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Das heutige Wort hat was.
Thema: Gute Gedanken müssen zu Taten werden
In der ganzen Welt hört man schöne Reden preisen und edle Lehren bewundern.
Alle Menschen sagen, daß sie das Gute lieben und alles Übel hassen.
Aufrichtigkeit sei bewundernswert, die Lüge hingegen verächtlich, Glaube sei
Tugend und Treulosigkeit eine Schande für die Menschheit. Gesegnet sei es,
die Menschenherzen zu beglücken, und unrecht, Kummer zu bereiten. Gütig und
barmherzig zu sein sei recht, zu hassen hingegen Sünde. Gerechtigkeit sei
eine edle Eigenschaft und Ungerechtigkeit ein Laster. Man sei verpflichtet,
mitleidig zu sein und keinem Menschen weh zu tun, und Eifersucht und Bosheit
müßten um jeden Preis gemieden werden. Gelehrsamkeit, nicht Unwissenheit,
sei des Menschen Ruhm, das Licht und nicht das Dunkel! Gut sei es, das
Angesicht Gott zuzuwenden, und töricht, Ihn nicht zu beachten. Es sei unsere
Pflicht, den Menschen emporzuführen statt ihn irrezuführen und die Ursache
seines Falls zu sein, so gibt es der Beispiele noch viele.
Doch alle diese Reden sind nichts als Worte, und wir sehen nur höchst wenige
in die Welt der Tat versetzt. Wir bemerken im Gegenteil, daß die Menschen
von Leidenschaft und Selbstsucht fortgerissen werden und jeder Mensch nur an
das denkt, was ihm selbst von Nutzen sein kann, wenn es auch den Untergang
des Bruders bedeutet. sie sind alle begierig, ihr Glück zu machen, und
achten wenig oder gar nicht auf das Wohlergehen anderer. Sie beschäftigen
sich mit ihrem eigenen Frieden und Behagen, während die Lage ihrer Gefährten
sie nicht im leisesten bekümmert.
Leider ist das der Weg, den die meisten Menschen gehen. Aber die Baha'i
dürfen nicht so sein. Sie müssen sich über diesen Zustand erheben. Taten
müssen für sie mehr als Worte sein. Durch ihre Taten müssen sie barmherzig
sein und nicht durch ihre Worte. Sie müssen bei allen Gelegenheiten durch
ihre Taten erhärten, was sie in Worten verkünden. Ihre Taten müssen ihre
Treue beweisen und ihre Handlungen das göttliche Licht offenbaren.
Laßt eure Taten laut in die Welt hinausrufen, daß ihr wirkliche Baha'i seid,
denn es sind 'die Taten', die zur Welt sprechen und die Ursache des
Fortschritts für die Menschheit sind.
Wenn wir wirkliche Baha'i sind, bedarf es keines Redens. Unsere Taten werden
die Welt weiterbringen, Zivilisation verbreiten, der Wissenschaft zum
Fortschritt helfen und Künste sich entwickeln lassen. Ohne Taten läßt sich
in der Welt des Stoffes nichts vollbringen, noch können Worte, die nicht
durch Taten unterstützt sind, Menschen im Reich des Geistes fördern. Nicht
durch bloßen Lippendienst sind die Erwählten Gottes zur Heiligkeit gekommen,
sondern durch ein geduldiges Leben des tätigen Dienstes haben sie Licht in
die Welt getragen.
Streben darum, daß eure Taten tagtäglich wundervolle Gebete seien. Wendet
euch zu Gott und versuchet immer, zu tun, was recht und edel ist.
Unterstützt die Armen, richtet die Gefallenen auf, gebt den Bekümmerten
Trost, bringt Heilung für die Kranken, stärkt die, die in Ängsten sind,
befreit die Unterdrückten, macht den Hoffnungslosen Hoffnung und beschützet
die Verlassenen!
Das ist die Arbeit eines wahren Baha'i, und das ist es, was man von ihm
erwartet. sind wir bestrebt, all dies zu tun, dann sind wir wirkliche
Baha'i, doch wenn wir es unterlassen, sind wir keine Kinder des Lichtes, und
wir haben kein Recht auf diesen Namen.
Gott, der in alle Herzen hineinschaut, weiß, wie wenig unser Leben die
Erfüllung unserer Worte ist.
Abdu'l Baha
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Der vorgebrachte Inhalt erinnert an die gewirktes Leben von Menschen, die solche Worte schon vor 150 Jahren beherzigten und in die Tat umsetzten.
Wir erkennen hier, daß es schon immer Menschen gab, egal welcher Angehörigkeit einer Religion oder anderen Geisteswissenschaft, die Theorie und Praxis in konstruktiv gelebtes Leben umsetzen konnten. Es gab solche kraftvollen Menschen und es wird sie auch in Zukunft geben.
http://www.theosophie.de/gesellschaft/tingley.php
| Zitat: |
| 1900 verlegte Tingley die Internationale Hauptstelle nach Point Loma bei San Diego in Kalifornien, wo sie ihre humanitären Bemühungen fortsetzte und die Raja-Yoga-Schule, die Akademie und das College gründete und im Jahre 1919 die Theosophische Universität. Sie legte den Grundstein für die School for the Lost Mysteries of Antiquity, kurz S.R.L.M.A. genannt. Diese Schule wurde, abgesehen von einigen symbolischen Ecksteinen, auf der äußeren Ebene niemals errichtet. Auf den inneren Ebenen ist die Schule jedoch nach wie vor lebendig. Ihr wahres Fundament liegt in den Herzen und in der spirituellen Flamme jener Menschen, die der Philosophie der Alten folgen und, wo auch immer in der Welt und unter welchem Namen auch immer, zu Wohl der Menschheit arbeiten. |
Das Erbe des Menschen
ist der Mensch selbst
DAS ERBE DES MENSCHEN ist der Mensch selbst. Jeder Mensch ist sein
eigener Baumeister und auch sein potentieller Vernichter. Jeder Mensch
ist sein eigener Erneuerer und Erretter, und jeder Mensch zerstört das
Werk, das er vielleicht seit Äonen in der Vergangenheit selbst geschaffen
hat. Diese Feststellung mag geheimnisvoll und schwer verständlich
klingen, wie ein dunkler Ausspruch. Und doch frage ich mich, wie irgend
jemand eine so selbstverständliche Wahrheit bezweifeln könnte. Ist es
nicht ganz klar, daß ein Mensch genau das ist, was er ist; und daß das, was er ist, die Summe seiner früheren Leben ist, das Resultat seiner Gedanken und seiner Gefühle, das Ergebnis seines früheren Wollens, Denkens und Fühlens. Wir machen uns selbst, wir formen unseren eigenen
Charakter.
quelle: aus- Bücher online - www.theosophie.de - Wind des Geistes
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@Gabriele
| Zitat: |
| Wir erkennen hier... |
Wer ist "wir"?
Gruß
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