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Hallo Martin,
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Spricht die Bibel von Befreiung, dann geht es um die Befreiung von unseren Sünden.
Wir können zwar viel gutes tun, doch unsere Sünden würden uns letztlich doch unfrei machen.
Lassen wir uns nicht von einem Erlöser befreien, indem wir uns zu ihm bekennen, so bleiben wir von Gott getrennt.
Wer oder was trennt uns dann von Gott? Die Frage könnte auch lauten: Wer oder was trennt uns jetzt von Gott?
Sind es wirklich unsere Sünden? Was, wenn ich jetzt im Augenblick gerade nicht sündige? Zählen jetzt meine vergangenen Sünden, so wäre Gott kein Gott der Gegenwart, sondern ein Gott der Vergangenheit und zudem ein vergeltender Gott. |
Ja sicher zählen JETZT deine Sünden die auf DEINEM Kramakonto verbucht sind. Gäbe es dieses Karmakonto nicht, wo wäre dann die GERECHTIGKEIT? Der Herr ist allen Lebewesen gleichgesinnt. Sowohl denen die sich gegen Ihn auflehnen als auch denen die nach Seinen Anweisungen handeln. Er gewährt allen die Früchte ihrer Handlungen.
Gleichzeitig ist Er jedoch die Barmherzigkeit in Person und gewährt jenen die gewillt sind umzukehren, Erlösung.
Man kann auch sagen; "hilf dir selbst dann hilft dir Gott".
Strecke dem Herrn deine Hand und er wird dir die Seine reichen.
Den Satz "Es gibt keine Selbsterlösung" als Dogma zu verurteilen, ist aus meiner Sicht wiederum einseitig.
Du erklärst selbst, das wir in all unseren Tätigkeiten bedingt sind. Da wir durch unseren Körper und dessen unvollkommene Sinne sehr begrenzt sind.
Die frommen Taten führen zu materiellem Glück in der Zukunft. Dieses Glück ist gekennzeichnet durch die Erscheinungsweise der Tugend (ein Bewusstsein des Wissens, Barmherzigkeit, Gewaltlosigkeit, Demut etc.).
Unfromme Taten führen hingegen zu materiellem Leid in der Zukunft. Dieses Leid ist gekennzeichnet durch die Erscheinungsweise der Leidenschaft und Unwissenheit (Bewusstsein von Lust, Zorn, Neid, Gier, Schlaf, Trägheit, Depression etc.)
Aus den Erscheinungsweisen die unser Bewusstsein bedeckend beeinflussen, können wir uns nicht einfach durch einen Akt der "Selbstbefreiung" aus dem "Sumpf" ziehen. Im Motto "ich wusste schon immer das ich Gott bin, ich hab’s nur vergessen" . Die Erfahrungen die wir auf unserem spirituellen Weg machen, bestätigt dies nur überdeutlich.
Wo ich dir jedoch zustimmen kann ist, das erst wenn wir wirklich ernsthaft in unseren Bemühungen werden, sich wirklich etwas bewegen kann.
Sehr viel sogar.
Die Veden sind aufgeteilt in artha, wirtschaftliche Entwicklung, kama, Sinnenbefriedigung, dharma, Religiosität und moksha, Befreiung.
Moksha wird wiederum durch Sankya, empirische Philosophie, yoga, Mystik, vayragia, Loslösung und tapasya, Entsagung angestrebt.
Aber all diese Bestrebungen sind fruchtlos wenn man es versäumt den Höchsten Herrn, der auch Mukunda genannt wird (derjenige der Befreiung gewährt), zufrieden zu stellen (bhakti; liebende, dienende Hingabe zum Höchsten Herrn)
Da das bedingte Lebewesen nicht Gott ist, kann es sich auch nicht selber befreien. Wir sind göttlich aber nicht Gott.
Andererseits kann der Höchste Herr uns nicht helfen, wenn wir uns von Ihm nicht helfen lassen wollen. Nicht wir sind es, die uns selbst aus dem Sumpf ziehen, sondern der Herr der außerhalb des Sumpfes steht und auf uns wartet bis wir zur Besinnung kommen und Ihm die Hand reichen.
Solange man es versäumt Gott eine individuelle Persönlichkeit zuzugestehen, ist man ewig dazu verurteilt im Kreislauf von Geburt und Tod zu verbleiben.
Gruß
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Jivatma, ich verstehe Deine Sichtweise.
Meine ist einfach die:
Das Selbst ist bereits frei, wir müssen bzw. das Selbst erkennen, dann erkennen wir auch dessen Freiheit
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@Martin
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| Um uns aus der Illusion zu befreien ist Gottvertrauen und Gotteskontakt erforderlich. |
Ist das Deine persönliche Meinung? Kann ich allerdings nicht teilen....
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| Positiv, so ziemlich alles was ich schreibe ist persönliche Meinung. Hänge einfach geistig ein "ich finde" davor, wenn ich das jedesmal dazuschreibe, dann wird der Server so voll.
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@Martin
Wie kommst Du dann auf solch eine Aussage? - Du meinst also allen Ernstes, dass all die Menschen, die dazu keinen Gott "gebrauchten", konnten sich nciht selbst befreien?
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