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Hallo Martin,
Es stellt sich doch immer die Frage der Notwendigkeit eines Gottes.
Wo keine Fragen offenbleiben (da alles bewiesen), ist kein Platz mehr fuer eine nicht beweisbare Hypothese.
Was also bleibt? An einen "ueberfluessigen" oder "nutzlosen" Gott" laesst sich schwer glauben.
Wenn die letzten Fragen beantwortet sind, wird es sehr schwer sein, noch einen Sinn in einen klassischen Gottglauben hinein zu definieren.
Die "Tiefe des Seins". Genau das ist es ja, womit sich Neurobiologen / Neurotheologen beschaeftigen.
Wie du selbst richtig schreibst werden alle diejenigen, die keine Gotteserfahrung gemacht haben, es als Autosuggestion beschreiben.
Was ist nun richtig? Autosuggestion oder Gotteserfahrung? M.E. Beides!
Innenbetrachtung = Gotteserfahrung, Aussenbetrachtung = Autosuggestion.
Und was ist empirisch nachweisbar? Die Autosuggestion.
Auch wenn es extrem klingt, aber Gotteserfahrungen unterscheiden sich sicherlich prinzipiell nicht von anderen psychischen Phaenomen. Ihre Innenbetrachtung muss immer subjektiv bleiben. Die Aussenbetrachtung nicht. Deshalb (und auf Grund ihrer empirischen Beweisbarkeit) halte ich sie, im Gegensatz zur Gotteserfahrung, fuer die "richtige" Definition im Rahmen der Beschreibung der Welt.
LG
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