Warum will mensch ein Gott?


Das IST korrekter Deutsch: Warum will DAS Mensch ein Gott/in wäre zu kompliziert, also jenseits Geschlecht und Stand.


Es gibt keine Kultur ohne Religion, jede bekannte Kultur hat irgend einen Schöpfer, welchen sie nicht "beweisen" kann.

Warum ist das so?

Warum braucht mensch eine Seele?

Haben andere Lebewesen auch einen Totenkult?
Ist Treue über den Tod hinaus (z.B. Graugans) mit dem Glauben an eine Seele verbunden?

Was fällt Euch zu diesem Themenkreis ein?
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Zu zweit ist das Singlesein viel schöner
egal ob es etwas außerhalb der Raumzeit gibt.
Also, jetzt bitte nicht mit einzelnen Glaubensdoktrinen kommen, wir befinden uns bei der Frage, wie kommt jemand dazu, Erfolg zu haben damit, dass er sagt von irgend einem Schöpfer irgend eine Wahrheit bekommen zu haben?

Warum sagt man dem nicht einfach: "Junge/Mädel, Du hast doch bloß Anerkennungsbedarf, brauchst Aufmerksamkeit, und weil Du sonst nichts kannst brüllst Du her Gesetze in der Welt rum" ?

Also steckt den Islam, die Bibel und die Bhagavad Gita zur Seite und überlegt:
    Welche Fragen führen zu diesen Antworten und warum stellt die jemand?
    Wieso schreibt einer so was auf?
    Wen sollte das interessieren?
    Welcher Verleger fand das vor 4000 Jahren einen Publikumsrenner?

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Zu zweit ist das Singlesein viel schöner
egal ob es etwas außerhalb der Raumzeit gibt.
Hallo, ich bin zwar nagelneu, aber was du schreibst, ist doch ganz interessant.

Also zu folgendem habe ich etwas zu sagen: "Es gibt keine Kultur ohne Religion, jede bekannte Kultur hat irgend einen Schöpfer, welchen sie nicht "beweisen" kann. "

Ich glaube kaum, dass die verschiedenen Kulturen einen Gott immer nur als Schöpfer ansahen. Ich denke da an die alten Kulturen, wie Inkas oder eben die Indiander, die Germanen, Kelten.
Diese Kulturen hatten doch nicht nur einen einzigen Gott.
Sie beteten zu einem Regengott, zu einem Fruchtbarkeitsgott oder fürchteten einen Gott, der ihnen z.B. Sturm brachte, ihre Häuser zerstörte.
Ich glaube diesen Gott als Schöpfer haben nur die "neuen" Religionen mitgebracht .....
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Luther: „Woran du dein Herz hängst, das ist dein Gott“.
Moin VanTast

Also dann will ich mal versuchen, Deinen geistigen Höhenflügen etwas Erdung zu verleihen.

Wie Ceres schon schrieb, gibt es natürlich in vielen Religionen mehrere Gottheiten. Und nicht wenige "Heiden" sahen in Ihren Gottheiten sogar ihre Vorfahren. Es war also nicht "nur" eine Götterverehrung sondern zugleich ein Ahnenkult.

Der Mensch braucht keine Seele, der Mensch HAT eine Seele. Und diese Seele ahnt, dass "da mehr ist" und dieses Wissen wird mit der Vorstellung von Göttern erklärt. Weil es anderes nicht begreifbar wäre.


Zum "Totenkult" anderer Lebewesen, fallen mir z.b. spontan die Elefanten ein, die zum Sterben einen sogenannten Elefantenfriedhof aufsuchen.
Man könnte fast meinen, sie folgen auf diese Weise ihren Vorfahren nach.
Das auch Tiere z.b. eine Seele haben steht für mich ausser Zweifel. Sieh ihnen einfach in die Augen. Und auch bei Pflanzen nehme ich ähnliches wahr, wenn auch nicht über die "Augen".


Jeder Mensch bekommt von seinem "Schöpfer" irgendwelche Wahrheiten zugespielt. Nur die Wenigsten verstehen, dass diese Wahrheiten eigentlich für sie selbst bestimmt sind. Ich bin davon überzeugt, dass die Leute wirklich dachten sie würden ihren Mitmenschen einen Gefallen tun, ihnen helfen.
Doch was für den einen richtig ist, muss es für den anderen noch lange nicht sein. Und mit Sicherheit hast Du recht, dass bei vielen auch die Selbstdarstellung im Vordergrund stand oder sogar eher politische denn religiöse Gründe.

Aber so ist der Mensch nunmal, er strebt nach Fortschritt und Reife. Dabei kann es natürlich auch zu falschen Deutungen kommen. Keiner ist ohne Fehler und das ist auch gut so. Denn nur so entsteht Entwicklung. Wir z.b. haben heute die grossartige Möglichkeit aus den Fehlern unserer Vorfahren zu lernen. Das gilt für jeden Bereich nicht nur für die Religion.
Natürlich werden wir widerum neue Fehler machen aus denen dann wieder unsere Kinder lernen. Bis wir endlich dort angelangt sind, wo wir hin sollen. Wo das ist? Ich habe nicht den Hauch einer Ahnung. Lassen wir uns überraschen.

Liebe Grüsse Hagebutte
Ich schließe mich natürlich Hagebutte an.

Aber Van Tast, weißt du auch,
dass das Wort "Gott" aus dem germanischen stammt?
Dass dieses Wort wahrscheinlich auf das Wort "Guda" - "Anruf" zurückzuführen ist?
Dass dieses Wort sächlich war und zwar deshalb, weil es weibliche UND männliche Gottheiten gab?

Diese polytheistischen Gottesvorstellungen gab es aber nicht nur in der Vergangenheit, sie bestehen heute noch in Asien und Afrika zum Beispiel.

Die monotheistischen Religionen kennen nur einen Gott, aber diese Religionen (Christentum, Islam) sind noch sehr jung. Und das Christentum hat wohl den Begriff Gott übernommen, allerdings mit einer anderen Bedeutung.
Ich habe einiges nachgelesen, in keiner der polytheistischen Vorstellungen habe ich von einem Gott als Schöpfer der Welt gelesen, das ist erst im Christentum und im Islam -Allah - aufgetaucht.

Kurz noch zur Seele.
Kennst du den Spruch vom "grünen Daumen"? Es gibt "Pflanzenliebhaber", die können machen, was sie wollen, die Pflanzen gedeihen nicht oder nur schlecht. Weshalb? Man gibt sich doch solche Mühe damit.

Woanders macht man sich nicht solche große Mühe, geht aber liebevoll mit den Pflanzen um und sie danken es.
Was ist das, wenn nicht eine Seele?

Von Tieren hat schon Hagebutte geschrieben, da gibt es nicht das geringste hinzuzufügen.

und nun warte ich interessiert auf deine Antwort
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Luther: „Woran du dein Herz hängst, das ist dein Gott“.
Zitat von VanTast:
"Das IST korrekter Deutsch: Warum will DAS Mensch ein Gott/in wäre zu kompliziert, also Jenseits Geschlecht und Stand."

Würdest du mir bitte erklären, was hier korrekt/er ist? DAS Mensch geht ja noch, da sind beide Geschlechter vertreten (obwohl es NICHT korrekt ist, denn DER Mensch beinhaltet ebenfalls beide Geschlechter), aber "warum will das Mensch EIN Gott? Was soll das bedeuten?
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Luther: „Woran du dein Herz hängst, das ist dein Gott“.
Ceres hat folgendes geschrieben:
"warum will das Mensch EIN Gott? Was soll das bedeuten?"

Es bedeutet eine Frage nach der Ursache für das Bedürfnis von Menschen einen Gott anzubeten und zu verehren oder auf ihn zu schimpfen.

Da sind einmal die Naturreligionen, die um Jagdglück und Ernteerfolg beten und um Hilfe bei Krankheiten.
Dann braucht man ja noch etwas, das einen deutlich gegen die bösen Nachbarn abhebt.
Aber ich will ja meine Frage nicht selber beantworten, sondern die Gedanken anderer Menschen dazu hören.
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Zu zweit ist das Singlesein viel schöner
egal ob es etwas außerhalb der Raumzeit gibt.
Es geht mir vorerst nicht um die Klärung der Ursache nach den Bedürfnissen von Menschen, sondern um die deutsche Sprache an sich.

Irgendwann hast du in einem posting auf die leblose, nicht besonders gute Form der Beiträge ...... hingewiesen (vorsichtig formuliert), aber ist die Form denn wichtiger, als 1. der Inhalt oder / und 2. die Grammatik?

Mein Urlaub war übrigens sehr schön.... und lehrreich noch dazu
Oh, hier geht es bald zu wie im Parlament:
Die erste Session wird dazu benutzt, in der nächsten Session die Themen zu bestimmen und der Rest der Sessionen geht über die Formulierung der Themen.

Ich wollte es als Titel kurz halten und doch weder suggerieren, dass es um DEN Menschen gehe, noch voraussetzen, dass Gott männlich wäre.

Frage ich eben anders erneut:

Woher kommt das menschliche Bedürfnis einen Gott anzubeten?
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Zu zweit ist das Singlesein viel schöner
egal ob es etwas außerhalb der Raumzeit gibt.
Nein, VanTast. Ich wollte kein Thema bestimmen, denn ich finde genau dieses Thema hochinteressant.

Mich stört einzig und allein die grammatische Fehlleistung.


Der Mensch ist ein Tier, das immer ein Vorbild braucht, zu dem es aufschauen, von dem es lernen kann.
Der Mensch braucht jemand, der ihn leitet, ihm Ratschläge erteilt und ihm auch mal gehörig die Meinung sagt.
Wo bekommt das der Mensch, von wem? Oder besser gesagt, wessen Ratschläge nimmt er an?
Kann Gott etwas raten? Gott nicht, höchstens die Bibel und die ist nicht Gott. Aber das ist dem Menschen in diesem Falle gleichgültig. Den Rat der Bibel nimmt er in den meisten Fällen und ohne nachzudenken an.

Aber es gibt auch einen psychologischen Faktor und der ist höher, als man annehmen möchte.

Was tut ein Psychologe mit einem "Problemfall"? Er läßt ihn reden, hört nur zu.
Was macht ein Gläubiger, wenn er Probleme hat? Er geht in die Kirche und betet, Gott läßt ihn reden........ hört nur zu.

Das wären als erstes meine Gedanken zu diesem Thema.
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Luther: „Woran du dein Herz hängst, das ist dein Gott“.