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"Die Überfalle waren aber keine Taten muslimischer Staaten, sondern von Räuberbanden."

Naja, als die Seldschuken (Turkvolk) ihren Einflussbereich in Anatolien ausbauten und dem byz. Reich immer mehr Gebiete abtrotzen, entrissen sie dem Fatemidenreich Palästina. 1070 n. Chr. erobert "Atsiz Ibn Abaq" kampflos Jerusalem, damit endete die Toleranz gegenüber den Christen. Es existierte schon das seldschukische Großreich, welches der Neffe des Emirs "Thugril Bey " unter Zusammenschluss der eroberten Gebiete, gegründet hatte. Danach wurden die chr. Pilgerströme auf ihren Reisen immer mehr behindert - dies fasst letztendlich der byz. Kaiser Alexios I in einem Brief an die westl. Kirche zusammen - unter diesen Einwirkungen entwirft Papst Gregor 7 einen Kreuzzugsplan für den Osten.

Hinzu kommt noch, was sich unter den Fademiden abspielte - 1009 Zerstörung der Grabeskirche etc..

Ob die Seldschuken eine "Räuberbande" waren, hast du gesagt bzw. weiß ich selber nicht, ich weiß nur, dass es eine zum Islam übergetretene Volksgruppe aus Zentralasien war, die einen mächtigen Landhunger besaß und innerhalb kürzester Zeit eine völlige Neuordnung im Osten erwirkte, durch ihre Eroberungszüge.

"Überfall übertreibt etwas, das waren Kriege und diese fanden vor und nach den Kreuzzügen statt. "

Naja, die Seldschuken begannen im 10 Jh. mit ihrem Eroberungsfeldzug - was eine ernsthafte Bedrohung für das byz. Reich und dem ägypt. Fademidenreich darstellte. Um einen möglichen Bündnis - welches die seldschukischen Machtpläne behindert hätte - zuvorzukommen - kam es zu etliche Schlachten - Armenien etc. - Also kann man auch von einem Überfall sprechen- zwar nicht durch die Osmanen aber die gingen aus den Sedtschuken hervor bzw. verdanken sie denen ihre Existenz in Anatolien. Von wo aus sie weitere Gebiete bis schließlich die Eroberung Konstantinopels bewerkstelligten.

"Überigens den eigentlichen Todesstoß, lang vor der Eroberung durch die Osmanen, haben Konstantinopel christliche Kreuzritter beschert. "

Der Anfang von Ende des byz. Reiches, war die Schlacht bei Mantzikert und die späteren Zwistigkeiten / zw. westl. und östlicher Kirche und dem gestörten Verhältnis zu den Venezianern - dies führte dazu, dass das byz. Reich( was davon noch übrig war) auf keine Hilfe mehr aus dem Westen hoffen konnte.

Adios
Zitat:
Naja, als die Seldschuken (Turkvolk) ihren Einflussbereich in Anatolien ausbauten und dem byz. Reich immer mehr Gebiete abtrotzen, entrissen sie dem Fatemidenreich Palästina. 1070 n. Chr. erobert "Atsiz Ibn Abaq" kampflos Jerusalem, damit endete die Toleranz gegenüber den Christen. Es existierte schon das seldschukische Großreich, welches der Neffe des Emirs "Thugril Bey " unter Zusammenschluss der eroberten Gebiete, gegründet hatte. Danach wurden die chr. Pilgerströme auf ihren Reisen immer mehr behindert - dies fasst letztendlich der byz. Kaiser Alexios I in einem Brief an die westl. Kirche zusammen - unter diesen Einwirkungen entwirft Papst Gregor 7 einen Kreuzzugsplan für den Osten.


Bitter? Zwischen Feldzügen zur Eroberung Kleinasiens und dem Überfall auf Pilger ist ein großer Unterschied, du vermischt gerade wahllos.

Nun wird dann aus Überfallen wieder behindert. Wie war es denn nun?

Alexios I. rief in gewisser weise sicher um Hilfe, jedoch nicht aus christlichen Motiven, sondern um sein Reich zu verteidigen. Als die
Kreuzritter dann Jahre später eintrafen zeigte sich sein Verständnis des Ganzen. Aus seiner Sicht, rechtlich durchaus logisch da die Byzantiner die Nachfolger des römischen Reiches waren deren Vasallen die westlichen Königreiche theoretisch fast alle waren, rief er seine Lehnsvasallen zu den Waffen. So versuchte er schließlich die Kreuzritter dazu zu bringen ihm den Lehnseid zu schwören, so das die eroberten Gebiete ins byzantinische Reich übergehen sollten.

So stellten sich die Kreuzritter das dann aber nicht vor.

Zitat:
Ob die Seldschuken eine "Räuberbande" waren, hast du gesagt bzw. weiß ich selber nicht, ich weiß nur, dass es eine zum Islam übergetretene Volksgruppe aus Zentralasien war, die einen mächtigen Landhunger besaß und innerhalb kürzester Zeit eine völlige Neuordnung im Osten erwirkte, durch ihre Eroberungszüge.


Erinnert mich an die Normannen, nur die kamen aus dem Norden Frankreich und krempelten die Nord und Ostsee, Osteuropa, Hispanien, Süditalien, Sizilien, Griechenland und Israel auf ihren Feldzügen um. Auch aus reiner Landgier. Ein nicht geringer Teil der Kreuzritter bestand aus Normannen.

Und ich habe nicht die Seldschurken Allgemein als Räuberbande bezeichnet, sondern eben einzelne Elemente unter ihnen. Eben jene, welche Räuber waren.
"Zwischen Feldzügen zur Eroberung Kleinasiens und dem Überfall auf Pilger ist ein großer Unterschied, du vermischt gerade wahllos. "

Ich glaube, du hast das nicht verstanden bzw. hast du Probleme zu kombinieren. In Folge der Eroberung der Gebiete durch die Seldschuken, in denen sich chr. Heiligtümer befanden - Palästina - Syrien, kam es letztendlich dazu, dass die Pilger auf ihren Reisen entweder überfallen wurden oder gar keine Möglichkeit mehr hatten, die heiligen Stätten zu besuchen. Das wird meist oberflächlich mit "Behinderung" beschrieben bzw. zusammengefasst.

Was man unterstellen könnte, dass die Seldschuken nicht auf Grundlage religöser Motivation in diese Eroberungen/Angriffskriege gingen - was aber nicht beweisbar ist. Fakt ist, dass es diese "Behinderung" der Pilger viell. eklatant erst durch die Eroberungen der Seldschuken bzw. deren Kontrolle über diese Gebiete, gab.

"Alexios I. rief in gewisser weise sicher um Hilfe, jedoch nicht aus christlichen Motiven, sondern um sein Reich zu verteidigen."

Ist völlig egal, die Behinderung der Pilger war existent bzw. eklatant, dass ist der Punkt und nicht warum bzw. aus welchen wirklichen Beweggründen Alexios 1 sich an die westl. Kirche wandte. Zumahl man davon ausgehen muss, dass durch Informationen der Pilger diese Nachricht auch längst schon im Westen Eingang gefunden hatte

"So stellten sich die Kreuzritter das dann aber nicht vor. "

Mag sein - 1097 anerkennen Gottfried und die Fürsten seines Heeres trotzdem den Kaiser als Lehnsherr.
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