|
|
|
Hi Martin,
| Zitat: |
| Ich habe keinen bestimmten Glauben, bin aber am meisten von Advaita inspiriert. |
| Zitat: |
Advaita ist eine philosophische Richtung aus Indien, die das unteilbare Eins-Sein beinhaltet. |
Damit habe ich mich noch nicht eingehend beschäftigt, weil jedes Thema, das man intensiv einsehen möchte, um es wenigstens halbwegs zu verstehen, viel Zeit braucht, die man nicht immer hat und wenn man etwas überfliegt, merkt man schon, ob man diesem Thema seine Zeit schenken möchte.
| Zitat: |
| Mein Ziel ist es, andern zu zeigen, wo die Dogmen sie in ihrer Freiheit einengen. |
Menschen, die dogmatischen Grundsätzen treu bleiben möchten, wirst du nicht ändern, sondern sie nur herausfordern. Entwicklung geht von allein im Laufe eines Lebens voran. Die Wenigsten stecken ewig fest. Und wenn es in einer Inkarnation erfordert ist, in Ruhe zu leben, dann wird es auch so geschehen, dann wird alles in Bahnen gelenkt, damit der Mensch ruhig und beschaulich lebt.
Bewußtsein entwickelt sich, weil man nicht auf einer Insel lebt und also im Zusammenleben mit Menschen seine Erfahrungen macht und gestärkt wird. Wenn ich darüber nachdenke, was mir so alles im Leben passiert ist, wie ich mich in Jahrzehnten gewandelt habe, dann kann ich im Rückblick nur sagen: Wow, bin ich das noch ?
| Zitat: |
| Auch muss ich sagen, dass ich in diesem Forum viele Inspirationen bekomme und auch in manchen meiner eigenen Texte über mich selbst hinauswachse. |
Jeder Teilnehmer, der es möchte und auch sonst unbewußt erfährt, bekommt Inspirationen. Dieses Forum ist nicht das Einzige und überall tauschen sich Menschen untereinander aus. Das verbindet und führt zu guten Erlebnissen, wie auch zu Enttäuschungen. Wenn nichts Zufall ist, dann werden wir auch darin geführt und begegnen Menschen, die für unsere Entwicklung notwenig sind.
| Zitat: |
| Mag sein, das Lorber auch Wahrheiten erkannt hat, aber ein Mensch, von den Sätze kommen, wie der, dass Kinder nicht Lachen dürfen, das ist ein Mensch, von dessen Ansichten ich tunlichst nichts übernehmen werde. |
Du konzentrierst dich jetzt nur auf diesen Satz. Er hat ja riesig viele Bücher geschrieben. Wer der Geist ist, der durch ihn spricht, weiß ich nicht, aber ich finde seine Gedankenwelt auch in anderen Werken. Seit ich bei Leadbeater gelesen habe, daß man nicht weiß, wer durch die Menschen spricht und wie das mit den Seelenkörpern vor sich geht, da bin ich mir nicht mehr so sicher.
Man findet auch viele Medien, die angeben, daß durch sie Jesus spricht oder Gott. Wenn man bei Jedem, durch den etwas spricht, alles durchleuchtet, dann findet man überall negative Zeilen und Ansichten. Siehe auch Luther, der in einem Thread von der politikstube besprochen wird. Seine krasse Judenfeindlichkeit. Aber neben negativen Aussagen hat Luther auch noch riesige Werke vollbracht und wie eine Teilnehmerin dort schrieb: man kann sich nicht nur auf einige Aussagen beschränken, man muß immer das ganze Werk betrachten.
| Zitat: |
Was gefällt Dir an meinen Ansichten denn nicht?
Da wäre ich schon gespannt!
Selbstüberschätzung?
Intoleranz?
Oder was mag es sein? |
Nein, soweit will ich gar nicht gehen , wenn mir wieder etwas auffällt, bei dem ich ins Stutzen komme, dann schreibe ich Dir das privat, wenn es Dich wirklich interessieren sollte. Vieles wird ja oft privat abgehandelt. Ist ja auch ok so, wenn es für die anderen uninteressant ist. Oder peinlich zu werden droht. Soviel Gefühl muß sein. Heute das philosophische Quartett auf Phoenix geschaut und bei Thema "Gutes Benehmen" viel gelernt.
| Zitat: |
Über 'Nutzen und Nachteil guter Manieren' diskutiert das 'Philosophische Quartett' am Sonntag, 29. April 2007, 23.50 Uhr im ZDF. Zu Gast bei den Philosophen Peter Sloterdijk und Rüdiger Safranski sind der 'Manieren'-Autor Prinz Asfa-Wossen Asserate sowie der Essayist und Schriftsteller Fritz J. Raddatz.
Küss die Hand! Bitte nach Ihnen! Darf ich Ihnen weiterhelfen? - Offenbaren sich in solchen Floskeln schon gute Manieren, weiß da einer, 'was sich gehört'? Wozu können, wozu sollen gute Manieren heute taugen? Sind sie ein Verhaltenskorsett, das die Entfaltung des Individuums einengt, oder eine Vereinbarung, die den Menschen erst zum gesellschaftlichen Wesen macht? Helfen Anstandsregeln, den zivilen Umgang der Menschen untereinander flexibel zu machen? Und was bedeuten und bewirken offenkundige Verletzungen dieser Übereinkünfte?
'Wo die guten Sitten aufhören', so lehrt Machiavelli, 'müssen die Gesetze anfangen'. Peter Sloterdijk und Rüdiger Safranski sehen gute Manieren und Respekt füreinander dort, wo der öffentliche Raum in Ansehen steht. Doch für viele haben inzwischen Hemmungslosigkeit und schlechter Geschmack ein gutes Gewissen bekommen. Wird es in Zeiten zunehmender Populationsdichte zu einer Überlebensfrage, ob Manieren und Höflichkeit wieder eine Chance bekommen?
Die Diskussion bereichern mit Asfa-Wossen Asserate und Fritz J. Raddatz zwei Experten, die sich der Dialektik des Themas zwischen Wohltat und Provokation bewusst sind: der eine ein kaiserlicher Prinz aus dem einstigen äthiopischen Herrscherhaus, der einen Bestseller zum Thema veröffentlicht hat und die Manieren wieder zum Gegenstand öffentlicher Aufmerksamkeit machte, der andere einer der einflussreichsten deutschen Literaturkritiker, von dem zuletzt die Romantrilogie 'Eine Erziehung in Deutschland' erschienen ist. |
| Zitat: |
Mit manchen streite ich mich, das ist schon richtig.
Aber verletzt gefühlt habe ich mich nie und verletzend bin ich nur aus der Sicht derer, die ihre Ansichten als sakrosankt ansehen (und das ist deren Problem, nicht meines). |
Sie werden trotzdem ihre Meinung nicht ändern, weil sie ihr Wissen und ihre Ansichten als das allgemein gültige ansehen. (sakrosankt= allwissend, göttlich, omnipotent, geheiligt, unantastbar) Aber vielleicht braucht man ab und an eine Prise Streß und Ärger.
|
|
|