsetzen können.
Können Sie sich für eine Richtung entscheiden, zeigt das ein günstigeres Schicksal.
Du hast Dich für links entschieden und willst also Deinen Instinkten folgen.
| Branwen hat folgendes geschrieben: |
| Auf der einen Seite, der rechte Weg, sind zwei berittene Polizisten, |
Die andere Seite ist Dir zu kontrolliert, zu viel Aufsicht da, auch wenn es nur Hampelmänner auf tänzelnden Prachtpferden sind, die haben keine Gewalt und Macht und die können Dich alle mal, die eitlen Uniformständer....
Polizei sehen warnt vor einer illegalen Absicht, die Sie aufgeben sollten.....
| Branwen hat folgendes geschrieben: |
| die mich aber gar nicht beachten, die Pferde gehen im schritt, tänzeln leicht, so wie sie es auf Paraden immer tun... |
Pferde sind wieder die Triebe, welche auch in der disziplinierten Seite vorhanden sind, nur eben tänzelnd und nicht wie ein Wildschwein ernst zu nehmen.
Es repräsentiert im Traum die Energie, die Ihnen zur Verfügung steht.
Ein weißes Pferd stellt die spirituelle Bewusstheit dar, ein braunes die eher praktische und auf dem Boden der Tatsachen stehende Seite und ein schwarzes Pferd Ihre leidenschaftlichen Anteile.....
| Branwen hat folgendes geschrieben: |
| ich entscheide mich jedenfalls für den linken Weg, das Wildschweinhab ich fast vergessen. |
siehe oben, Du vergisst die Gefahr und gehst den unvorsichtigen Weg
| Branwen hat folgendes geschrieben: |
| Der wg endet in einer langen Graden, das merke ich aber gar nicht, sondern renne immer weiter. |
Und da kannst Du nicht mehr wählen.
| Branwen hat folgendes geschrieben: |
| Irgendwann merke ich dann, dass zehn meter hinter mir der Weg in einem Abgrund mündete und dass ich eigentlich abstürzen müsste, was dann auch passiert. |
Ein Abgrund zeigt Lebensschwierigkeiten an, die überbrückt werden können.
Der Sturz in einen Abgrund zeigt auf Verdächtigungen und Anschuldigungen - überstehen Sie den Absturz unverletzt, wird Ihre Ehre wieder herzustellen sein.
Stehen Sie am Rand des Abgrundes, sollten Sie in den folgenden Tagen sehr aufmerksam sein.
In einen Abgrund schauen kann bedeuten, dass Sie ins eigene Unbewusste blicken.
| Branwen hat folgendes geschrieben: |
| Und ich wache jedesmal auf, wenn ich im Dunkel des Abgrundes versinke, denn einen Boden hat er irgendwie nicht. Jedenfalls sitze ich senkrecht und schwer atmend im Bett, wenn ich aufwache, so als wäre ich tatsächlich gerannt. Der Ablauf ist immer gleich, und es ist auch immer ein Wildschwein. Es ist, als würde ich mitten in den Traum hineinfallen und instinktiv wissen, dass mich ein Wildschwein verfolgt. |
Du hast das Gefühl, in Deinem Leben den rechten Weg verpasst zu haben und wartest andauernd darauf, dass Du von Deinen Wünschen oder Trieben in eine Schuldigkeit hinein geführt wirst, in welcher Du ins Uferlose fällst und jeden Halt und jede Kontrolle über Dich verlierst.
Das macht Dir so Angst, dass Du sogar den Schlaf fürchtest, den Du dringend brauchst.
Falls diese Darstellung zutrifft, ist es durchaus sinnvoll, einen Therapeuten aufzusuchen und um Rat zu fragen, wie Du Deine Unausgeglichenheit meistern kannst und wieder zu einer ausgewogeneren Stabilität kommen kannst.
Leider ist so etwas nicht gratis, und die Kassen zahlen höchstens was, wenn Dir der Therapeut von einem Hausarzt vermittelt wird.
Dein Ansprechpartner ist in diesem Sinne der Hausarzt.
Das aber erst, wenn es wirklich zum Problem wird, es kann genauso gut eine Phase sein,welche demnächst von selber aufhört, beispielsweise, wenn Du an Deinem Lebenswandel das änderst, was Du als illegal empfindest oder was es tatsächlich ist.
Achte besser auf Deine Wünsche und auf Deine Triebe und habe keine Angst davor, sie gehören zum Leben genau so gut wie alle kontrollierten Tätigkeiten, aber lass Dich nicht gehen und gib der Panik keinen Raum.
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Hi, ich finde die Interpretationen sehr interessant.
Mal was anderes; hast du schon mal versucht in deinem Traum bewusst den anderen Weg zu gehen um zu sehen, was passiert, wenn du das tust? oder dich umzudrehen es mit dem Wildschwein aufzunehmen? Klingt seltsam, aber es wäre doch einen Versuch wert. Ich spreche da aus Erfahrung, ich hatte sehr oft, besonders als Kind, beängstigende Träume, die immer wieder gekommen sind, meistens bin ich auf irgendeine Art und Weise verfolgt worden. Bis ich eines Tages mich bewusst entschieden habe, anders vorzugehen. Meistens merkt man während dem wiederkehrenden Traum, dass man ihn schon geträumt hat, man weiß auch was passiert. Ich habe gemerkt, dass wenn man plötzlich einen anderen Weg einschlägt, kommt er auch nicht mehr,hehehhee.
Alles Liebe!
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Klar, jassi!
darauf habe ich vielleicht vergessen einzugehen, vor lauter Interpretieren. Es ist bei erschreckenden und wiederkehrenden Träumen immer sinnvoll, sich auch beim Einschlafen schon mal vor zu nehmen: "Heute besiege ich es" oder "heute gehe ich einen anderen Weg"
oder wie auch immer.
Damit arbeiten auch Therapeuten.
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