|
|
|
Hallo,
die Rolle der "Schriftbesitzer" in islamischen Staaten und im islamischen Recht ist mir bekannt.
Nun würde ich gerne wissen, wie Atheisten, Hindus, Buddhisten, Bahai etc. in islamischen Staaten angesehen und behandelt werden.
Gelesen habe ich schonmal, dass Atheisten als "Harbi" betrachtet werden. Es soll also das Recht bestehen sie zu töten.
Um mich zu vergewissern, ob dies stimmt oder nicht, würde ich mich freuen, wenn Ihr weiterhelfen könntet.
|
|
|
|
Hallo,
gibt es denn niemanden, der diese Frage beantworten kann?
|
|
|
|
Vielleicht gibt es noch viele Foren, in denen darüber gesprochen , sprich-geschrieben wird. Es passiert zur Zeit soviel im politischen Bereich, daß vielleicht keiner darauf antworten mag. Selbst in der muslimischen Welt ist Aufbruch zu verspüren, denn sie müssen sich vielen Fragen stellen. Nichts bleibt, wie es ist. Globalisierung in allen Bereichen. Das strengt an
http://lizaswelt.blogspot.com/2006/.....eitsrisiko-atheismus.html
| Zitat: |
Anfang Februar dieses Jahres zitierte der Stern den Text eines Fotos, das einen Teilnehmer an einer Demonstration militanter Islamisten in London zeigte. Der Mann hielt eine Papptafel, auf der stand: „Behead those who say Islam is violent“ („Köpft die, die sagen, der Islam sei gewalttätig“). Das Bild war eine Fälschung – aber nicht nur eine gut gemachte, sondern außerdem eine ziemlich hellsichtige: „Jeder, der den Islam als eine intolerante Religion beschreibt, fördert die Gewalt“, kommentierte beispielsweise eine Sprecherin des pakistanischen Außenministeriums die Rede des Papstes in Regensburg, paraphrasierte also gewissermaßen das, was ein Photoshop-Künstler anlässlich des so genannten Karikaturenstreits noch als Fake in Umlauf gebracht hatte. „Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat und da wirst du nur Schlechtes und Inhumanes finden wie dies, dass er vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigte, durch das Schwert zu verbreiten“, hatte Benedikt XVI. den byzantinischen Kaiser Manuel II. zitiert; Grund genug offenbar für eine Vielzahl an Prophetenverehrern weltweit, erneut zu marodieren und zu brandschatzen, obwohl der Papst es doch nur gut mit ihnen gemeint hatte und sie bloß darauf hinweisen wollte, dass der „Dialog der Kulturen“ zwingend eine religiöse Basis erfordere, jedoch ohne Gewalt vonstatten zu gehen habe. Stattdessen sah er sich zu einer Klarstellung veranlasst, die jedoch Verwüstungen und hasserfüllte Tiraden bis hin zu Morddrohungen nicht bremsen konnte. Undank ist eben der Welt Lohn. |
http://www.google.de/search?hl=de&a.....che&meta=lr%3Dlang_de
|
|
|
|
Wo hast Du das denn gelesen?
| Zitat: |
Gelesen habe ich schonmal, dass Atheisten als "Harbi" betrachtet werden. Es soll also das Recht bestehen sie zu töten.
|
Harb bedeutet auf arabisch Krieg. Ein Harbi wäre somit ein Kriegsgegener, der getötet werden darf.
Allerdings steht im Koran auch hierzu eine genaue Anweisung.
"Wenn ihr nun im Verlaufe eines Verteidigungskrieges auf die Ungläubigen stoßt, dann schlagt auf sie ein, bis ihr sie niedergerungen habt. Dann fesselt sie gut, danach gebt sie frei, entweder aus Gnade oder gegen Lösegeld, damit der Krieg aufhört der euch belastet. so soll es sein!"
Sure 47;4
Du meinst mit den Atheisten etc. eher einen Kafir was soviel wie Ungläubiger bedeutet. Einen Kafir darf man nicht töten
Es gibt allerdings verschiedene Kafir. Das bedeutet, das es Menschen gibt die noch nie etwas von Gott gehört haben und das es Kafir gibt, die einfach ungläubig sind (dem einen Gott/Jahwe/Allah gegenüber).
Auch hier gibt es Anweisungen:
"dass, wer einen Menschen tötet, ohne dass dieser einen Mord begangen oder ein Unheil im Lande angerichtet hat, wie einer sein soll der die ganze Menschheit ermordet hat. Und wer sein Leben erhält, soll sein, als hätte er die ganze Menschheit erhalten"
Sure 5;32
diese Sure ist recht berühmt und bezieht sich auf Gläubige wie Ungläubige, es gibt noch viele weitere Aya die sich mit dem Thema beschäftigen, mal selbst nachlesen würde auch helfen, so dick ist das Buch ja auch nicht.
ich hoffe, dass ich dir weiter geholfen habe!
Schönen Gruß Bajan
|
|
|
|
Das "Gebot" ist mir viel zu allgemein.
1. "ohne dass dieser einen Mord begangen (hat)"
Ich halte auch dann Mord/Blutrache für nicht gerechtfertigt.
2. "oder ein Unheil im Lande angerichtet hat"
Kann viel zu weit ausgelegt werden.
Gewalt und das Töten eines Menschen sollte generell verboten werden, und wenn eine Religion da nicht ganz genau formuliert und abwägt, dann ist sie bei mir schon unten durch...
Sure 6 Aya 151:
"[...] und niemanden töten, den (zu töten) Allah verboten hat, außer wenn ihr dazu berechtigt seid. "
Auch hier: Berechtigung ist weit dehnbar, mir fehlt einfach die scharfe Abgrenzung und Formulierung...
|
|
|