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Leider ist das Sich-über-andere-Stellen überhaupt nicht vom Glauben abhängig, es geschieht genauso oft und intensiv in den Wissenschaften oder in der Politik, dass man Neue Erkenntnisse erst einmal ablehnt, sofern sie aus einem Land (von einer Partei) stammen, welche/s man für rückständig hält oder von einem Institut, welches noch nicht über ein ausreichendes Zeugnis an Leistungen verfügt.
In der Politik ist es nachgerade unmöglich nicht sich als besser oder richtiger zu sehen als die anderen Richtlinien.
Sowohl Politik als auch Religion basieren auf Lebensanschauungen und wollen ihre Grundlagen mindestens als "wahr" nicht widerlegt sehen, ganz egal wie hirnrissig sie sind, und das Rechthaben und Sich-Behaupten beginnt schon vor der Sprache, beim täglichen Schreikampf mit der Mutter, die zu recht manchmal sagt, jetzt kannst Du mal lernen eine Weile zu warten, durchaus in Liebe und ohne praktische Begründung.
Wer nicht zu warten versteht, wird es später schwerer haben, das gehört zur Erziehung.
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