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15.5.2007
Das Alphabet
Es entsteht dies Alphabet
weil ich heut ohne Internet
ich kann nicht in den Sites umgucken
zu schließen meine Wissenslucken
kann nicht erheitern mich an der Welt
da man mir sie kalt gestellt
so dachte ich es wäre nett
zu schreiben über das Alphabet
der Vorteil ist: Nach jedem Vers
ergibt ein neuer sich als wär´s
naturgesetzlich vorgeschrieben,
dass wir nicht bei einem Laut nur blieben.
Das A
1.)
Warum das A Am Anfang steht
über mein kleines Wissen geht
man kann vermuten, wenn man laut
den Mund auftut und in sich schaut
ertönt am ehesten ein A
ganz ohne Zwang und Trallalla
für´s E muss ich schon was bewegen
die Zunge mehr nach vorne legen
fürs O form ich die Lippen rund
und mache einen kleinen Mund
mach ich denselben jedoch auf
und lass der Stimme freien Lauf
dann klingt das A allein daher
dies ein zu sehen ist nicht schwer.
2.)
Das A ist häufig im Gebrauch
zu Deutsch und andersprachlich auch
vermehrt im Süden, wie es scheint
im Norden hat man sich, so meint
der Klimatologe immerzu
gewöhnt die Lippen eher zu
zu halten, da kalt Luft an Zähnen
manchmal Schmerzt: Man lässt das Gähnen.
Doch mit gänzlich geschlossenem Mund
zu reden ist wohl ungesund
denn all zu missverständlich scheint
der Rede Klang der dem M entkeimt
darum macht man den Mund wohl auf
sagt A statt M, nimmt Schmerz in Kauf.
3.)
So ist das Ah der Laut der Schmerzen
in Ach und Krach kommt der von Herzen
das Weh ist schon differenziert
beim U man schon abreagiert
beim M dümpelt der Geist dahin
und überlegt des Lebens Sinn
das AUM ist alles mit einander
vom Osten aus nach Westen wander
so sinnt man meditierend AUM
und sinkt in eines Tages Traum
bricht man dagegen A nur ab
erklingt ein B, gehört wohl hab
ich das zu mancher Rede Schluss
sofern es nicht hiess: Tschüss ich muss.
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Das B
1.)
Das B ist stimmlos nur die Lippen
formen das B in allen Sippen
so ganz allein hört man es kaum
doch im Verband fallen vom Baum
die Blätter netter bunt gefärbt
zum Herbst wenn man vom Sommer erbt
die Frucht der Pflanzen die gepflegt
man hat, nachdem man sie gelegt
als Samen in die feuchte Erde
wohl in Erwartung, was da werde
so blättert sich der Baum jetzt ent
und Sterne steh´n am Firmament
und fallen nicht in unsren Garten
denn solches würde schwer entarten.
2.)
Gefallene Sterne in den Blättern
wirbeln Häuser aus Stein und Brettern
wohl wie Spielzeug durch den Äther
keiner kommt in Frag als Täter
der Meteor gewaltig knallt
dagegen wirkt das B schon alt
und müde lispelt es daher
alleine wirkt´s nur einfach leer
lustvoll und sehnlich sucht das B
nach jemand zum Zusammenstehn
im Glockenklang den Anfang macht
wenn der Klöppel an die Glocke kracht
dann macht es B und das recht leise
erklingt die Glock dann meilenweise.
3.)
Das B etymologisch verwandt
wohl mit dem V oft unerkannt
wenn man die Lippe einwärts hält
macht mit den Zähnen vor gestellt
einen Laut die Luft da durch zu lassen
und möglich ist es, kaum zu fassen
mit Oberzähn und Unterlippe
als umgekehrt, wie hier so Sitte
das V zu formen doch beim B
sind wir ja erst so wahr ich steh
in diesem Forum an der Stelle
warum ich nun nicht auf die Schnelle
im nächsten Post zum C wohl wechsle
mal sehen wie ich dieses drechsle.
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Das C
1.)
Das C (sprich Zeh) ist äusserst wichtig
denn unerwartet multischichtig
zeh-rt es beim Fehlen an der Sprache
dies ist nicht nur in Deutsch ne Sache
die manchem Schreiber Mühe macht
der in der Buchstaben Brühe sacht
die Wörter sich gewählt erstellt
womit, zum Zweck, den Geist erhellt
der sich in seiner Gegend findet
sofern denn dieser nicht erblindet.
Versucht nur ohne Zeh zu gehen
es macht schon Mühe nur zu stehen
man muss mit Händen sich dann halten
will ohne Zeh das Leben gestalten.
2.)
Dies ist auch evolutionär bewiesen
so haben viele, sei´s gepriesen
statt Zehen Hufe oder Pfoten
und nutzen diese auch nach Noten
so wie es eben möglich ist
manchmal mit Tücke oder List
denn wer hätte schon daran gedacht
dass man mit Zehen Bilder macht? <-> Link: Fussmalerei 1.http://www.bitterechtfreundli.ch/dokumentarfilme/unterwegs.html
2. http://www.vdmfk.com/html/show.php?.....amp;mid=1282&oid=1273
Doch ist mit Hufen schön zu malen
wohl eine Sache voller Qualen
im Grossformat allein ist´s möglich
sieht man im Schnee und Sand wohl täglich
vom Satellit der Wechsel Bild
die da gemalet hat das Wild. <-> Link: Wildwechsel
3.)
So achte wohl stets auf das C
denn angeschlagen tut es weh
die Ecken die bereitgestellt
dazu sind nämlich in der Welt
gar zahlreich, hart und unerbittlich
darum fand manches Tier es sittlich
das Zeh gefühllos einzuschalen
mit einem Huf, wie sintemalen
gesehen wird in unsrer Welt
da Pferd und Rind zum Schwein gestellt
mit allesamt behuften Füssen
fröhlich kickend die Ecken grüssen
die da an meinem Zeh so weh
getan zum Sommer als im Schnee.
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Das D
1.)
Das Deh steht hinten bolzgerade
und wölbt nach vorn sich wie ein Dorn
die Rune dazu war entsprechend
dreieckig mit dem Spitz nach vorn
in unsrer Sprache ist das Deh
so wichtig wie das Zeh und Beh
denn ohne Deh da gäb´s kein DU
und ich wär ganz allein im Nu
verlassen von Gott und der Welt
und ganz auf mich allein gestellt
so ist das Deh mein Ein und Alles
neben dem U im Fall des Falles
dass man mich jetzt nicht mehr versteht
sich auch das Deh gegen mich dreht.
2.)
Es dehnen sich die meisten Sehnen
ein wenig nur bei hartem Zug
das Sehnen jedoch genügt denen
die verliebt sind gern zum Flug
ist dann erreicht ersehntes Ziel
nützt das Sehnen nicht mehr viel
und steht da ohne Sinn und Zweck
nährt vielleicht noch den Kummerspeck
so zeigt das Deh dann auch ganz gut
wie rund das Bäuchlein wird und Mut
zu dem Erreichen des Ersehnten
hab man mit dem nach Du gedehnten
Bauch das Du auch abzupuffern
so schmiegt man an sich an Du´s Ufern
3.)
Dies war nun freilich eher abstrakt
das mir das Deh da abgefragt
doch Dir deucht sicher durch die Zeilen
man möchte gern im Du verweilen
doch nur so lang wie es gefällt
dann ist der Du auf sich gestellt.
Der ruft vielleicht noch "HE Du Ich!
Was wird aus mir, denn fürchterlich
allein bin ich ohne mein Du
komm schnell zurück nur immerzu."
Oh, ich bin doch nicht ein Du?
das macht mich ganz konfus nanu!
ich bleibe ich und überhaupt
braucht Konsonant Vokal als Braut,
denn so allein ist jede Glyphe
verloren in der Welt und schliefe
zu der Bedeutung kommt sie erst
zusammen recht, wie Du begehrst.
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Das E
1.)
Das E ist der Vokale zweiter
und wird darum vom guten Leiter
als Elektron gern transportiert
worüber mancher sich geniert
der unvorsichtig in die Dose
was reingesteckt und in Narkose
darauf erwacht und wenig heiter
erfährt sein Draht, der war ein Leiter.
Das E, geöffnet sehr dem Du
als aufgeknacktes Deh im Nu
das lässt erkennen wie das Deh
wenn es geöffnet sich wie Zeh
in der Mitte direkt zum Du hin zeigt
mit dem es gern ein Liedchen geigt
dies hat in prüden Zeiten Folgen
das ist geistig einfach zu verfolgen:
2.)
So schmilzt zusammen das kleine Teil
das in der Mitte wie ein Keil
nach dem Du hin zeigte fröhlich frech
man kürzt es oft fast gänzlich weg
das gilt als schön und elegant
wenn´s Mittelteil kurz und frappant
die Enden nach dem Kreis sich dehnen
weil sie so nach Vollendung sehnen
doch um vom Zeh zu unterscheiden
bedarf das E man muss es leiden
ein Mittelstrich ganz unbedingt
da man sonst falsche Lieder singt.
So ist das E der Buchen Staben
einer der schönsten Himmelsgaben
3.)
Kaum ein heilig Wort kommt ohne E
so weit ich durch die Bücher seh
das E ist fast so gut wie Gott
allgegenwärtig immerfort
Spräche man alle Vokale E
ich wette dass man Sinn versteh
wer will es denn gern mal probieren
und einen Satz voll E studieren?
Ech sege eech des est gewess
eene greße Freede enterdess
ze lesen elle E allheer
wes ech em ennersten stedeer
se kemmt des Webchen ze sem Menn
wenn es en leeter e wehl flenn.
Na gut wenn Du es nicht verstanden
da kommt kein Weisheit nicht abhanden.
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Das F
1.)
Das Äff das ist genealogisch
bedeutungsvoll seit Darwins Zeit
es richtet sich ganz egophobisch
wie E nach Du da rechts das Zweit
denn links liegt die Vergangenheit
und rechts das Futur, Du und Streit
denn wer alleine streiten will
der ist nach kurzen Zeiten still.
Das Äff wie Forka oder Gabel
belegt den Krach seit Kain und Abel
es funkelt fern am Firmament
wo man so gern nach Streit hin rennt
so weit wie möglich von den andern
möcht' man gern ins allein Sein wandern.
2.)
Doch fürchterlicher ist´s allein
ohne das Äffchen da zu sein
dem man konnt´in die Schuhe schieben
die Schuld an allem nach belieben:
"Du Ferkel, Frechdachs" und so weiter
nennt man das Äff gern bös und heiter
man äfft sich nach mit Spass und Spott
das belebt so schön den Alltagstrott
die Effizienz ist freilich klein
denn schuld ist man zumeist allein
und schickt man alle Äffchen weg
bleibt nicht einmal zurück ihr Dreck
der Abfall fällt nicht weit vom Stamm
er ist Dein eigner, irgendwann...
3.)
...sieht dies der letzte Trottel ein
und vor er um sich teilt mit "Schwein"
wird er denn doch am End begreifen
im Fluss zu lassen nicht mal Seifen
und sich zu waschen ganz natürlich
ohne der Umwelt allzu spürlich
zu hinterlassen seinen Dreck
"nun ist genug, ich gehe weg"
zu sagen und sich verabschieden
wo es saubrer, sei sei er zufrieden.
Nein liebe Leut, so geht das nicht
ich sag Euch hier mal ins Gesicht
ein jeder äfft sich selber nach
Doch ist Äff Freiheit unter Dach.
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