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Um Befreiung zu verstehen ist es zunächst mal wichtig, sich das Gegenteil anzuschauen: Unfreiheit. Jeder Mensch ist in vielerlei Hinsicht unfrei.
Wir bewegen uns innerhalb physikalischen und biologischen Gesetzmäßigkeiten, von denen wir uns nicht befreien können.
Wir können nicht das Altern stoppen oder die Schwerkraft aufheben.
Dann befinden wir uns in sozialen und moralischen Gesetzmäßigkeiten, aus denen wir bis zu einem gewissen Grad ausbrechen können. Tun wir dies aber zu weit, so laden wir sehr viel Unannehmlichkeiten auf uns.
Dann gibt es Dinge, die wir wahlweise als eine Unfreiheit oder als eine schöne Aufgabe betrachten können: zum Beispiel Familie und Arbeit.
Am freisten sind wir nicht dann, wenn wir tun was wir mögen, sondern dann, wenn wir das mögen was wir zu tun haben.
Dann gibt es auch noch innere Unfreiheiten: Zwänge, Süchte, Schuldgefühle, Selbstvorwürfe, Selbsterniedrigung, Gewissensbisse usw.
Spricht die Bibel von Befreiung, dann geht es um die Befreiung von unseren Sünden.
Wir können zwar viel gutes tun, doch unsere Sünden würden uns letztlich doch unfrei machen.
Lassen wir uns nicht von einem Erlöser befreien, indem wir uns zu ihm bekennen, so bleiben wir von Gott getrennt.
Wer oder was trennt uns dann von Gott? Die Frage könnte auch lauten: Wer oder was trennt uns jetzt von Gott?
Sind es wirklich unsere Sünden? Was, wenn ich jetzt im Augenblick gerade nicht sündige? Zählen jetzt meine vergangenen Sünden, so wäre Gott kein Gott der Gegenwart, sondern ein Gott der Vergangenheit und zudem ein vergeltender Gott.
Wenn der Mensch im allegorischen Sinne zum Ebenbild Gottes geschaffen ist, dann hat er die gleichen Eigenschaften wie Gott.
Dann ist es unsere Illusion, die uns von Gott trennt (und somit auch von unseren Mitmenschen). Die eigentliche Unfreiheit ist somit die Illusion der Trennung von Gott.
Wer ist für diese Illusion nun verantwortlich? Jeder einzelne selbst! Und da wir ein freies Denken haben, nimmt uns diese Illusion kein Gott und kein Erlöser weg, solange wir sie festhalten, denn sie hält uns ja nicht fest.
Um das Klarzustellen:
Um uns aus der Illusion zu befreien ist Gottvertrauen und Gotteskontakt erforderlich.
Aber die Initiative sollte von uns ausgehen.
Ich sehe es als eine Befreiung nach den Motto: wir tun unser Bestes und Gott tut den Rest!
Es ist folglich nicht ein bestimmtes Bekenntnis, das die Befreiung wie einen Automatismus nach sich zieht. Es ist vielmehr die Erkenntnis, dass wir frei sind und der Illusion der Unfreiheit erliegen bzw. erlagen.
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die erkenntnis, dass wir frei sind...
du hast recht, diese erkenntnis erhält man nicht dadurch, dass man sich zu irgendwas bekennt, oder irgendetwas bestimmtes tut. aber diese erkenntnis bekommst du auch nicht, wenn du gesündigt hast.
das mag vielleicht komisch klingen, aber dein argument 'gott der vergangenheit' geht an dem eigentlichem vorbei. durch sündigen belastest du dich selbst. du entwickelst schuldgefühle und verdrängungsmechansimen, und diese versperren dir deinen blick auf die freiheit. dass hat nichts damit zu tun, dass gott dir deine freiheit verweigert. nein, die freiheit ist immer da, jederzeit, zum greifen nahe, aber wir alle haben uns davon wegentwickelt und können es nicht mehr erkennen. wie können wir auf die stimme unserer seele lauschen, wenn wir angst haben, dass sie uns sagt, dass unser handeln falsch ist?
aber wir haben die freiheit uns jederzeit von unseren sünden zu befreien. wir können uns selbst vergeben, denn gott hat es schon lange getan. aber auch das darf man nicht als leere floskel sehen, mann muss es wirklich leben, sich wirklich vergeben und dann den mut haben, diese freiheit zu leben. aber die meisten haben zu viel angst. denn der weg von verdrängung und unfreiheit ist viel einfacher.
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@ Asche
"das mag vielleicht komisch klingen, aber dein argument 'gott der vergangenheit' geht an dem eigentlichem vorbei. durch sündigen belastest du dich selbst."
genau, das meine ich ja: wir verursachen die Gebundenheit und nicht Gott.
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Dann hab ich es noch mal in meinen Worten formuliert. In die Texte hier, muss ich mich erst mal einarbeiten, manchmal sind die Aussagen für mich sehr schwer herauszufinden.
Auf jeden Fall vielen Dank für deine Antwort, jetzt verstehe ich deinen Text auch besser.
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gerne geshehen, Asche!
Ich sehe einfach keinen Grund, warum derenige, der sicht die Fesseln anlegte, sie nicht auch wieder lösen kann. Mann kann sich nicht so fesseln, dass man sich nicht auch wieder befreien kann.
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