Foren-Übersicht
Impressum | Login | Registrieren | Forum | Suche

Coolness












Angeregt durch den heutigen Beitrag im Deutschlandfunk um 9.35 h, schaute ich mich im Internet um, was ich darüber noch erfahren kann.

www.dradio.de/dlf/vorschau

Zitat:
Leitbilder der Gegenwartsgesellschaft
Coolness - Bildung - Leistung
In nahezu allen soziologischen Zeitdiagnosen, die in Anlehnung an Ulrich Becks Individualisierungstheorem die Auswirkungen des sozialen Wandels in der postmodernen Gesellschaft auf das Individuum reflektieren, wird der Orientierungsverlust, den die Individualisierung dem Einzelnen beschert hat, als eine ernst zu nehmende Bedrohung für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft wahrgenommen.


Die Frage stellt sich, was verliert der Mensch mit zuviel Coolness - ist unsere heutige Jugend davon geprägt ?

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/essayunddiskurs/716763/

Aus konservativer Sicht sind die beobachteten Orientierungsprobleme und Desintegrationsphänomene vor allem einem Mangel an verbindlichen gesellschaftlichen Werten und Leitbildern geschuldet. Dagegen zeigt Joachim Weiner in seinen Essays, in welchem Ausmaß auch und gerade das postmoderne, aus den Bindungen traditioneller Lebensstile herausgelöste Individuum, in seiner Lebensplanung und Lebensführung unter dem Diktat imperativer gesellschaftlicher Leitbilder steht, die seine Wahlmöglichkeiten angesichts der irritierenden Fülle von Lebens- und Verhaltensoptionen faktisch erheblich einschränken. Sie sorgen bislang noch dafür, dass die Vergesellschaftung der Individuen auch in der individualisierten Marktgesellschaft in vorgegebenen Bahnen verläuft, die der Gestaltungsmacht des Einzelnen weitgehend entzogen sind.
Wie im Beitrag geschildert, entstand die Gründung der Coolness, weil sich das schwarze Amerika gegen das weiße wehren und eine eigene Identität finden wollte - hat sich aber alles doch anders entwickelt, als es der Gründer damit bezweckte.

Zitat:
In den letzten Jahrzehnten hat sich die Form der gesellschaftlichen Einbindung gewandelt. Nicht mehr der Konformismus der 50er Jahre - wie ihn RIESMAN beschrieben hat - ist angesagt, sondern die Pluralität der Lebensstile. In letzter Zeit verdichten sich die Anzeichen für einen neuen Kulturkampf innerhalb der Kulturindustrie, der die zunehmende Pluralisierung durch eine Polarisierung zu überwinden versucht. Die zentrale Konfliktlinie verläuft zwischen den Ironikern und den Befürwortern eines neuen Ernstes, die das Ende der Ironie fordern.

Welche Konsequenzen mit den veränderten Bedingungen der Identitätsbildung in der "Single-Gesellschaft" verbunden sind, das wird von Befürwortern und Gegnern kontrovers bewertet.
http://www.single-generation.de/kritik/debatte_coolsein.htm
Forum -> Spiegel- und Reflexionsforum I