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Die Bibel - nicht ohne Fehler?












Hallo Sakon,

Verfälschung muss nicht immer absichtlich sein. Die meisten Texte wurden ja mündlich überliefert und erst viel später aufgeschrieben. Dann wurden die Bibel noch viele male übersetzt. Und da ist es so, wie bei allen Übersetzungen, dass auch die persönliche Meinung der Übersetzer mit einfließt. Denkst du, dass da alles noch hundertprozentig stimmt?

Hier ein Auszug aus einem interessanten Bericht darüber aus PM-Perspektive 04/2006:

Zitat:
Ebenso steht heute fest, dass die Bibel nicht von jenen Autoren stammt, die in den einzelnen Büchern als Urheber genannt werden – Mose, verschiedene Propheten und Apostel. Spätestens als man herausfand, dass im Buch Mose Könige erwähnt werden, die zu seiner Zeit noch gar nicht lebten, war klar: Hier müssen andere Autoren am Werk gewesen sein. Heute nehmen die Experten an, dass die Bibel eine Sammlung von mündlichen Überlieferungen ist, die über viele hundert Jahre weitergegeben und irgendwann von unbekannten Schreibern festgehalten wurden: das Alte Testament in hebräischer Sprache, das Neue in altgriechischer.

Im Mittelalter wurden dann beide Testamente ins Lateinische übersetzt. Dabei entstanden so viele Fehler, dass der ursprüngliche Sinn mancher Aussagen geradezu ins Gegenteil verdreht wurde. Der evangelische Theologe Harald Krause hat in seinem »Lexikon der religiösen Missverständnisse« einige dieser falschen Angaben entlarvt. So ist zum Beispiel das bekannte »Auge um Auge, Zahn um Zahn« nicht als Vergeltung gemeint, sondern als Barmherzigkeit. Denn eigentlich heißt es: »Gib Auge um Auge« – und nicht »nimm Auge um Auge«. Ebenso falsch übersetzt wurde die bekannte Bibelstelle »Den Seinen gibt’s der Herr im Schlaf«. Richtig müsste es heißen: Den Seinen gibt der Herr Schlaf. ....

... Seriöse Bibelübersetzer nehmen immer noch den hebräischen Urtext als Quelle, wenn sie sich heute an die Übersetzungsarbeit machen. Zusätzlich werfen sie einen Blick auf alte syrische und samaritanische Übersetzungen oder auf die so genannte Targumim, die Übersetzung des Alten Testaments vom Hebräischen ins Aramäische. Warum aber versucht man sich heute überhaupt noch an Übersetzungen, wenn es schon so viele gibt? Und warum gibt es nicht »die« eine, richtige Fassung?

»Wie bei jeder Übersetzung muss man die Ausgangs- und die Zielsprache sehr gut kennen«, sagt Ruth Lapide. Sie ist jüdische Theologin und Historikerin. Zusammen mit ihrem 1997 verstorbenen Mann Pinchas Lapide hat sie sich mit ihren Übersetzungskorrekturen jahrzehntelang für einen aussöhnenden Dialog zwischen Juden und Christen eingesetzt. Beide waren schon bei der Ausgrabung der Qumranrollen dabei (siehe Seite 42). Seit dem Tod ihres Mannes versucht Ruth Lapide sein Lehr-Erbe weiterzugeben, indem sie in alten Bibeltexten Übersetzungsfehler Punkt für Punkt entziffert. »Entziffern trifft es buchstäblich genau«, sagt sie, »denn die hebräische Sprache kennt kein Komma und keinen Punkt.« Dafür hat sie für jede Silbe, jedes Wort einen bestimmten Zahlencode, der zusammenaddiert mit den anderen Wort-Zahlen eine Symmetrie oder Harmonie bilden muss.

»Kennen Sie auch den Rufer in der Wüste?«, fragt Ruth Lapide. »Sie kennen ihn, aber der hebräische Urtext lautet ganz anders. Dort heißt es nämlich sinngemäß: ›Der Rufer: In der Wüste ...‹. Man hat in der Übersetzung vergessen, den im Original nicht vorkommenden Doppelpunkt in die Zielsprache einzusetzen. Und so wurde aus einem normalen Rufer, der seine Predigt mit ›In der Wüste‹ beginnt, ein ›Rufer in der Wüste‹.«

Da die Bibel kein Roman oder Sachbuch ist, das man nach der Lektüre zur Seite legt, sondern unsere gesamte christliche Kultur prägt, sind die Folgen mancher Übersetzungsfehler gravierend. Wer hat nicht schon mal bei der Aufforderung »Liebe deinen Nächsten wie dich selbst« resigniert oder ein schlechtes Gewissen verspürt? Hermeneutik-Schlaumeier versuchen sich so aus der Affäre zu ziehen: »Ich liebe mich nicht, also brauche ich auch die anderen nicht zu lieben.« Doch so wörtlich wie befürchtet, meint es die Bibel gar nicht. »Es heißt: Erweise deinem Nähesten einen Liebesdienst, denn er ist wie du«, sagt Ruth Lapide. »Und der Näheste ist der Mann in der Straßenbahn, der gerade gestolpert ist. Und er ist wie du, auch dir kann es morgen passieren, dass du Hilfe brauchst.« Mit dieser Definition kann man doch gut leben.

Der gravierendste, bis zum heutigen Tag politisch relevante Übersetzungsfehler ist die Geschichte mit Judas. »Judas paradidonai«: Diese altgriechische Formulierung kommt achtmal in der Bibel vor. Sieben Mal wurde sie mit »übergebend« (im Sinne von: Gott übergibt seinen Sohn) übersetzt. Ein Mal, und ausgerechnet an der entscheidenden Stelle, heißt es dagegen: »Judas hat verraten.«

»Seitdem ist Judas der Verräter Jesu«, sagt Ruth Lapide. »Man brauchte eine Schwarzfolie, um die Gottesgestalt Jesu umso strahlender erscheinen zu lassen. Man hatte einen Sündenbock neben der Heilsgestalt, darauf kam es an. Wer weiß heute, dass Jesus Judas als einzigen ›meinen Freund‹ nannte? Übersetzungsfehler sind also nicht nur Schlampigkeit, Ungenauigkeit oder Interpretation, sondern zuweilen auch bewusste und perfide Manipulation.

Doch Fehler lassen sich zum Glück korrigieren, auch wenn das manchmal dauert. Ruth Lapide hat bei der französischen Bischofskonferenz nach jahrelanger Intervention erreicht, dass zumindest in Frankreich das Vaterunser künftig anders gebetet wird. Sie lehnte die Formulierung »und führe uns nicht in Versuchung« ab und fragte jene, die daran festhalten wollten: »Ist Ihr Gottesbild so, dass Gott Sie zum Spaß verführt?« Schließlich überzeugte sie auch die Traditionalisten. Künftig heißt es im französischen Vaterunser nicht mehr »führe uns nicht in Versuchung«, sondern »lass uns der Versuchung nicht erliegen«.

Schon seit ein paar Jahren sind die christlichen Kirchen vom Judas-Irrtum überzeugt. Sie beten heute nicht mehr: »Die Nacht, in der er (Jesus) verraten wurde, brach er das Brot«, sondern moderner: »In der Nacht, da er freiwillig das Leid auf sich nahm...«


Deshalb sollten wir auch beim Lesen der Bibel immer nach der Grundaussage schauen. In der Bibel ist Gottes Wort zu finden, aber sie ist sicher nicht wortwörtlich Gottes Wort. Ich finde es immer hilfreich mehrere Übersetzungen/Ausgaben anzuschauen oder auch mal englische Versionen. Und natürlich immer auch selbst nachzudenken.

Liebe Grüße
Kiki
Hi Fans,

Unfehlbar bzw. Ohne Fehl & Tadel - ist nur Papst Benedikt.

Man kanns Glauben oder Nicht?

Fehlerfrei - ist Benedict bestimmt - der Vatikan ist abbezahlt mit Seelen - die Hypothek ist Schuldenfrei - PriesterKinder tragen keine ErbSünde - GOTT sei Dank! Und die Päpstin im Mittelalter fehlt auf dem PapstQuartett - oder Frauenfeindlich! Amen.

Wir müssen - Miete - Versicherung - Spritkosten teuer bezahlen - Leider! Das Leben ist t-EURO. Wir dürfen keinen Hochglanz Vatikan-Euro prägen!

biogral-Micha&Girls
Hallo ihr lieben Mitschreiber,
hallo Biogral

Fan ich dein Fan? O.k. Akzeptiert - Meister

Tja, der Papst - der kann mir gestohlen bleiben, sowie der ganze kirchliche Unfug. Hast Du schon mal Bilder gesehen wie prunkvoll der Vatikan innen aussieht? Oder nur schon eine Kirche. Daneben verhungern Menschen!
Soll das Kristlich sein? Ich denke nein!

Mit lieben Grüssen Sputnik
Wie schon so oft niedergeschrieben von meiner kleinen Wenigkeit.
Die Kirche ist ein Abzocker, sie nimmt, baut sich Gebäude die Jesus nie gebaut hätte, gibt einpaar Spenden, und doch hat sie viel mehr, als die armen Menschen die hungernd und dürstend da stehen, und nicht wissen wie ihr weiteres Leben weitergehen soll.

Wie wäre es denn mal wenn Papst Benetikt mal in ein normales Haus zieht, oder einfach nur ne Wohnung?
Kosteneinsparen kennen auch große Konzerne, warum also nicht auch dir Kirche?

Die Bibel ist das meistverkaufste Buch, wie wäre es denn mal, die Komplette Kohle die davon eingenommen wird, einfach mal am Jahresende zu spenden, oder glaubt ihr wirklich das nur die Verläge davon provietieren. Also ich glaube das nicht, dieser dicke Wälzer ist schließlich Christliches Eigentum.

Na ja, Verfälschen kann man alles, auch die Bibel.
Wenn die Menschen ihre Weisheit mit Löffeln essen, kann dabei auch nichts korrecktes bei rumkommen.

Den Armen gebt das Buch, sie werden endweder in ihm lesen, oder es verbrennen besonders im Winter.

Was kann mir ein Buch geben, was ich eigentlich selbst erfahren sollte, was bringen Worte, die so nicht gemeint waren?

Halte das zusammen was dir wichtig,
füge dein Ich ins Leben mit ein,
lerne in deinem Darsein als Mensch,
kläre andere auf, berichte von deinem Erlebten.
Helfe dort wo du kannst, verhindere das was schlecht ist.

Dies könnten jetzt auch Worte der Bibel sein, und doch sind es meine.

Liebe Grüße an alle Menschen egal ob gläubig oder nicht.

By Dracul2
Hallo

Zitat:
Dort steht extra, das die Übersetzung nicht genau ist, nur frage ich mich warum?


Es wurde nur VERSUCHT auf Deutsch zu übersetzen. Originale ist das arabische, deswegen gibt es im Koran immer das arabische neben den übersetzen.

Zitat:
Warum kämpfst du gegen den Koran an?
der Koran sagt: Gehorche dem Evangelium! und der Thora!


Genau, aber in ihren Orginalform. Mohammed selber betete, bevor ihm die Religion Islam entsandt wurde. D.h. damals existierte noch die Orginalform von Bibel ( Thora weiß ich nicht so genau ).
In Bibel steht doch auch, dass Jesus so gebetet hat, wie jeder muslim: Er ging drei Schritte und fiel mit Angesicht zu Boden und betete.

Ich verstehe nicht, warum die christen heutzutage nicht so beten, wie Jesus damals gebeten hat. Warum soll er denn so beten? Christen glauben doch, dass er Gott ist und sein "Vater" auch. Man muss doch verstehen, dass die Kraft von einen allmächtigen kommen muss. Sonst könnten sie sich doch streiten.


Zitat:
In der Bibel ist Gottes Wort zu finden, aber sie ist sicher nicht wortwörtlich Gottes Wort.


Im Gegensatz ist der Koran ein heiliges Buch, die 100% Gotteswort enthält. Bisher wurde noch nicht einmal eine Buchstabe verändert, und im Koran steht auch, dass Allah (Gott) sie am Jüngsten Tag beschützen wird.
Das bedeutet, dass sie bis dahin ihren Orginalform behält.
Falls einer daran zweifeln sollte, ob Koran wirklich von Allah (Gott) kommt, dann soll er/sie hier die Widersprüche reinschreiben.
Kann Gott fehler machen? Niemals! Widersprüche kommen nicht in Frage.

Zitat:
Die Kirche ist ein Abzocker, sie nimmt, baut sich Gebäude die Jesus nie gebaut hätte, gibt einpaar Spenden, und doch hat sie viel mehr, als die armen Menschen die hungernd und dürstend da stehen, und nicht wissen wie ihr weiteres Leben weitergehen soll.


Im Islam gibt es Armensteuer und deswegen können die Reichen nicht reicher werden. Genauso mit Zinsen: Es ist für die Muslime verboten.

Seht ihr nicht, was Zinsen mit den Armen und den Reichen macht?

Die Armen werden noch ärmer und die Reichen kriegen noch mehr Geld dazu.

Steuer geht an den Staat > Staat gibt sie an die Banken weiter, weil sie Schulden haben ( hier steckt auch Zinsen drin) > da die Banken jetzt so reich sind, macht es ihnen nichts aus, wenn jemand zinsen für sein Geld kriegt.

Also das, was von der Sparkasse kommt, zahlen wir (alle) .
Forum -> Gott

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