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Hallo matthes,
Ich fange mal hinten an, das scheint am einfachsten:
Ich bin ein im September 53-jähriges zeugungsfähiges Männchen der Gattung Homo Sapiens s. (Ich kann nicht dafür, dass die Zoologen diese Affen weise (sapiens) finden gggg)
Habe meines Wissens keine Nachkommen, worüber ich froh bin.
Nein, sooo unglücklich bin ich nicht, sonst würde ich kaum noch irgendwo in Comms reinschreiben. Aber so richtig glücklich kann ich dem auch nicht sagen, was mein Tagesdurchschnitt an Freude und Fröhlichkeit ist.
Ich ärgere mich über die Blödheit mancher Schreiber, statt traurig darüber zu sein und Mitgefühl zu haben.
Wer sich jetzt hier betroffen fühlen mag ist selber schuld, ich habe nicht jemanden bestimmten gemeint und wenn, dann eher in einer andere Comm.
Was Kriege und Glauben anbetrifft muss ich ein wenig differenzieren was Du sagst:
Zwar macht es gerade den Eindruck, als wollten die Moslems die Weltherrschaft erkämpfen, wenn es sein muss mit Bombengürtel um Märtyrerbäuche.
Aber ich denke nicht, dass die Drahtzieher religiöse Motive haben, sondern ich denke, es sind rein politische Interesse, welche nun gerade den Islam als schlagkräftigstes Argument zur Verfügung haben.
Eine gewisse Art zu glauben macht stark, stur und unerbittlich, und eine ausgezeichnete Voraussetzung für diese Art zu glauben ist Enttäuschung und persönlicher Misserfolg.
Menschen sind wirklich sonderbare Tiere: Es wird sehr oft aus vermeintlicher Liebe gemordet. Diese Art Liebe ist vergleichbar mit der Art Glauben, welche ich vorhin andeuten wollte: Sie basiert auf reinem Egoismus.
Insofern ist sie evolutionär begründet, was nicht berechtigt bedeuten will.
Aus der christlichen Kirche bin ich auch ausgetreten vor nun bald 25 Jahren, ich wurde wie viele Kinder getauft ohne gefragt zu werden.
Kirchenmusik ist wunderbar, sowohl ein Oratorium als eine Raga auf der Sitar sind wirklich etwas, bei dem man sich vergessen kann.
Die Texte so mancher schöner Musik, sowohl alter als auch zeitgenössischer, versteht man besser gar nicht. Das betrifft nicht nur die geistliche Musik, aber ott zu preisen ist eine Tätigkeit, die in jeder Religion singend gehandhabt wird und dagegen ist auch nichts einzuwenden.
Eines meiner Lieblingslieder seit der Kindheit und bis heute, und zwar sowohl was den Text als was die Melodie anbetrifft, war und ist: "Wer nur den lieben Gott lässt walten, der habet nicht auf Sand gebaut"
Aber ich gebe zu, dass mir selbst das Lobpreisen als Tagesbeschäftigung nicht so sehr liegt.
Ich Freue mich von ganzem Herzen, über die Virtuosität mit der der Amselhahb sein Revier markiert und seine Liebste preist, genauso freue ich mich auch über die Katzen und ihre Spiele, selbst wenn sie mal wieder einer Maus hinterdrein sind.
Bei den Blindschleichen habe ich allerdings die Angewohnheit, die Schleichen zu retten, wenn sie noch zu retten sind.
Das ist ganz einfach: Man muss nur die Katze wegnehmen und sie mit etwas Schlagsahne trösten, inzwischen verzieht sich die Schleiche.
Vielleicht erwarte ich auch einfach zu viel vom Zustand des Glücklichseins und sollte etwas bescheidener sein.
An den Dingen liegt es nicht, ob ich glücklich oder unglücklich bin, die Dinge machen zufrieden, vielleicht fehlt mir ein wenig eine Begegnung mit einer Person Gott, welche so universell wäre, dass sie auch ganztags für mich da wäre... anderseits kann es sein, dass ich mich da überwacht fühlte.
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