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Keine Rückkehr












Salam alaikum,
ich bin gerade auf deinen Beitrag gestoßen und finde ihn sehr interessant.
Du sagst, du klammerst dich "an die Hoffnung, daß alles nur ein Irrtum war und es nichts weiter danach gibt" - Aber was, wenn deine Hoffnung vergebens war? Was, wenn das was die heiligen Schriften prophezeien Realität ist? Wie wirst du da stehen? Was wirst du machen an dem Tag an dem es keine Rückkehr mehr gibt und du vielleicht merkst, dass du dein Leben vermeindlichem Glück gewidmet hast und du keine Chance mehr haben wirst eventuelle Fehler wieder gut zu machen?
Ich bitte dich mir zu erzählen, wie sich dein alltägl. Leben so gestaltet. Für was lebst du? Denkst du, dass diese ganze Welt, die Anstrengungen&Energieverschwendung des Menschen, das ganze hin und her im Leben, Freude und Leid keinen Sinn haben. Wie ist der Mensch erschaffen? Denkst du, dass ein Wesen, das selbstständig denken und handeln kann, das sich (im gesunden Zustand) nach eigenem Willen bewegen, atmen, sprechen... kann einfach aus einem Zufall, aus NICHTS entstanden sein kann? Klingt das für dich nicht weitaus mehr nach Märchen und Aberglaube? Ich will dir etwas aus dem Koran schreiben, denn der Koran ist wie du vllt weißt, nicht für Moslems, sondern für die ganze Menschheit bestimmt (sinngemäß, weil ich den Koran grad nicht da hab, aber du kannst gerne nachschauen ->) Sura 2/ Vers ? : >Das Gleichnis der Verleugner ähnelt, demjenigen, der sich im Dunkeln befand und Gott ihm Licht gab, das alles um ihn erhellte doch diese Person sieht das Licht nicht bzw. will es nicht sehen und verharrt deshalb weiterhin im Dunkeln.< Damit will ich dir sagen, dass eigentlich alles um den Menschen eindeutige Zeichen gibt, aber der Mensch (ich teilweise eingeschlossen) begreift sie nicht, er sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht.
Ausserdem hast du geschrieben, dass du dein Leben nicht wirklich magst. Ich habe mich früher geritzt. Das war nicht so tragisch, wie es sich jetzt anhört, ich war grad mal 15/16, aber habe mich mit Selbstmordgedanken gespielt, weil ich eine stark depressive Phase hatte, in der alles zum Verzweifeln war. In der Zeit ist auch mein Vater gestorben. Ich will sagen, ich kenne dieses Gefühl. Ich bin mittlerweile überzeugt, dass, wenn man sein Leben auf dem Weg Gottes führt, man nicht in die Nähe solcher Gedanken kommen kann, weil man weiß, was das Leben bringt und weil man weiß, was einen erwartet. Der Prophet Mohamed, Gottes Segen und Friede seien auf ihm, beschrieb die Dauer des Lebens im Diesseits und im Jenseits wie folgt: "Stellt man sich vor einen Ozean und taucht den Finger in das Gewässer, so ist die Feuchtigkeit, die nach dem Herausnehmen des Fingers (am Finger) bleibt das Diesseits und der Ozean das Jenseits." Das bedeutet auch wenn, das Leben ungerecht und schwer ist, so vertraut man dennoch auf das Jenseits (von dem uns Gott berichtet, dass es nur dort Gerechtigkeit gibt), und verbessert seine Taten um noch größeren Lohn zu bekommen. Das sage ich nicht unbedingt um dich von meinem Standpunkt zu überzeugen, sondern um dich , wenn möglich zum Nachdenken zu bringen und das Logische und das Unlogische, bzw. Sinnvolle und das Zeitverschwenderische auszuwägen.
Möge dich Gott auf den richtigen Weg leiten, den Weg der deine Zufriedenheit ermöglicht. Ich würde mich sehr auf eine Antwort freuen.
Sibel[/quote]
Forum -> Spiegel- und Reflexionsforum III


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