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selbstfindung












Hallo,

wie heißt es schon bei Buddha, der Ursprung allen Übels liegt im "ich".
Angenommen ich erreiche diese offensichtlich erstrebenswerte "menschliche Reife", sehe alle Mißerfolge in meinem Leben als Chance, es beim nächsten Mal besser zu machen und danke den Menschen, die mir übel mitgespielt haben für diese Erfahrungen, die ich mit ihnen machen durfte, schließe Freundschaft und vielleicht sogar Liebe mit einem dankbaren Händeschütteln ab und freue mich, dass
ich denn nun so gereift bin, dass ich alles mit einem Lächeln im Gesicht ertragen kann und gleichzeitig die Ärmel hochkremple um ins nächste Fiasko zu rennen. Was soll mir denn schon noch passieren, jetzt, wo ich so gefestigt bin und so viel fürs Leben gelernt habe....
Was aber ist mit meinen Gefühlen, der enttäuschten Liebe, der Wut, der Trauer, dem Hass, jegliche menschliche Gefühlsregung, die in meinem Kopf, in meinen Gedanken auf Jahre hin gefangen bleibt? Wie legt man diese Gefühle ab und wohin? Oder hat man die dann automatisch nicht mehr, wenn man so "gereift" ist und über den Dingen steht?
Ich denke, ich verzichte lieber auf diese Reife und gebe mich lieber
meinen Emotionen hin, bin Mensch, mit allen Ecken und Kanten,
mit allen Gefühlen. Niemals möchte ich so abgeklärt sein, nein, niemals möchte ich so abgeklärt werden, dass alles an mir abprallt wie an einer Wand. Wenn das "Reife" sein soll, möchte ich mein Leben lang lieber ein naives,kindliches Gemüt behalten, unvoreingenommen an Dinge herangehen, die gleichen Fehler mehrfach machen aber nie den Mut verlieren, es wieder und wieder zu versuchen! Jetzt erst recht!
Hallo Dornröschenwach,
Zitat:
wie heißt es schon bei Buddha, der Ursprung allen Übels liegt im "ich".

Also soweit ich es verstanden habe, bist Du doch davon ausgegangen, dass man sein Ich
überhaupt nicht zu finden versuchen sollte, weil 'das doch nur auf Kosten Anderer geht'
Wenn das so ist, was hast Du dann an dieser Aussage des Buddha auszusetzen?
Zitat:
Was aber ist mit meinen Gefühlen, der enttäuschten Liebe, der Wut, der Trauer, dem Hass, jegliche menschliche Gefühlsregung, die in meinem Kopf, in meinen Gedanken auf Jahre hin gefangen bleibt? Wie legt man diese Gefühle ab und wohin? Oder hat man die dann automatisch nicht mehr, wenn man so "gereift" ist und über den Dingen steht?

Deine Gefühle, die enttäuschte Liebe, die Wut, die Trauer, der Hass, jede menschliche
Gefühlsregung, die in Deinem Kopf, in Deinen Gedanken auf Jahre hin gefangen bleibt,
das sind ja genau die Gefühle jenes 'Ich', das Du gar nicht haben willst
'Reifen' kann nur das Ich; wenn das abgelegt ist, was ist dann noch 'reif' oder 'unreif'
Wenn man noch nie zu einem gefunden hat - nun, das ist eine andere Frage...
Zitat:
Ich denke, ich verzichte lieber auf diese Reife und gebe mich lieber meinen Emotionen hin, bin Mensch, mit allen Ecken und Kanten, mit allen Gefühlen. Niemals möchte ich so abgeklärt sein, nein, niemals möchte ich so abgeklärt werden, dass alles an mir abprallt wie an einer Wand. Wenn das "Reife" sein soll, möchte ich mein Leben lang lieber ein naives, kindliches Gemüt behalten, unvoreingenommen an Dinge herangehen, die gleichen Fehler mehrfach machen aber nie den Mut verlieren, es wieder und wieder zu versuchen! Jetzt erst recht!

Hast Du Nietzsche gelesen? Das hört sich ziemlich nach der 'ewigen Wiederkehr' an...
Ja, das ist natürlich Deine Entscheidung - aber wie schon gesagt: Entscheidungen ohne
'Ich' sind relativ schwer - wer soll sie denn treffen, und für wen?

P.S. Vielleicht sollte ich noch dazusagen - an wem alles abprallt wie an einer Wand,
der ist von Ichlosigkeit noch sehr weit weg... Worum es dabei geht, ist nicht das
Abprallen-, sondern das Herankommenlassen, ja das Verlieren von Trennwänden...
Hallo Wu,

ich glaube, du weißt gar nicht, was ich meine und wir reden aneinander vorbei. Aber was soll´s. So ist das Leben.
Hallo,

das ist natürlich möglich - ich kann mich nur beziehen auf das was Du schreibst -
wenn ich Dich da falsch verstanden haben sollte, tut's mir leid. Für mich war's
aber recht wertvoll, weil ich wieder mal gezwungen war, ein paar Dinge gründlich
auszuformulieren, die ich eher vage im Hinterkopf hatte...

Danke
Ich denke mir zu sich selbst zu finden ist, seine Schwächen und Stärken zu kennen, dazu zu stehen und sie lieben zu lernen! Also bei mir ist es so ich kenne meine jetzigen Schwächen und Stärken, manche davon mag ich, manche nicht! Beides steht nicht immer im Gleichgewicht, aber genau das macht MICH aus, das ist ein Teil meiner Persönlichkeit und entweder man mag mich so wie ich bin oder man lässt es bleiben! ICH bin ICH!
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