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http://www.bahai-forum.com/bahaullah---aehrenlese-(811)-t119.html
Einmal hier gefunden:
Baha'u'llah - Ährenlese (81:1)
Nun zu deiner Frage über die Seele des Menschen und ihr Fortleben nach dem Tode. Wisse wahrlich, daß die Seele nach ihrer Trennung vom Leibe weiter fortschreitet, bis sie die Gegenwart Gottes erreicht, in einem Zustand und einer Beschaffenheit, die weder der Lauf der Zeiten und Jahrhunderte noch der Wechsel und Wandel dieser Welt ändern können. Sie wird so lange bestehen, wie das Reich Gottes, Seine Allgewalt, Seine Herrschaft und Macht bestehen werden. Sie wird die Zeichen Gottes und Seine Eigenschaften offenbaren, Seine Gnade und Huld enthüllen. Meine Feder stockt, wenn sie die Höhe und Herrlichkeit einer so erhabenen Stufe gebührend zu beschreiben sucht. Mit solcher Ehre wird die Hand der Barmherzigkeit die Seele bekleiden, daß keine Zunge es gebührend schildern noch ein anderes irdisches Mittel es beschreiben kann. Gesegnet die Seele, die zur Stunde ihrer Trennung vom Leibe über die eitlen Vorstellungen der Völker dieser Welt geheiligt ist. Eine solche Seele lebt und wirkt im Einklang mit dem Willen ihres Schöpfers und geht in das allhöchste Paradies ein. Die Himmelsdienerinnen, Bewohnerinnen der erhabensten Stätten, werden sie umschreiten, und die Propheten Gottes und Seine Auserwählten werden ihre Gesellschaft suchen. Mit ihnen wird die Seele frei verkehren und ihnen berichten, was sie auf ihrem Wege zu Gott, dem Herrn aller Welten, erdulden mußte. Erführe ein Mensch, was einer solchen Seele in den Welten Gottes, des Herrn des Thrones in der Höhe und auf Erden hienieden, verordnet ist, er entflammte sogleich mit seinem ganzen Wesen im überwältigenden Verlangen, diese erhabenste, diese geheiligte, strahlende Stufe zu erreichen.
Nun die andere Sichtweise:
http://www.lebendige-ethik-schule.de/U8.rtf
Die großen, erleuchteten Weltlehrer, Heiligen und Künstler sind der Voll-kommenheit einen Schritt näher als wir. Sollten sie ihre Fähigkeiten der Vererbung, dem Zufall oder einem göttlichen Gnadengeschenk zu verdan-ken haben, während Menschen wie Du und ich nicht hoffen können, jemals in diese Sphären vorzustoßen?
Glauben wir nicht an das Ammenmärchen, die himmlischen Mächte würden aus einem großen Füllhorn Begabungen aller Art ohne Rücksicht auf die innere Berechtigung wahllos und zufällig über Würdige und Unwürdige aus-schütten! Eine solche Sicht der kosmischen Ordnung verleitet viele Men-schen dazu, Anstrengungen zum Erreichen der Vollkommenheit gar nicht erst zu unternehmen. Dieser Wahn ist aber mit dem Gesetz der Gerechtig-keit nicht in Einklang zu bringen, das den gesamten Kosmos beherrscht.
Erwartet nicht Geschenke, sammelt vielmehr des Geistes Schätze. (BGM I, 339)
Jeder empfängt nach seinen Verdiensten. Die Feinstoffliche Welt verleiht ihre Gaben dem Bewußtsein gemäß. (FW I, 368)
Alles ist Arbeit und Erfahrung (AY 225). Wer an eine höhere Ordnung glaubt, kann den Entwicklungsstand erleuchteter Menschen nur damit erklären, daß sie durch ihre Bemühungen in früheren Leben weiter vorangekommen sind als die anderen. Jedem ist es möglich, im Laufe vieler Leben Stufe für Stufe aufzusteigen.
Es kann beobachtet werden, daß manche Menschen überaus viel Ge-duld besitzen, während anderen diese Eigenschaft völlig fehlt. Was ist die Ursache dafür? Diese Grundeigenschaft kann keine Sache des Zu-falls sein. Wisset, daß derjenige, der Geduld besitzt, diese Eigenschaft in vielen Leben erworben hat. (Br I, 119)
Wir bezeichnen Adel als die segensreichen Aufspeicherungen aus frühe-ren Leben, auf Erden indes wird der Adel nach Geburt geschätzt. (Hier 182)
Der Wunsch nach Wissen entstammt dem verlorengegangenen Wissen der Vergangenheit, genauso wie Vorstellungsvermögen die Folge frühe-rer Erfahrungen ist. (AY 296)
Die im Bewußtseinsinnern verankerte Aufspeicherung infolge der sich über viele Leben erstreckenden Beobachtungen wird schlummernde Weisheit genannt. Es ist lehrreich zu verfolgen, daß sich von klein auf bereits Neigungen und Wissenserwerb bekunden. Diese lassen sich auf keine andere Weise erklären als durch Aufspeicherungen. (Br I, 152)
Verneinen wir die Aufspeicherungen der Vergangenheit nicht, sie liefern einen weiteren Beweis früherer Leben. (FW I, 464)
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Noch mehr Aussagen:
http://www.bahai-forum.com/bahaullah---aehrenlese-(827)-t117.html
Baha'u'llah - Ährenlese (82:7)
Du fragst Mich ferner über den Zustand der Seele nach ihrer Trennung vom Leib. Wisse wahrlich, daß die Seele des Menschen, wenn sie auf den Wegen Gottes gewandelt ist, gewiß zurückkehrt und zur Herrlichkeit des Geliebten versammelt wird. Bei der Gerechtigkeit Gottes! Sie wird eine Stufe erreichen, die keine Feder beschreiben, keine Zunge schildern kann. Die Seele, die der Sache Gottes treu bleibt und unbeirrbar Seinem Pfade folgt, wird nach ihrem Aufstieg solche Kraft besitzen, daß alle Welten, die der Allmächtige erschaffen hat, durch sie gefördert werden können. Eine solche Seele sorgt auf Geheiß des wahren Königs und göttlichen Erziehers für den reinen Sauerteig, der die Welt des Seins durchdringt und jene Kraft spendet, durch welche die Künste und Wunderwerke der Welt offenbar werden. Bedenke, wie das Mehl den Sauerteig braucht, damit er es durchsetzt. Diese Seelen, die Sinnbilder der Loslösung, sind der Sauerteig der Welt. Denke darüber nach und gehöre zu den Dankbaren.
http://www.lebendige-ethik-schule.de/U8.rtf
3. DER ABENDLÄNDISCHE MENSCH UND DIE REINKARNATIONSLEHRE
Drei Überlegungen sollten auch den skeptischen Abendländer von der Zweckmäßigkeit der Wiedergeburtslehre überzeugen:
Bedenkt, wie sehr die Menschen in der Frage der Wiederverkörperung auseinandergehen. Die einen vermögen die diesem Gesetz zugrundelie-gende ganze Gerechtigkeit anzunehmen, doch für die anderen erscheint es als ungeheuerlich. (Br II, 378)
Vervollkommnung nur auf Erden
Die erste lautet: Wenn der Geist des Unsterblichen, abgesehen von vorü-bergehenden Ruhezeiten, in Unbegrenztheit weiterwirkt, was liegt näher als die Annahme, daß dies auf absehbare Zeit auf dem Planeten geschieht, an den er zunächst gebunden ist - auf der Erde? Es mögen sich ihm später höhere Welten erschließen - einstweilen aber hat er hier noch so viel zu lernen, daß man sich keinen Ort vorstellen kann, der für sein Fortkommen besser geeignet wäre.
Die Menschen sind in ihrem heutigen Zustand noch keineswegs über die Verhältnisse auf Erden hinausgewachsen und damit noch nicht reif für den „Himmel" - für höhere Welten. Welchen Sinn sollte es also haben, sie schon jetzt auf eine andere, gar eine höhere Ebene zu versetzen? Es entspricht vielmehr dem Gesetz der Zweckmäßigkeit, daß sie solange auf die Erde zurückkehren, wie sie hier noch etwas zu erarbeiten haben.
Wir benötigen noch eine Vielzahl von Inkarnationen, um die zur Vollkom-menheit nötigen Eigenschaften zu entwickeln und zu erproben. Jeder weiß selbst, daß er die Errungenschaften, die ihm noch fehlen, am besten in ei-nem weiteren Leben auf Erden erwerben kann.
Es scheint ohne weiteres klar zu sein, wenn wir hören, daß jeder Le-benswechsel, wie eine Medizin, irgendeine Seite des Menschen heilt, die nicht gesund ist. Ein unzureichend geschliffener Stein wird auch nicht leuchten. (Br II, 223)
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Frage nach Sinnhaftigkeit:
Wir haben den Freien Willen, uns entscheiden zu können, was wir glauben möchten. Es soll keinen geben, der uns diese Freiheit nicht läßt.
Wenn so viele Sichtweisen aufeinander treffen, werden wir uns immer fragen müssen, was einem selbst wahrscheinlich erscheint - wo er Antworten findet und finden möchte.
Es gibt nichts, was nur die Eine Wahrheit ist.
Denn wenn es nur den Einen gibt, dann weiß nur er es - aber er schickt uns viele Weisheiten - wir müssen sie nur suchen - Der Eine verstreut viele Edelsteine -es ist an uns, sie zu suchen und sie zusammen zu legen-
wir sind wie die 3 Söhne des Bauern in der Bibel - der seine zurück gekehrten Lieben anschaut und ihre Rucksäcke erhält - das Ergebnis der gelebten Erfahrungen.
http://www.bahai-forum.com/bahaullah---aehrenlese-(863)-t120.html
Baha'u'llah - Ährenlese (86:3)
Aber den Seelen der Ungläubigen wird beim letzten Atemzug, dies bezeuge Ich, alles Gute zum Bewußtsein kommen, das ihnen entgangen ist, sie werden ihren Zustand beklagen und sich vor Gott demütigen. Damit werden sie nach der Trennung ihrer Seele vom Leib fortfahren.
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Wahrer Reichtum
Die Individualität, der einzigartige Charakter jedes einzelnen Menschen bildet sich durch das Zusammentreffen seines ewigen Geisteskornes mit den wechselnden materiellen Verhältnissen, aus den Erfahrungen, die das Ego hier unten und in den höheren Welten macht.
So gehen schon viele Wesenszüge in euer Leben ein, die eine Reihe unzerstörbarer Aufspeicherungen mit sich bringen. Dies ist der Beginn wahren Reichtums. (Herz 434)
Das, was sich als Charakter offenbart, ist das Ergebnis von Äonen be-wußter, beharrlicher, unermüdlicher Anstrengungen, welche das indivi-duelle Ego als Stein, Pflanze, Tier und Mensch durchlaufen hat.
Diese Fähigkeiten sind die Grundsteine des Gebäudes, das wir errichten, um dem Charakter Ausdruck zu verleihen. Wem eine der Grundeigen-schaften dieses Gebäudes fehlt, muß daraus schließen, daß er sie in der Vergangenheit nicht ausgebildet oder durch Mißbrauch verloren hat. Er wird die ihm fehlende Eigenschaft erst dann wieder besitzen, wenn er sie durch beharrliche, unermüdliche Anstrengung neu erworben hat. (TL III, 89)
Sie besteht aus den dem ewigen Geisteskorn anhaftenden, positiven und negativen Anhäufungen. Diese sind unser wahrer Reichtum. Viel wichtiger ist es, sich um diese Aufspeicherungen zu bemühen als um Dinge, die wir spätestens mit dem Tod verlieren.
Der Kühne weiß, daß die Freude des Geistes allein der Errungenschaft innewohnt. Der Kühne bedarf keiner menschlichen Anerkennung, denn
seine Errungenschaft ist eine durch Arbeit und Streben selbst geflochte-ne Krone. (FW III, 55)
Das Herz ist der einzige Richter, der die erworbenen kostbaren Energien ansammelt und behütet. Die Struktur dieser erworbenen und angehäuf-ten Energien ist unsere Individualität und unsere Bestimmung. (HR I/1, 73)
Sie sind die Schätze, die ewigen geistigen Güter, die wir nach den Worten Jesu statt irdischer Reichtümer sammeln sollen:
Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo sie die Motten und der Rost fressen und wo die Diebe nachgraben und stehlen. Sammelt euch aber Schätze im Himmel, wo sie weder Motten noch Rost fressen und wo die Diebe nicht nachgraben noch stehlen. Denn wo euer Schatz ist, da ist auch euer Herz. (Mt 6, 19, 20)
Euer Schmuck soll nicht auswendig sein mit Haarflechten und Gold-schmuck oder Kleiderpracht, sondern der verborgene Mensch des Her-zens im unvergänglichen Schmuck des sanften und stillen Geistes! Das ist köstlich vor Gott. (1. Petr 3, 3, 4)
Der in früheren Inkarnationen erreichte Grad der Errungenschaft bestimmt unsere heutigen Möglichkeiten.
Man kann sich freuen, wenn jeder Fortschritt des Bewußtseins die frühe-ren Aufspeicherungen des Geistes wieder belebt. (FW I, 662)
Jeder kann nur die Stufe einnehmen, die seinen früheren Aufspeiche-rungen entspricht. (HR II/1, 11)
Es ist gerade der Sinn der vielen Inkarnationen, uns unter verschiedenen Umständen zu prüfen und neue, noch fehlende Eigenschaften heranzubil-den.
Wir müssen uns unter den verschiedensten Umständen prüfen; darin verbirgt sich das Geheimnis der Veränderung der Inkarnationen. Die Menschen können jedoch nicht verstehen, auf welche Weise sich ein König in einen Schuster verwandelt. (Br I, 218)
Wenn der Mensch die irdische Hülle anlegt, muß er Gutes schaffen, um sich auf diese Weise zu vervollkommnen. (Br I, 261)
Beweglichkeit des Bewußtseins ist eine Eigenschaft der höheren Welt. Man sollte verstehen, wieso auf königliche Inkarnationen solche von Schuhmachern folgen können, ohne zu erniedrigen. Auf Erden erfaßt man die Beweglichkeit äußerer Formen nur schwer, weil sich die Men-schen den Aufstieg des Geistes nicht vorstellen. Beweglichkeit lehrt ei-nen, die Dinge von verschiedenen Blickwinkeln zu verstehen. (AY 373)
So fördert das Durchschreiten aller karmischen Stufen die Entwicklung verschiedener Eigenschaften. (U I, 331)
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Ich habe heute das Tägliche Wort erhalten:
Thema: Worte der Weisheit
Im Namen Gottes, des Erhabensten des Höchsten!
Die Quelle alles Guten ist Vertrauen in Gott, Unterwerfung unter Sein Gebot und Zufriedenheit mit Seinem heiligen Willen und Wohlgefallen.
Das Wesen der Weisheit ist die Gottesfurcht, die Angst vor Seiner Rute und Strafe, die rasche Wahrnehmung Seiner Gerechtigkeit und Seines Geheißes.
Das Wesen der Religion ist zu bezeugen, was der Herr offenbarte, und zu befolgen, was Er in Seinem mächtigen Buch verordnete.
Die Quelle allen Ruhmes ist anzunehmen, was der Herr verleiht, und zufrieden zu sein mit dem, was Gott verfügt.
Das Wesen der Liebe ist für den Menschen, sein Herz dem Geliebten zuzukehren, sich von allem außer Ihm zu lösen und nichts anderes als sein Herr zu wünschen.
Wahres Gedenken ist, den Herrn, den Allgepriesenen, zu erwähnen und alles außer ihm zu vergessen.
Wahre Zuversicht ist für den Diener, seinen beruflichen Pflichten in dieser Welt nachzugehen, sich fest an den Herrn zu halten und nur Seine Gnade zu
suchen; denn in Seinen Händen liegen die Geschicke aller Seiner Diener.
Das Wesen der Loslösung ist für den Menschen, das Angesicht dem Hofe des Herrn zuzuwenden, in Seine Gegenwart zu treten, Sein Antlitz zu schauen und als Zeuge vor Ihm zu stehen.
Das Wesen der Vernunft ist, die eigene Armut zu bezeugen und sich in den Willen des Herrn, des unabhängigen Herrschers, des Gnädigen, des Allmachtvollen, zu fügen.
Die Quelle des Mutes und der Macht ist die Verbreitung des Wortes Gottes und die Standhaftigkeit in Seiner Liebe.
Das Wesen der Nächstenliebe ist für den Diener, von den Segnungen seines Herrn zu berichten und Ihm allezeit und in jeder Lage Dank zu sagen.
Das Wesen des Glaubens ist, wenig Worte zu machen und eine Fülle von Taten aufzuweisen. Wisse fürwahr, daß für den, der mehr redet, als er tut, der Tod besser ist als sein Leben.
Das Wesen wahrer Sicherheit ist, Schweigen zu wahren, auf das Ende der Dinge zu sehen und der Welt zu entsagen.
Der Anbeginn der Großmut ist, daß der Mensch seinen Reichtum für sich, seine Familie und die Armen unter seinen Glaubensbrüdern ausgibt.
Das Wesen des Wohlstandes ist die Liebe zu Mir. Wer Mich liebt, besitzt alles, und wer Mich nicht liebt, gehört fürwahr zu den Armen und Bedürftigen. Dies ist, was der Finger der Herrlichkeit und des Glanzes offenbart.
Die Quelle alles Bösen ist für den Menschen, sich von Seinem Herrn abzuwenden und sein Herz an Gottloses zu hängen.
Das am heftigsten brennende Feuer ist, die Zeichen Gottes in Frage zu stellen, was Er offenbarte, eitel in Zweifel zu ziehen, Ihn zu leugnen und sich stolz vor Ihm zu brüsten.
Die Quelle aller Bildung ist die Erkenntnis Gottes, erhaben sei Seine Herrlichkeit! Diese Erkenntnis kann nur durch die Erkenntnis Seiner göttlichen Manifestation erlangt werden.
Das Wesen der Erniedrigung ist, den Schatten des Barmherzigen zu verlassen und seine Zuflucht beim Bösen zu suchen.
Die Quelle des Irrtums ist, nicht an den einen wahren Gott zu glauben, sich auf anderes als Ihn zu verlassen und Sein Gebot zu fliehen.
Wahren Verlust erleidet, wer seine Tage in völliger Unkenntnis über sein wahres Selbst verbringt.
Das Wesen all dessen, was Wir für dich offenbarten, ist die Gerechtigkeit. Sie bedeutet für den Menschen, daß er sich von eitlem Wahn und Nachahmung frei mache, mit dem Auge der Einheit das herrliche Werk Seiner Hände schaue und mit forschendem Blick in alles eindringe.
Also haben Wir dich unterwiesen und dir Worte der Weisheit offenbart, auf daß du dem Herrn, deinem Gott, dankbar seiest und dich damit unter allen Völkern rühmest. Baha'u'llah - Botschaften aus Akka
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Was sagt nun eine andere Variante ?
Der Geistige Pfad
Der Weg der Seele, der Sinn des Lebens ist der steile Pfad des Aufstiegs zu Meisterschaft und Vollkommenheit, letztlich zu Gott - nach dem Wort unse-res Herren, daß wir vollkommen werden sollen wie der Vater im Himmel. Der Geist, der Funke göttlichen Feuers in unserem Inneren drängt uns geradezu zu den Höhen. Wir spüren in uns selbst und in der gesamten Natur dasselbe Streben zum Licht.
Der Unsterbliche täuscht sich nicht über die Schwächen und Unreinheiten hinweg, die ihn noch vom Allerhöchsten trennen. Das kindlich-reine Wesen in seinem Inneren ist von vielen Schwären bedeckt und bis zur Unkenntlich-keit entstellt.
Es ist eine gründliche Reinigung erforderlich, um die höhere Stufe zu gewinnen. Das Unvollkommene muß in uns selbst ausgerottet, umgewandelt werden. Der Unsterbliche fühlt mit einer Gewißheit, die höher ist als alle Vernunft, daß nur er selbst sich durch harte Arbeit, Übung und Erfahrung von all den Geschwüren befreien kann, die er im Laufe seiner äonenlangen Exis-tenz angesammelt hat.
Er weist die versucherische Idee zurück, Jesus hätte ihn dieser Notwendig-keit enthoben. Es ist im geistigen Sinn ein Verbrechen, den Menschen ein-zuflüstern, sie könnten sich jede Mühe sparen und würden von selbst rein - denn so kommen wir nie aus dem Sumpf, Elend und Leid heraus, in dem wir stecken.
Ein solches billiges Geschenk, unterschiedslos an Würdige und Unwürdige verschleudert, wäre auch nichts wert. Nur das ist natürlicher und bleibender Besitz, wirklich unser eigen, was wir uns selbst an Errungenschaften er-kämpft haben.
Wir erhalten Rat und Hilfe von oben, wenn wir uns auf den Weg machen; die entscheidende Anstrengung - die Umbildung unseres eigenen Wesens - ist aber von uns selbst zu leisten.
Erst die Erkenntnis der unbegrenzten Fortdauer des Daseins ermöglicht es uns, den Geistigen Pfad einzuschlagen: Ein einziges irdisches Leben ist tatsächlich sinnlos und absurd, nämlich viel zu kurz, um nennenswerte Fort-schritte zu machen. Warum sollte ich mich auch abmühen, wenn ich dem traurigen Irrglauben erlegen bin, daß alles, was ich anhäufe, schon nach kurzer Zeit, nämlich mit meinem Tod, wieder restlos vernichtet wird?
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