|
|
|
| laticia hat folgendes geschrieben: |
| Zu dem Beitrag von VanTast, verstehe ich nicht was der Traum mit fremdgehen sowie untreu zu tun hat. |
Das IST geistig fremdgehen, wenn Du Dir sexuelle Gedanken machst zum Aussehen eines anderen Typen als Deinem Auserwählten!
Wenn Du so treu bist, wie sich das für einen innig liebenden Menschen gebührt, dann hast Du gefälligst alle anderen Menschen hinsichtlich ihrer sexuellen Eigenarten neutral zu behandeln.
Da das nicht ganz einfach ist, hat man in muslimischem Kulturkreis den Harem eingeführt, welcher garantieren soll, dass alle Jungs und Mädels nur direkt vom Sultan abstammen.. oder so irgendwie.
| laticia hat folgendes geschrieben: |
| Meinst du das der Traum etwas damit zu, dass mein Freund versucht hatte mich immer zu "bestimmen"? |
Das mag damit zu tun haben, dass Du Dich übehraupt danach sehnst, mit einem anderen Mann zusammen zu sein. Wenn Dir nämlich Dein Freund die Freiheiten zugestünde, die Du Dir offenbar wünschst, würde Dich gar nicht nach solchen Abenteuern verlangen, nicht einmal im Traum.
Die Frage ist, ob Du dann noch die Geborgenheit bekämest, in welcher Dir bei ihm anscheinend wohl ist. Vermutlich ist Dein eigenes Verlangen nach Geborgenheit und Dein eigenes Verlangen nach Freiheit ein Konflikt, mit dem Du nicht so einfach fertig wirst.
Das ist normal, und in menschlichem Dasein bereits die Wurzel so mancher kultureller Welten, die man nur bestaunen kann. Im weitesten Sinne ist das die Wurzel von sehr viel Kultur überhaupt.
| laticia hat folgendes geschrieben: |
| Falls ja, ich verstehe nicht wieso ich diese Träume noch immer habe... seit ca. ein paar Tagen verstehen wir uns wieder bestens, und er macht mich glücklich. |
Du denkst in sehr kurzen Zeiträumen: Was sind ein paar Tage denn, im Zeitraum Deines ganzen Lebens? Ein Klacks doch nur!
Er macht Dich glücklich? Er lässt Dich die Zeit vergessen? Du bist berauscht von seinen Küssen?
Geniesse es! Aber bereite Dich darauf vor, innerlich, dass dieser Zustand nicht bleibt, denn ganz natürlicherweise gewöhnt man sich auch ans Glück, das lässt das Glück abflachen und alltäglich werden, und was will man dann?
Zumeist und ebenso natürlicherweise, von der Biologie eingerichtet folgt dann bald das Glück, ein Kind pflegen zu dürfen, Mutterglück und Vaterfreude. Daneben geht das Glück mit dem Partner ein relativiertes Dasein ein, das auch noch da ist, aber der Spross quäckt eben den ganzen Tag und der Partner nur wenn der nicht arbeiten muss, um den Spross zu ernähren.
Aber das funktioniert, seit mindestens viertausend Jahren und viel geändert hat sich kaum daran, ausser daran, wie man in den Kulturen die dabei aufkommenden Probleme managt.
| laticia hat folgendes geschrieben: |
| Oder kommen die Träume noch immer weil ich die Tagsüber "verdränge" (also nicht dran denken will) und sie somit nicht verarbeite Nachts? |
Das Problem sehe ich nur darin, dass Freiheit und Geborgenheit nicht beide in dem Masse zu leben sind, wie Du das gerne hättest, das ist normal und das hat jeder, denn jede Freiheit bedeutet auch ein wenig Verlorenheit und jede Geborgenheit bedeutet auch ein wenig Zwang und Kerker.
Um das mal mit etwas extremen Worten kontrastiert zu illustrieren.
Wenn Du die Mauern Deines Kerkers im Traume sprengst und mit einem sexy Typen fast fast Sex hast, dann hast Du halt im Traum erfüllt, was Dir im Leben versagt blieb, was ich als sehr gesund und durchaus praktikabel ansehe.
Wenn Dein Freund Dir nun verbietet, von anderen Männern zu träumen (Du warst doch nicht etwa so taktlos, ihm davon zu erzählen!) dann kannst Du Deinem Freund ruhig sagen, dass seine Verbote in der Welt der Träume höchsten als Zoten benützt werden können, er solle gefälligst froh und glücklich sein, wenn Du nicht alles daran setztest, Deine Träume in der Realität des Wachbewusstseins zu erleben.
|
|
|