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Körperliche Beschneidung












Beschneidung

Im frühen Christentum sprach sich dann vor allem Paulus von Tarsus, selbst ein beschnittener Judenchrist, für die neu bekehrten Heidenchristen deutlich gegen eine Pflicht zur Beschneidung aus. Entscheidend war für ihn nicht die körperliche Beschneidung, sondern die bereits im Judentum zunehmend betonte „Beschneidung des Herzens“, also der demütige Glaube. Wer glaube, durch körperliche Beschneidung heilig zu werden, sei auf einem Irrweg. Mit dem Ende des antiken Judenchristentums als eigener Strömung verschwand dann die Beschneidung im Christentum zunächst fast ganz, außer bei einigen orientalischen und afrikanischen Völkern, die die Beschneidung aus ihrem vorchristlichen Glauben übernommen hatten.

Schweinefleisch

Erst der römische Bischof Eleuterius (2. Jhr. n. Chr.) hob die jüdischen Speisevorschriften auf. Bis dahin wurden sie von den Christen noch befolgt. Er steht in der Papstliste an 12. Stelle nach Petrus, aber damals gab es die Bezeichnung Papst noch nicht. Sonst weiß man über Eleuterius fast nichts, und die Namensfolge in jener Zeit gilt als ungesichert. Jesus zeigte zuerst, dass die Gesetze der Schriftgelehrten keine große Bedeutung haben, weil sie Menschengebote sind (Mk 7,7). Manchmal würden ihre Anweisungen sogar den Geboten Gottes widersprechen (Mk 7,8-13).

Danach erklärte er, dass der Mensch im religiösen Sinne nicht unrein wird, wenn er mit ungewaschenen Händen isst. Er würde vielmehr durch seine bösen Gedanken unrein (Mk 7,20-23).

3. Mose 11, 7-8
Das Schwein, denn es hat wohl durchgespaltene Klauen, ist aber kein Wiederkäuer; darum soll es euch unrein sein. Vom Fleisch dieser Tiere dürft ihr weder essen noch ihr Aas anrühren; denn sie sind euch unrein.

ABER:
Matthäus 15, 17-18
Merkt ihr nicht, dass alles, was zum Mund hineingeht, das geht in den Bauch und wird danach in die Grube ausgeleert? Was aber aus dem Mund herauskommt, das kommt aus dem Herzen, und das macht den Menschen unrein.

Will sagen: Speisegebote sind nur eine Äußerlichkeit. Was wichtig ist, ist die Zugehörigkeit zu Gott durch Gnade, und nicht die Einhaltung diverser Regeln in dieser Form.

Petrus

Die Bibelstelle, auf die sich der Primatsanspruch der Päpste vor allem gründet ist Matthäus 16,18f EU: „Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen. Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein.“




Ich hoffe das hilft etwas.
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