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Das:
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Der Mensch ist ein Tier, das immer ein Vorbild braucht, zu dem es aufschauen, von dem es lernen kann.
Der Mensch braucht jemand, der ihn leitet, ihm Ratschläge erteilt und ihm auch mal gehörig die Meinung sagt. |
möchte ich so nicht unbedingt verallgemeinern.
Irgendwie zeigt doch auch ein Querschnitt durch die Posts in diesem Forum, dass Menschen hinsichtlich ihrer Macht ein "Problem" haben.
Irgendwo zwischen Allmacht und Ohnmacht ist das Bewusstsein im Normalzustand: Das kann ich <--> hier habe ich keine Möglichkeit
Das ist mein Bereich <--> Dafür bin ich nicht zuständig
Besonder beeindruckt sind Menschen bei Dingen, von denen sie wissen, dass ihnen das auch mal passieren wird:*Kinder werden erwachsen, ob sie wollen oder nicht
*Wir werden älter und verlieren dabei ein wenig an Kraft, Lernbereitschaft und Sexappeal (das sind Machtfaktoren)
*Irgendwann wird vermutlich jeder einmal sterben.
Bei diesen Themen fühlen wir uns ohnmächtig.
Wen können wir um Hilfe angehen? Bei den Menschen waren wir schon, beim Medizinmann und Magier, beim Priester vielleicht und bei der Bank und alles Menschenmögliche ist bereits getan worden.
Einerseits dies, auf der anderen Seite haben wir auch ein prophylaktisches Interesse: Lieber Gott, erhalte mich gesund, führe mich gar nicht erst in Versuchung was zu tun das bestrafbar wäre.
Und warum Gott?
Wo kommt die Idee überhaupt her, dass es einen Gott geben könnte?
Warum muss alles eine Ursache und einen Schuldigen haben?
Ältere, naturverbundene Religionen, welche zumeist noch auf dem Matriarchat beruhen, das vor dem Patriarchat die verbreitetere Hierarchie gewesen sein soll, haben dieses Ursache - Wirkung - Denken nicht in diesem Stil entwickelt.
Sie haben sich auch nicht so sehr angestrengt, etwas daran zu ändern, und die Wissenschaften sind erst später entstanden, sogar die Entdeckung der Nutzung des Feuers kam möglicherweise nach der Einführung des Patriarchats zustande.
Haben andere Tiere auch Götter?
Schimpansen, Delphine oder Papageien sind nach Untersuchungsberichten etwa so intelligent wie 3 - 4 jährige Menschen.
Elefanten besuchen den Ort, an dem die Gebeine ihrer angehörigen liegen. Zum Sterben suchen sie einen abgelegenen Ort und möchten allein sein, aber wenn die Herde nächstes Jahr wieder da vorbei kommt, machen sie oft einen beträchtlichen Umweg zwischen zwei Futterplätzen um den Ort aufzusuchen, wo die Überreste ihres Verwandten liegen.
Die Überreste von nicht verwandten Elefanten aber werden nicht einmal als solche erkannt, das sind bloß Knochen, könnten ihrem Verhalten nach auch Büffelknochen sein, das interessiert sie nicht.
Gibt es Rituale bei anderen Tieren?
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Hallo VanTast,
interessante Fragen, die Du da stellst. Ich denke, dass der Mensch das Thema Gott teilweise zu sehr versucht zu verkörperlichen und immer in irgendeiner Weise eine Gestalt dahinter vermutet. Wahrscheinlich weil es dem menschlichen Verstand ziemlich schwer fällt etwas anderes zu akzeptieren. Wenn man sich vorstellt, dass Gott eine Göttlichkeit ist, also das "Eine", dann sehe es vielleicht schon wieder ganz anders aus. Man sollte es als etwas "natür"-liches betrachten, daher so denke ich mir, gibt es unter den Tieren keine Götter bzw. keine Anbetung von Göttern. Tiere vertierlichen halt nicht:-) Für die ist es halt so wie es ist. (Instinkte)! Tiere brauchen das nicht. Sie akzeptieren die Natur so wie sie ist. Die fragen sich nicht, woher kommt dieser Baum, warum ist das Gras grün. Wer oder Was steckt dahinter? Tiere sind einfach nur bewusst.
Letztendlich ist doch alles nur eine gewisse Form von Energie und Gott letztendlich auch. Wahrscheinlich eine Form von Lichtenergie (Don Juan/ viele Leute, die dem Tod von der Schippe gesprungen sind, berichten immer wieder, dass sie am Ende Licht sehen!)
LG Eleonora
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Hallo, Eleonora
danke für Deine Darstellung.
In einem Punkt weiß ich, dass das viele so sehen wie Du, nämlich:
| Eleonora hat folgendes geschrieben: |
| Letztendlich ist doch alles nur eine gewisse Form von Energie und Gott letztendlich auch. Wahrscheinlich eine Form von Lichtenergie (Don Juan/ viele Leute, die dem Tod von der Schippe gesprungen sind, berichten immer wieder, dass sie am Ende Licht sehen!) |
Ich muss dem widersprechen, weil mein Welt- und Gott- Bild sich eben über die Raumzeit hinaus bewegt.
Energie ist eine andere Form der Materie und deshal nicht göttlicher noch weniger göttlich als Gold und Nitrate oder Schwefelwasserstoff.
Die Raumzeit ist alles das wir kennen, jenseits der Raumzeit ist aber etwas, das diese hervorgebracht hat, und dieses Etwas ist vermutlich direkter mit dem Ursprung allen Seienden verbunden als wir hier energetisch verstehen können.
Ich denke auch die Seele, (wenn es denn eine gibt) ist ebenfalls nicht raumzeitlicher Natur und darum ist sie uns ja so suspekt und wir kommen immer wieder in Probleme, wenn Naturwissenschaften uns danach fragen.
So lang her ist es nicht, dass man verbrannt wurde, wenn man den Verdacht äußerte, dass es keine Seele geben könnte und keinen Gott, Schöpfer oder Ursprung.
Aber zurück zur Frage, warum will ( braucht, sucht oder wünscht) Mensch einen Gott oder eine Göttin.
Ich denke es kommt aus unserer Geschichte, und zwar aus der Entstehungsgeschichte.
Ich denke, die Tiere haben noch einen engeren, direkteren Bezug zum Nichtraumzeitlichen. Sie sehen den Gott in jedem anderen Tier das sie begegnen und vermutlich sahen wir als Jäger und Sammler Gott auch direkt in seiner Erscheinung, im Gespräch mit den Pflanzen und Tieren.
Und wen überkommt nicht ein göttliches Bewusstsein, wenn er/sie sein/ihr Herz verliert?
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Es sei mir an dieser Stelle mal erlaubt eine provokante These aufzustellen:
Was wenn die Frage (ohne Frage eine interessante Frage) falsch formuliert ist. 'Warum will mensch ein Gott?' - die Formulierung geht ja davon aus, dass wir uns erstmal einen Gott erschaffen müssen, um ihn dann anschliessend anbeten zu können und geht den Ursachen dieses menschlichen 'Bedürfnisses' auf den Grund.
Andersrum: wenn wir davon ausgehen, dass nicht der Mensch einen/mehrere Gott/Götter erschaffen hat, sondern umgekehrt - ? Gott hat von Anfang an existiert und der Mensch hat ihn/sie/es entdeckt - ? Und da der Mensch Gott erkannte, fing mensch an mit Gott zu kommunizieren, manch fingen an Gott anzubeten, da er/sie/es ihnen so mächtig und gross erschien.
Nochmal: Gehen wir davon aus, es gibt diese Macht - Gott - und es gibt sie unabhängig von uns und unsere Wahrnehmung reicht soweit, dass wir sie bewusst wahrnehmen können. Warum sollten wir sie dann nicht anbeten? Warum nicht versuchen mit ihr in KOntakt zu treten - Sie gar zu beeinflussen?
Gehen wir davon aus, dass etwas in uns ein Teil dieser Macht ist, warum sollten wir gemäß dem Grundsatz 'Erkenne dich selbst!' nicht versuchen auch diesen Teil in uns zu erkennen?
Und dann müsste die Frage eher lauten: 'Warum will gott ein Mensch?'
LG
Lisken
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Hmm... noch etwas:
Wenn wir mit Gott in Kontakt treten wollen und zwar anders als Tiere dies tun, müssen wir dies _bewusst_ tun und um sich etwas bewusst zu werden, müssen wir uns erstmal unseres Selbst bewusst werden und um dies tun zu könne, müssen wir uns als getrennt von allem anderen wahrnehmen, also auch getrennt von Gott.
Darum können wir Gott nicht 'direkt' wahrnehmen. Weil wir der Illusion verfallen sind, dass er/sie/es und alles andere ausserhalb von uns existiert und wir von allem, was exisiert getrennt sind.
Aber erst so können wir in ein 'Gespräch' treten - denn dafür braucht es zwei und wer eins ist mit allem um einen herum, der braucht kein Gespräch, jeglicher Kontakt wäre höchstens Selbstgespräch.
LG
Lisken
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