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Polemische Astrologie-Kritiker und deren Konstellationen
von Claude Weiss
http://www.astrologieheute.ch/index.....ite=Artikel&ArtNr=788
Im Herbst des Jahres 1975 erschien in der September/Oktober-Nummer der amerikanischen Zeitschrift „The Humanist“ eine feurige Stellungnahme gegen die Astrologie, welche von 186 führenden Wissenschaftlern, darunter 18 Nobelpreisträger, unterschrieben wurde. Als darauf hin ein Vertreter der BBC einige der Nobelpreisträger interviewen wollte, lehnten sie mit der Begründung ab, sie hätten von Astrologie keine Ahnung – was sie allerdings nicht daran hinderte, die Astrologie öffentlich zu verfluchen.
Triebfeder „intellektuellen Aberglaubens“
Es zeigt sich dass ausschliesslich rationalistisch orientierte Wissenschaftler polemisch und zwanghaft werden, wenn ihr kausales Weltbild durch neue Informationen in Frage gestellt werden könnte. Sie werden dann zu eigentlichen „Fundamentalisten“, die unliebsame Fakten nicht nur nicht zur Kenntnis nehmen, sondern auch vertuschen. Sie profilieren sich dann als Polemiker, die man auch mit noch so ausgeklügelten Versuchsanordnungen nicht von irgendwelchen Zusammenhängen zwischen Planetenstellungen und psychologischen Faktoren oder Geschehnissen auf der Erde überzeugen kann.
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Wir können immer verschiedener Meinung sein, aber wir können darüber reden.
Nur kann keiner sagen: er hat die ganze Wahrheit.
Vielleicht müssen wir nur lernen, abzuwägen und uns darauf hinführen, eigene Erfahrungen zu machen.
Die Bücherschränke der Welt sind voll und alles wiederholt sich. Wir sind somit aufgefordert, auf uns selbst zurück zu kommen und neue Erkenntnisse zu gewinnen.
| Zitat: |
Paul Feyerabend zieht aus dem Ereignis folgende Schlüsse:
„Die Stellungnahme der Wissenschaftler hat der Astrologie keinen grossen Schaden angerichtet… Ich erwähne die Astrologie nicht darum, weil sie unter dem Angriff der Wissenschaft besonders leidet, sondern weil der Fall uns sehr deutlich zeigt, was man von einer ‚wissenschaftlichen Kritik’ zu halten hat, und ich fordere den Leser auf, die Lektion nicht zu vergessen, wenn er ‚wissenschaftliche’ Angriffe auf die Akupunktur, die Kräutermedizin, das Handauflegen hört, wenn er die Urteile ‚hervorragender Wissenschaftler’ über die Atomkraft und die Sicherheit von Kraftwerken liest, oder wenn man ihm erzählt, dass es ‚unwissenschaftlich’ ist, sich auf Intuitionen zu verlassen, eine Seele anzunehmen und dergleichen mehr. Man kann sich auf die Wissenschaftler einfach nicht verlassen. Sie haben ihre eigenen Interessen, die ihre Deutung der Evidenz und der Schlüssigkeit dieser Evidenz färben, sie wissen nur sehr wenig, geben aber vor, weitaus mehr zu wissen, sie verwenden Gerüchte, als handle es sich um wohlbestätigte Tatsachen, fromme Wünsche, als handle es sich um grundlegende ‚Prinzipien’ des wissenschaftlichen Denkens, und selbst sehr detaillierte Forschungsergebnisse beruhen auf Annahmen, die die Wissenschaftler oft nicht kennen und deren Inhalt und Reichweite sie nicht verstehen. Es ist natürlich wahr, dass wir den Wissenschaften grossartige Entdeckungen verdanken. Aber daraus folgt nicht, dass es so etwas wie ein ‚wissenschaftliches Denken’ gibt, das diese Entdeckungen zustande brachte, und noch viel weniger, dass die angeblichen Treuhänder dieses mythischen ‚wissenschaftlichen Denkens’ die Welt, die Gesellschaft, die Menschen besser verstehen als andere Bürger.“4 |
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Es ist doch auch zu fragen, wieso sollte ich die Astrologie zu Rate ziehen und mir beispielsweise ein Horoskop erstellen lassen? Wenn ich nicht irre, bedeutet der Glaube an die Astrologie, dass ich an Vorbestimmung glaube, dass meine Zukunft gewissermaßen in den Sternen steht.
Und wenn ich dies glaube, dann ist die Versuchung bei manchen sicher groß, zu erfahren, was ihm vorbestimmt ist, etwa so, wie manche aufmerksam dem Wetterbericht lauschen, um zu wissen, was heute und morgen wettermäßig zu beachten ist.
Wenn mir aber mein Horoskop sagt, meine Ehe wird nach zehn Jahren geschieden, dann frage ich mich: Ist es gut dieses zu wissen? Ist es überhaupt gut, wissen zu wollen, was für mich -oder die Menschheit, dies wohl eher nicht denn die Prognose ist ja an die Person gebunden- in der Zukunft vorbestimmt ist?
Ich denke, manchmal wir zu viel Neugier bestraft.Wozu sollte es gut sein, mein Schicksal voraus zu wissen? Ich möchte auch stark bezweifeln, dass die Astrologie das leisten kann.Es ist also grundsätzlich zu fragen:"Wozu ist die Astrologie überhaupt nützlich?Es soll ja Broker an der Börse geben, die so die Kursentwicklung voraussehen wollen. Aber wie soll das gehen?Das hat ja nichts mit einem auf die Person zugeschnittenen Horoskop zu tun.Also gibt es auch auf die Allgemeinsheit zugeschnittene Horoskope.Das ist alles schon sehr merkwürdig, und ich glaube es einfach nicht.
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Astrologie und Zukunfts-Horoskope sind nach meinem Wissenstand 2 verschiedene Dinge.
Ich kenne mich mit Astrologie nicht aus, soweit ich jedoch verstehe geht es dabei darum, dass aufgrund der Verteilung der Planeten etc am Himmel zur Geburtszeit die Veranlagung eines Menschen bestimmt wird. D. h. seine Stärken und Schwächen können daraus gelesen werden. Ob Du diese angelegten Stärken nun nutzt, ob Du an Deinen Schwächen arbeitest, ist ganz alleine Dir überlassen und somit liegt auch Deine Zukunft nicht in den Sternen sondern in Deiner Hand.
Dass der Mensch die Eigenschaft oder zumindest die Tendenz hat, alles was er sich nicht erklären kann, als Unsinn abzustempeln, ist leider wahr. Ebenso bedauerlicherweise wird mit "unerklärlichen Wissenschaften" auch Unfug getrieben. Ich denke da z.B. an die Zukunfts-Horoskope in den Zeitschriften. Oder bin ich nun zu skeptisch?
Alles Gute
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Danke,iced, für Deine Erläuterungen.So sehe ich es auch.
Guten Abend und alles Gute!
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