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Arkadengang der Moschee












Wenn man die Hadith-Sammlungen betrachtet stoßen wir sehr häufig auf diesen Namen. Das er als Person sehr umstritten ist, wissen nur wenige. Viele unverschämte Ahadith, die Allah und den Propheten verleumdnen wurden von ihm überliefert. So scheint auch z.B die Beschneidung von Männern sein Fabrikat zu sein und keine Göttliche Vorschrift, wie viele meinen. Einige Fakten über diesen Mann:

ABU HURAIRA

Eine Untersuchung seines Lebens

Sayyid Abdul Hussain Scharufuddin Musawi

Eine Untersuchung seines Lebens als Prophetengefährte und als Erzähler angeblicher Worte und Taten (Hadithe) des Heiligen Propheten Muhammad

(Gottes Heil sei mit ihm und seiner Familie) .

Dies ist eine Untersuchung des Lebens eines Prophetengefährten, der Hadithe in Unmengen erzählt hat. Die anerkannten und verlässlichen Hadith-Bücher der Sunniten (welche die Mehrheit der Muslime bilden) haben Abu Huraira ebenfalls reichlich zitiert, ja wiederum bis zum Exzess. Angesichts solcher zweifacher Übermäßigkeiten ist es für uns eine Pflicht, die Echtheit ihrer Quelle zu prüfen, weil die Hadithe eine tiefgreifende Verbindung mit unserem religiösen Leben und Lernen haben, insbesondere, da die Anhänger der vier sunnitischen Rechtsschulen eine Menge aus diesen Hadithen Abu Hurairas herausgeholt haben, um ihre Glaubensdoktrinen und Regeln der Scharia (Gesetzes-Kodex) abzustützen.
Abu Hurairas Name und Abstammung

Abu Hurairas Herkunft und Abstammung waren so obskur, dass die Leute über seinen Namen und den Namen seines Vaters strittig waren, und er ist besser unter seinem Beinamen (Abu Huraira: "Vater des Kätzchens, Katzenvater") bekannt. Aber er gehört zum jemenitischen Stamme der Dus, welcher Dus bin Adnan zum Urahn hat. Was seinen Vater anbelangt, so soll dessen Name Umair sein. Er war Sohn von Ibn Amir bin Abde-Sisch Schari bin Tarif usw. bis Dus. Der Name Abu Hurairas Mutter war Ummaima. Sie war die Tochter von Safih bin Haris bin Abi Sab usw. bis Dus. Den Beinamen Abu Huraira bekam er deswegen, weil er ein kleines Kätzchen hatte, das er sehr mochte, und das arabische Wort Huraira bedeutet "ein Kätzchen, eine kleine Katze".
Früheres Leben, Islam und Gefährtenschaft

Abu Huraira verbrachte seine Kindheit am Geburtsort im Jemen, und er blieb dort, bis er über dreißig Jahre alt war. Er blieb ungebildet, ohne irgendein Wissen oder irgendwelche Bildung zu entwickeln; er blieb äußerst verelendet, obskur, vereinsamt, von Armut geschlagen, als Knecht für diese oder jene Herrin, um sich geradeso durchzuschlagen, und um etwas Brot zum Essen zu haben, und um mit diesem elenden Leben zufrieden sein zu müssen. Jedoch, als die Lage (der arabischen Halbinsel) nach den Schlachten von Badr, Uhud und nach der Graben-Schlacht ziemlich deutlich wurde, trat dieser verelendete Mensch nach der Schlacht von Chaybar in den erhabenen Blickwinkel des Propheten (s.), und von den heiligen Händen des Propheten nahm er den Islam an. Alle Historiker stimmen darüber überein, dass dies im siebten Jahr der Hidschra geschah. So ist die Zeitspanne seines Gefährtentums beim heiligen Propheten Muhammad (s.) nicht mehr als insgesamt drei Jahre, wie auch vom berühmten Hadith-Sammler Buchari berichtet wird.
Abu Huraira während des Lebens des Heiligen Propheten Muhammad (s.)

Nachdem er den Islam angenommen hatte, gesellte er sich zu den Leuten der Suffa. Diese waren nach einer Aussage von Abdul Fida in seinem Buche "Al-Mukhtasar" obdachlose Elende, und sie hausten und schliefen im Arkadengang der Moschee des heiligen Propheten Muhammad (s.). Da sie im Arkadengang (Suffa) der Moschee hausten und ihre Tage dort verbrachten, wurden die als Ahl-us-Suffa (Leute des Arkadenganges) bekannt. Wenn der heilige Prophet Muhammad (s.) frühstückte oder ein Mahl zu sich nahm, pflegte er ein paar Suffa-Leute einzuladen, dass sie bei ihm mitessen konnten, und er bat auch andere Gefährten, andere Suffa-Leute mitessen zu lassen. Abu Huraira war berüchtigt unter den Suffa-Leuten, und er blieb dort bis zum Lebensende des heiligen Prophet Muhammad (s.). Gemäß eines Hadith, das bei Sahih Buchari aufgezeichnet ist, erzählte Abu Huraira selber, dass er sich dicht am heiligen Propheten Muhammad (s.) aufhielt, um eine volle Mahlzeit zu bekommen. Es gibt mehrere Aussagen Abu Hurairas in Hadith-Büchern, die auf seine extreme Verelendung hinweisen: Er lebte als einer der Suffa-Männer von der Mildtätigkeit, und den Almosen, die von Vermögenden gegeben wurden. Dschafar bin Abu Talib war der Großzügigste im Erweisen solcher Mildtätigkeit für die Elenden. Da Abu Huraira sehr viel von Dschafars Wohltätigkeiten profitierte, betrachtete er diesen als den verdienstvollsten Mann gleich hinter dem Propheten. Es wird berichtet, dass es Dschafar bin Abu Talib mochte, den Lagernden zu helfen, dass er bei ihnen saß und mit ihnen plauderte - so sehr, dass der heilige Prophet (s.) ihn Abdul Masakin (Vater der Elenden) nannte.

Abu Hurairas Lieblingsplatz war die Suffa bei Tag und bei Nacht, und er ging nirgends anderes hin, weil er befürchtete sich, dann nicht satt essen zu können. Deswegen wird er bei keiner Schlacht erwähnt und bei keinem Ereignis des Friedens, aber es wird gesagt, dass er am Tage zu Manta dem Heereszug entfloh; in dieser Schlacht fand sein großer Gönner Dschafar bin Abu Talib das Martyrium, als ihm im Kampfe beide Hände abgeschlagen wurden.
Abu Huraira wird wegen seiner Unredlichkeit während der ersten beiden Kalifen ausgepeitscht

Wiederum wird der Name Abu Huraira bei den Ereignissen der Regierungstage des ersten Kalifen Abu Bakr und des zweiten Kalifen Omar nicht erwähnt, außer dass im Jahre 21 nach der Hidschra (ca. 642 n. Chr.) der zweite Kalif Omar bin Chattab ihn zum Gouverneur von Bahrain ernannte, aber schon im Jahre 23 nach der Hidschra (ca. 644 n.Chr.) setzte er ihn wieder ab und brachte statt dessen Osman bin Abil Aas Thaqafi ins Amt. Mit der Absetzung begnügte sich Kalif Omar nicht, sondern ließ Abu Huraira eine Summe von 10000 Dirhams an die staatliche Finanzkasse zurückzahlen, die Abu Huraira unterschlagen hatte.

Es lohnt sich, die Worte Omars bei dieser Gelegenheit zu erwähnen. Ibn Abdur-Rab berichtet in seinem Buch "Iqdul Farid": Kalif Omar bin Chattab ließ Abu Huraira bei sich antreten und redete ihn folgendermaßen an: "Mir wurde hinterbracht, dass, als ich dich zum Gouverneur von Bahrain machte, du nicht einmal Schuhe an deinen Füßen hattest, aber jetzt wird mir gesagt, dass du Pferde für 1600 Dinare erworben hast." Abu Huraira erwiderte: "Ich hatte Pferde, die sich vervielfacht haben, und einige erhielt ich als Geschenk." Da sagte Kalif Omar: "Ich gab dir nur deinen Lebensunterhalt. Dies ist sehr viel darüber. Zahle die Geldsumme zurück." Abu Huraira erwiderte: "Diese Geldsumme ist nicht die deinige." Daraufhin sagte Kalif Omar: "Bei Allah, ich will deinen Rücken grün und blau schlagen." Dann stürzte er sich mit seiner Peitsche auf Abu Huraira und schlug ihn, bis dieser blutete. Dann brüllte Kalif Omar: "Nun bringe das Geld!" Abu Huraira antwortete: "Ich werde dafür bei Allah Rechenschaft ablegen." Kalif Omar sagte: "Das wird nur sein, wenn du die Geldsumme rechtmäßig genommen und sie korrekt zurückgezahlt hättest. Am liebsten möchte ich dich zu deiner Mutter zurückwerfen, damit du grasende Esel hütest."
Abu Huraira während der Regierung des Kalifen Osman

Während der Herrschaftstage des Kalifen Osman hängte sich Abu Huraira an die Familie von Abul Aas, an den Clan der Omayyaden. So blieb er nahe bei Marwan und war ein Nutznießer der Familie von Abu Muit (d.h. bei den Omayyaden), und er sicherte sich ein glänzendes Ansehen statt eines unbekannten, kümmerlichen Daseins.

Als Kalif Osman in seinem Palast von Rebellen umzingelt war, blieb Abu Huraira zwar an seiner Seite, aber er betrat den Palast erst dann, nachdem Osman seine Gefolgschaft angewiesen hatte, nicht zu kämpfen, sondern den Frieden zu wahren. Abu Huraira wusste sehr gut, dass es die Rebellen nur auf Kalif Osman und dessen Sekretär Marwan abgesehen hatten. Dieser drängte ihn, bei den Insassen des Palastes auszuharren. Was immer der Grund sein mag, sein sorgfältiger Plan schuf das Ergebnis, dass die Omayyaden und ihre Verbündeten anfingen, ihm zu lauschen, und alle möglichen Anstrengungen machten, die von ihm erzählten Hadithe zu verbreiten. Für seinen Teil erzählte Abu Huraira Hadithe, die den Omayyaden gefielen. Ein paar solcher von Abu Huraira erzählten Hadithe, die angeblich Aussprüche des heiligen Prophet Muhammad (s.) sein sollen, werden nachfolgend wiedergegeben:

1.

Jeder Prophet hat einen nahen Freund unter seinem Volke, und mein (Muhammads) naher Freund ist Osman.

Alle Gelehrten lehnen einmütig diese Hadith ab, da die Unterstützer Abu Hurairas auf Ishak bin Nadschi bauen, der einer der Weitererzähler Abu Hurairas ist, aber Sahabi bewies diese Aussage in seinem Buche Mizan-ul-I'tidal als unwahr, als er sich mit Ischak beschäftigte.
2.

Abu Huraira sagte: "Ich hörte den Propheten Gottes sagen: "Osman ist so keusch, dass selbst die Engel keusch vor ihm sind."
3.

Abu Huraira erzählte, dass der Heilige Prophet Muhammad (s.) sagte: "Jeder Prophet hat einen Kameraden im Paradies, und mein Kamerad dort ist Osman"

Dieses Hadith wird einmütig abgelehnt. Die Unterstützer Abu Hurairas in diesem Falle bauen auf Osman bin Chalid bin Omar bin Abdullah bin Al-Walid bin Osman bin Affan, der einer in der Erzählerkette bis Abu Huraira ist, aber wieder bewies Sahabi in seinem Buche Mizan-ul-I'tidal diese Aussage als unecht, wegen Osman bin Chalid.
4.

Abu Huraira sagte: "Ich besuchte Ruqaya, die Tochter des Heiligen Propheten und Weib des Osman, während sie ein Lamm in ihrer Hand hatte. Sie sagte zu mir: "Der Prophet Gottes ist gerade von mir weggegangen, und ich habe sein Haar gekämmt. Er fragte mich: Wie findest du Abu Abdullah (hier ist Osman gemeint)? Und ich (Ruqaya) erwiderte: Sehr gut. Dann sagte der Prophet: Erweise ihm Ehre, da er von all meinen Gefährten mir am ähnlichsten ist."

Über diese Hadith sind sich Hakim und Sahabi beide einig, dass zwar die Kette der Erzähler nicht hinterfragbar ist, aber der Text dennoch äußerst erdichtet ist, denn Ruqaya starb im Jahre 3 nach der Hidschra zur Zeit der Schlacht von Badr, während sich Abu Huraira erst nach der Eroberung Chaybars der Würde des Islam anschloss.

In einigen Fällen verdrehte Abu Huraira den wirklichen Sinn eines Hadith, um es so erscheinen zu lassen, als solle ein Angehöriger der Omayyaden gepriesen werden. Beispielsweise gibt es das gut akzeptierte Hadith, dass der Heilige Prophet Muhammad (s.) sagte:

"Bald nach mir geschehen Unruhen und Spaltungen." Die Leute fragten: "Was gebietest du uns, was wir dann tun sollen, o Prophet Gottes?" Er sagte dann auf Ali (a.) zeigend: "Ihr solltet diesem Amir (Führer) und seinen Gefährten folgen!"

Abu Huraira verdrehte die Sache; der Prophet habe auf Osman gezeigt. Und so wollte Abu Huraira den Omayyaden gefallen, und somit schließlich der Familie von Abul Aas Muit und Abu Sufyan. Natürlich belohnten ihn die Omayyaden reichlich für diesen Trick.

weiterlesen: http://www.aks-pages.de/islamplattf.....a/ahadith/abu-hureira.php
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